Eltern bekommen Geld zurück

Kita-Streiks: Gebühr wird erstattet

Syke - Von Michael Walter und Frank Jaursch. Der Streik der Erzieherinnen hat auch in Syke dafür gesorgt, dass viele Eltern improvisieren müssen. Omas und Opas haben Hochkonjunktur, kurzfristig genommene Urlaubstage auch. Wenigstens um eine Sorge ärmer sind die Eltern, die ihre Kinder in stadteigenen Kindergärten haben: Im Gegensatz zu anderen Kommunen hat die Syker Stadtverwaltung signalisiert, die Kindergartengebühren für im Rahmen des Streiks ausgefallene Betreuungsstunden zu erstatten.

„Das stand für uns sehr schnell fest“, erklärte Sykes Erster Stadtrat Thomas Kuchem gestern.

Eltern von Kindern, die in betroffenen kommunalen Einrichtungen betreut wurden, haben bereits ein Schreiben von der Stadt erhalten. Darin wird erklärt, dass für die einzelnen Streiktage sowohl Gebühren als auch das Verpflegungsgeld zurückgezahlt werden. Die Betroffenen müssen sich um nichts weiter kümmern. Bevor es zur Rückzahlung kommt, wird die Verwaltung allerdings das Ende des Arbeitskampfes abwarten. Erst nach einer Tarifeinigung erhalten die betroffenen Eltern eine Mitteilung über die Höhe der Erstattung für alle Schließtage.

Gestern gab auch die Lebenshilfe grünes Licht für die Rückzahlung: In den Lebenshilfe-Einrichtungen Regenbogenland, Kunterbunt und Zauberblume war es bis gestern zu Arbeitsniederlegungen in Form eines Partizipationsstreiks gekommen.

„Wir orientieren uns an der Stadt“, so Lebenhilfe-Sprecherin Anja Schulz. „Die Gebühren werden nach Ende des Streiks erstattet. Die Eltern müssen sich um nichts kümmern, das passiert automatisch.“

Lebenshilfe schließt

sich der Regelung an

Anja Schulz betont: Erstattet werden die Gebühren nur für die Zeit, in der die Eltern keine Betreuung für ihre Kinder in Anspruch genommen haben. Andersrum ausgedrückt: Für Tage, in denen die Kinder in der Notbetreuung waren, gibt es keine Erstattung.

Die Lebenshilfe wolle noch ein paar Tage abwarten und dann die Dokumentationen auswerten, um genau nachzuvollziehen, wer welche Ansprüche auf Rückerstattung hat. Ab heute müsse theoretisch wieder die normale Betreuung laufen. Schulz: „Der Streikaufruf war von Montag bis Donnerstag. Wir haben derzeit keine Erkenntnisse, dass unsere Einrichtungen weiter bestreikt werden.“

Die Kindergärten in Trägerschaft der Kirche und des DRK sind übrigens nicht betroffen: Dort gab es keine Streiks.

Rubriklistenbild: © dpa

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