Unterwegs in die Zukunft?

E-Mobilität: Der Nissan Leaf im Praxistest

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Mit dem Nissan Leaf geht es für die Testfahrer der Mediengruppe Kreiszeitung von Syke aus in die Welt der E-Mobilität.

Syke - Von Marvin Köhnken. 80 Kilowatt, bis zu 199 Kilometer Reichweite und ein robuster abgasfreier Motor - das sind die Eckpunkte, die den Nissan Leaf auszeichnen, der etwas mehr als einen Monat unter besonderer Beobachtung einer handvoll Redakteure und Mitarbeiter der Mediengruppe Kreiszeitung stand.

In Kooperation mit der Avacon in Syke tourten die Mitarbeiter von Termin zu Termin und mussten sich dabei nicht nur mit dem neuen Fahrgefühl vertraut machen. Dass der Leaf im Betrieb ökologisch sinnvoll ist, steht außer Frage. Und aktuellere Modelle schaffen schon mehr Kilometer pro Batterieladung. Doch das ist in diesem Test unwichtig, es geht in die Praxis: Wie lange reicht die „Tankfüllung“ wirklich? Wie reagieren Radfahrer und Fußgänger auf das nahezu geräuschlos fahrende Fahrzeug? Und macht das Auto überhaupt etwas her?

In Verden ist das kostenlose Nachtanken von E-Autos an drei Stellen möglich. Von Syke aus sind diese ohne Probleme zu erreichen.

Die Redakteure sind dabei jedes Mal darauf angewiesen, dass das Fahrzeug trotz des vergleichsweise reichweitenschwachen E-Antriebs zur Verfügung steht - teilweise liegen die Termine im rund 50 Kilometer entfernten Diepholz. Oder zeitlich dicht hintereinander, sodass wenig Gelegenheit bleibt, die Batterien des Autos nach jeder Fahrt an der Steckdose aufzuladen.

In loser Folge berichteten die Redakteure aus den Redaktionen im Landkreis Diepholz über ihre Erfahrungen mit dem E-Auto. Ihre alltäglichen Ziele liegen vor allem in Syke, Weyhe und Stuhr - aber auch Bassum, Twistringen und nicht zuletzt Diepholz als Sitz der Kreisverwaltung sind häufige Routenpunkte. Zudem galt es, Bedenken gegenüber der neuen Technik beiseite zu schieben und sich eine Routine im Umgang mit dem Fahrzeug zu erarbeiten.

E-Autos: Der Stand der Dinge

Erst kürzlich hat Kanzelerin Angela Merkel zugegeben, dass Deutschland sein bisheriges Ziel, bis zum Jahr 2020 eine Million E-Autos auf die Straßen zu bringen, wohl nicht einzuhalten ist. Dabei bietet sich gerade im Zuge der Diesel-Krise infolge des Abgas-Skandals und drohenden Fahrverboten eine Chance für alternative Antriebe. Zuletzt hat eine Umfrage ergeben, dass viele Dieselkunden mit dem Gedanken spielen, auf andere Antriebstechnologien umzusteigen. Allerdings: Diese Alternative ist dann allerdings meist ein Benziner.

Bis die E-Technik - durch längere Reichweiten und geringere Anschaffungskosten - im Markt ankommen könnte, werden also sicher noch Jahre vergehen. Die Kaufprämie für E-Autos und Hybrid-Fahrzeuge hat daran noch nicht viel geändert. Wie sieht die Situation aber tatsächlich aus? Im Redaktionstest der Kreiszeitung ist alle Theorie grau. Ganz persönliche Eindrücke liefern die im Folgenden kurz angerissenen und verlinkten Artikel der Syker Testfahrer.

Die Berichte unserer Fahrer

Andreas Hapke

Redakteur Andreas Hapke, in erster Linie verantwortlich für die Gemeinden Stuhr und Weyhe, musste sich erst einmal an das neue Auto gewöhnen. Das klappte auch, wenn da nur nicht die Sache mit der beunruhigenden Reichweitenanzeige wäre. Auf seiner Fahrt von Syke nach Heiligenrode hat ihn diese durchaus in Grübeln gebracht.

Katharina Schmidt

Redakteurin Katharina Schmidt wagt sich von Syke nach Brinkum. Und hat einige vermutlich unbegründete Befürchtungen. Ganz einfach ohne Komplikationen geht es dann aber auch nicht, die neue Fahrweise den kraftvollen Autos macht sich da bemerkbar. Und dann sind da ja auch noch die vielen blinkenden Lichter im ganzen Auto verteilt.

Axel Sonntag

Betriebsrat Axel Sonntag hat die Strecke von Syke nach Verden auf sich genommen. Weil der Wagen so leise ist, kam schnell die Frage auf, ob Fußgänger ihn hören würden. Das Resultat: eine deutlich vorsichtigere und umsichtigere Fahrweise.

Marvin Köhnken

Nicht immer liegen die Ziele eines Redakteurs in kurzer Entfernung. Entsprechend wichtig ist es, auch lange Strecken bewältigen zu können - oder zumindest eine Möglichkeit zum Nachtanken zu finden. Beides hat Redakteur Marvin Köhnken getestet und ist dabei an ein nicht unwichtiges Tempolimit gestoßen.

Steckbrief: Nissan Leaf

Leistung: 80 kW / 109 PS

Batteriekapazität: 24 kWh, 48 Module

Leergewicht: 1578 kg (mit Batterie)

Reichweite: 199 km (NEFZ-Norm)

Höchstgeschwindigkeit: 144 km/h

Verbrauch: 15 kWh/100 km

Beschleunigung: 11,5 s von 0 auf 100

Fahrzeuglänge: 4,445 Meter

Lesen Sie auch: Wann lohnt sich ein E-Auto? Ein Online-Rechner des Öko-Instituts hilft bei der Beantwortung dieser Frage. Dabei werden nicht nur die Kosten für den Betrieb, sondern auch der Preis beim Kauf und bei einem eventuellen Wiederverkauf berücksichtigt.

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