Tennisverein im Fokus des Marketings

Präsentation von Schülern zeigt Möglichkeiten für den TV Syke auf

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Die Marketing-Präsentation von Schülern der BBS Syke.

Syke - Von Heiner Büntemeyer. Ein Tennisverein im Fokus: Schüler der einjährigen Fachoberschule Wirtschaft an den BBS hatten ein Abschlussprojekt im Bereich Marketing erarbeitet, dessen Resultate auch die Vorstandsmitglieder des TV Syke interessierte. Denn ihr Club war das Objekt, um das es bei der Präsentation ging.

Leiterin Beatrice Kirchheck lässt ihre Klassen bevorzugt an realen Projekten arbeiten. Als Experimentierfeld bot sich der Syker Tennisclub an, den regelmäßig junge Mitglieder im Alter zwischen 20 und 35 Jahren verlassen, während neue Mitglieder in diesem Alter kaum für eine Teilnahme zu begeistern sind – ein Problem, mit dem viele Vereine in der Region zu kämpfen haben.

Zunächst lud der Verein die Schüler zu einer „Betriebsführung“ ein, stellte die Anlagen vor und informierte über die Mitgliederstruktur. Anschließend erarbeitete die Klasse in vier Arbeitsgruppen mögliche Lösungsansätze und kam zu einigen interessanten Ergebnissen, über deren mögliche Umsetzung der Vereinsvorstand jetzt entscheiden kann.

Faktoren wie Bequemlichkeit

Bei ihrer unabhängig voneinander entwickelten Analyse kamen alle vier Gruppen zu dem Ergebnis, dass als Ursache für das Desinteresse der Jugendlichen Faktoren wie Bequemlichkeit, mangelnde Angebotsvielfalt („immer nur Tennis“), zu geringe Bereitschaft zum persönlichen Engagement und fehlende Zeit eine große Rolle spielen. Kritisiert wurde auch der mangelhafte Auftritt des Vereins im Social-Media-Bereich. Hinzu kommt, dass sich viele in diesem Alter, bedingt durch berufliche Veränderungen oder den Beginn eines Studiums, neu orientieren.

Auf Grundlage dieser Analyse haben die Gruppen nach Ansätzen für Strategien gesucht, um diese teilweise strukturellen, aber auch organisatorischen Schwächen zu überwinden. Dabei kamen sie zu unterschiedlichen Lösungsansätzen.

„Emotionen sind stärker als Argumente“

Eine Gruppe stellte sehr konkrete Maßnahmen vor und hatte sich mit der Gestaltung eines Tags der offenen Tür beschäftigt. Sie rückten eine „Erlebnisorientierung“ in den Vordergrund. „Emotionen sind stärker als Argumente“, hieß es. Unter diesem Aspekt beschäftigten sie sich mit der Gestaltung von Flyern, Plakaten und stellten ein mögliches Titelbild vor, das Spaß, Geselligkeit, Freiheit, Freundschaft, Lebenslust transportieren sollte.

Eine andere Gruppe schlug Firmenpartnerschaften und Kooperationen mit Schulen vor. Vorhandene Räumlichkeiten sollten zu Fitnessstudios und einer Sauna umgestaltet werden. Sie regten eine größere Flexibilität der Öffnungszeiten und Partnerschaften zwischen älteren Spielern und neuen Mitgliedern an.

Möglichkeiten nutzen

In einem Punkt waren sich alle vier Gruppen einig: Die Möglichkeiten im Bereich der Social Media sollten intensiv und professionell genutzt werden. Sie würden eine Identifikation mit dem Verein schaffen, die direkte Kommunikation fördern und die Außendarstellung des Vereins verbessern.

Der Vereinsvorstand bedankte sich „für viele brauchbare Ansätze“ bei den Schülern. Jetzt müsse überlegt werden, was der Verein davon übernehmen und umsetzen kann. „Im Bereich Social Media müssen und werden wir auf jeden Fall etwas machen, aber wir dürfen dabei nicht vergessen, dass wir alle unsere Arbeit im Vorstand ehrenamtlich leisten“, erklärte Clubchef Hermann Uhlenwinkel.

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