Dauerbaustelle vor der Tür beendet

Ende der Durststrecke für das Nostalgie-Museum in Okel

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Am 28. Februar ist Jürgen Puls (rechts) wieder zu Gast auf der neu gestalteten Bühne im kleinen Okeler Café „Nostalgie-Museum“ von Elke und Wolfgang Kaeding und eröffnet mit einer Lesung die Reihe der Veranstaltungen dieses Jahres.

Okel - Elke und Wolfgang Kaeding können aufatmen: Endlich ist das von ihnen betriebene Café „Nostalgie-Museum“ in Okel, das ehemalige Gasthaus Winkelmann, wieder erreichbar. Fast ein Jahr lang konnten die Besucher ihr Haus wegen der Sanierungsarbeiten an der L  333 nur auf Schleichwegen erreichen. „Wir sind froh, dass wir dieses Jahr durchgehalten haben“, berichtet Elke Kaeding.

Die beiden Museumsmacher hatten geplante Veranstaltungen verschieben müssen, viele andere Treffen und die Kaffeenachmittage waren teilweise nur spärlich besucht. Dass es ihnen trotzdem möglich war, durchzuhalten und die Kosten für Miete und die Bewirtschaftung ihres Hauses aufzubringen, sei auch treuen Stammgästen zu verdanken.

So vieles hätten sie geplant gehabt und einiges verschieben müssen, aber das werde jetzt nachgeholt. „Wir gehen voll motiviert in die neue Saison“, erklärt Elke Kaeding. Die ungewollt ruhigen Wochen haben Kaedings genutzt, um die kleine behagliche Bühne in der „Klönstuuv“ neu zu gestalten.

Bis zum 29. März ist in ihrem mit viel Herz betriebenen Nostalgie-Museum noch die Ausstellung „Streifzug durch die Alltagskultur der ehemaligen DDR“ zu sehen. Besucher können hier echte inzwischen schon historische Schätze finden: Uniformen, ein Stück Grenzzaum mit Grenzkamera, Verkehrsschilder, das berühmte Ampelmännchen, Alltags- und Haushaltsgegenstände, Mitropa-Geschirr oder Radiorecorder, Kindernähmaschinen und Spielzeug aus der DDR.

Außerdem können sich die Besucher inzwischen kultige Fahrzeuge wie den Trabi und die Zweiradserie vom „Spatz“ bis zum „Star“ anschauen, sich auf Spurensuche der legendären Band „Die Puhdys“ begeben und sich anschauen, was die Jugendlichen der DDR damals unternommen haben, um bei sparsamsten Möglichkeiten Freizeitvergnügen zu erleben und ihren Fahrzeugen eine individuelle Note zu geben. Daneben läuft die Dauerausstellung „Die goldenen 20er-Jahre“ weiter.

Kaedings werden in wenigen Tagen auch ihren ersten kulturellen Veranstaltungskalender vorstellen. Zum Auftakt tritt am Freitag, 28. Februar, der Syker Amateurschauspieler, Schreiber und Sprecher Jürgen Puls gemeinsam mit dem Bremer Romanautor Wilfried Stüven auf, die bei ihrer Lesung musikalisch von Andreas Hein-Köcher aus Achim begleitet werden. Sie tragen in ihrem etwa eineinhalbstündigen Programm Prosatexte und Lyrik des Kabarettisten Friedhelm Kändler vor. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Wolfgang und Elke Kaeding fühlen sich Jürgen Puls gegenüber, ganz besonders im Rückblick auf das vergangene Jahr, zu großem Dank verpflichtet. Er hatte mit seiner Frau zusammen eine Radtour unternommen, die auch durch Okel führte. Im Nostalgie-Café legten sie eine Pause ein und fühlten sich dort pudelwohl. „Wir wurden hier so herzlich begrüßt, dass wir dieses Café sofort in unser Herz geschlossen haben“, berichtet Puls.

Ganz spontan beschloss er, in der „Klönstuuv“ des Hauses zu einer Lesung einzuladen, und als er hörte, dass Kaedings den Heiligen Abend mit Gästen verbringen wollten, schaute er auch an diesem Abend „auf ein Wort“ bei dem Treffen vorbei.

Inzwischen sind bereits drei weitere Veranstaltungen fest terminiert: Am Sonnabend, 21. März, liest der Romanautor Wilfried Stüven aus seinem Bremer Beziehungskrimi „Roter Mohn verblasst nicht“, und schon eine Woche später, am Sonnabend, 28. März, gibt es hausgemachte Musik mit wunderbaren Balladen und Westford-Grooves mit dem Duo Thorsten Vüllgraf und Edna Eversmeier. Für den 16. Mai hat sich die charmante „Fräulein Rika“ mit ihrem „Swing-Bubi mit Seitenscheitel“ in Okel angemeldet. Und wohin die beswingte Fahrt an diesem Tag im Nostalgie-Museum führt, ist auch schon abgemacht: Es wird eine musikalische Reise in alte Zeiten.

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