Einwöchiges Comenius-Camp am Syker Gymnasium: Sieben Nationen, eine Idee

„Gute Menschen gibt es überall“

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Die tschechische Gruppe sorgte am Montagabend für ein besonderes Highlight: In traditionellen Trachten übergaben die Schüler eine aufwändig gestaltete Comenius-Torte mit den Flaggen der teilnehmenden Länder.

Syke - Von Frank Jaursch. „Europe is my home!“ Mit dieser Zeile endet das zweisprachige Lied, das die polnischen Gäste für ihren Auftritt am Freitag einstudiert haben. Der Satz könnte gut als Motto für das Comenius-Camp dienen, das in diesen Tagen unter Leitung das Syker Gymnasiums läuft.

Sieben Nationen mit einer gemeinsamen Idee: Eine Woche lang leben Syker Gymnasiasten gemeinsam mit Gästen aus Finnland, Litauen, Polen, Portugal, Tschechien und der Türkei das Ideal von der Freundschaft, die alle Grenzen überwindet.

In Workshops und Veranstaltungen erarbeiten sie zahlreiche Aspekte zum Thema „Heimat“ – und erfüllen dabei wie nebenbei den zentralen Aspekt der Comenius-Treffen: die europäische Integration.

Mit einer gewissen Scheu seien die Schüler am Sonntag in Syke angekommen, bestätigen die Lehrer aus den Besucher-Ländern gestern. „Einige wollten zuerst wieder nach Hause“, schmunzelt Vilija Jukneviciene, die die litauische Gruppe begleitet. Doch mit jedem gemeinsamen Tag fallen die Grenzen zwischen den Kulturen ein bisschen mehr. Bewusst haben die deutschen Gastgeber die Aktivitäten so gelegt, dass die Nationalitäten gemischt werden. So wachsen Freundschaften.

60 Jugendliche sind noch bis Sonnabend zu Gast in Deutschland, alle bei Elternfamilien untergebracht. Sie lernen Gemeinsamkeiten kennen, aber auch die „feinen Unterschiede in der Art, wie sie denken“, hat Lehrer Jacek Stybor (Polen) beobachtet. Das wird sich auch am Freitag erkennen lassen: Im Rahmen der Abschluss-Veranstaltung kommt ein Theaterstück zur Aufführung, für das jede Gruppe einen Abschnitt beisteuert. Eine Aufgabe, die jedes Land auf eine ganz eigene Art gelöst hat.

Die Lehrkräfte sind voll des Lobes – über die Syker Schule, über die gute Organisation. „Man lernt jeden Tag etwas Neues“, freut sich Tiina Lätti (Finnland). Pavla Hostašova (Tschechien) genießt die „besondere Atmosphäre“ in Syke, zu der alle Nationen beitragen würden: „Sie kommen aus dem Norden, Osten, Süden und Westen Europas“, sagt die Lehrerin. Das gehe schön mit dem Sinn des Projektes zusammen.

Der liege nicht etwa in den Ergebnissen aus den Gruppenarbeiten oder im erworbenen Fakten-Wissen über die anderen Länder, sondern in der Erkenntnis, dass man auch jenseits der eigenen Landesgrenzen Freunde finden kann. Hostašova: „Gute Menschen gibt es überall.“

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