Eine exklusive-inklusive Idee

Spaßbecher: Eiscafé Mi Piace bietet Kreation mit Lebenshilfe-Beteiligung an

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Gemeinsam haben Nino Cabiddu und Julian Bake den Spaß-Becher ersonnen. Ab sofort gibt es ihn im Eiscafé Mi Piace. Ein Euro jedes Bechers geht an die Lebenshilfe.

Syke - Ab sofort gibt es im Eiscafé Mi Piace von Nino Cabiddu in Syke einen neuen Eisbecher im Sortiment: den Spaßbecher. Das Besondere: Diese Eiskreation ist ein inklusives Gemeinschaftswerk. Cabiddu hat ihn gemeinsam mit Lebenshilfe-Bewohner Julian Bake erdacht.

Die Vorgeschichte ist bemerkenswert: Der 29-jährige Syker, der beim Ambulant-betreuten Wohnen (ABW) der Lebenshilfe lebt, liebt Eiscreme – und wollte gern wissen, wie Nino Cabiddu seine Sorten herstellt. Der konnte ihm zwar aus Gründen der Lebensmittelhygiene keinen Einblick in die Produktion gewähren, machte ihm aber einen ebenso guten Vorschlag: Wie wäre es mit einer eigenen Eisbecher-Kreation?

„Wir haben uns getroffen, und in zwei Stunden hatten wir den Becher fertig“, sagt Bake. Und der Eiscafé-Chef fügt lachend hinzu: „Julian hatte feste Vorstellungen.“

Blau sollte auf jeden Fall eine Rolle spielen. „Das war mir wichtig. Das ist die Farbe der Lebenshilfe“, sagt Julian. Also kam die Eissorte Engels-Blau, die nach Kaugummi schmeckt, in den Becher. Hinzu kommen Mango und Vanille. Schlagsahne gibt es on top, ehe der Becher mit Soße und bunten Marshmellows. garniert wird.

Vierte Kugel Eis statt Sahne

Der erste Spaßbecher ging gestern über den Tresen – und Julian war Testesser. „Lecker“, war sein kurzes, aber klares Fazit. Dabei strahlte er voller Stolz. Die drei Eissorten für den Spaßbecher kann der Gast frei wählen. „Und wenn jemand keine Sahne möchte, gibt es eine vierte Kugel Eis“, verspricht Nino.

Insgesamt 21 Eissorten stehen zur Auswahl. Alle nach altem Handwerk hergestellt. „Ich halte nichts von industrieller Produktion. Milchpulver wird bei uns nicht verarbeitet“, erläutert Nino ein Qualitätsmerkmal für sein Eis.

Der Spaß-Becher wird bis zum Ende der Saison im Mi Piace (Hauptstraße 55) angeboten. Der Becher kostet fünf Euro, einer davon geht als Spende an das ABW. „Die Spenden werden für eine gemeinsame Unternehmung verwendet“, verspricht Yvonne Lehmkuhl, Leiterin des ABW.

Am Ende der Eisbecher-Präsentation ergreift Julian Bake noch einmal das Wort: „Eines ist mir wichtig. Viele reden von Inklusion, tun dafür aber nichts. Ich finde an Nino so toll, dass er was macht, dass er mit mir den Eisbecher zusammengestellt hat. Ich würde mich freuen, wenn ich häufiger Chancen bekommen würde, um zeigen zu können, was ich kann.“

fj

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