Einsatz für die Menschenrechte

Sykes Bürgermeisterin Suse Laue im Interview zum Volkstrauertag

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Suse Laue.

Syke - Von Michael Walter. Sykes Bürgermeisterin Suse Laue findet den Volkstrauertag keineswegs veraltet oder gar überflüssig. Warum, erklärt sie im Kurzinterview.

72 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs ist kaum jemand mehr am Leben, der direkte Angehörige als Kriegstote betrauern könnte. Hat sich der Volkstrauertag dadurch nicht überlebt?

Suse Laue: Für mich ist das ein Tag der Mahnung des Unrechts aller Kriege weltweit. Das geht weit darüber hinaus, der Toten beider Weltkriege zu gedenken. Wir alle müssen uns im Rahmen unserer Möglichkeiten einsetzen gegen die Verletzung von Menschenrechten.

Und wie wollen Sie die erreichen, die diesen Einsatz zeigen könnten? Die Teilnehmer der aktuellen Gedenkfeier gehören überwiegend zur Altersgruppe 50plus.

Laue: Das ist eine Frage, die uns beschäftigt. Wir werden das nächstes Jahr ein bisschen anders kommunizieren, sodass wir auch die Generation erreichen, die heute hier gefehlt hat: Die 20- bis 40-Jährigen. Das fängt schon bei der Musikauswahl an.

Die ganz jungen zu erreichen, ist also nicht so das Problem?

Laue: Überhaupt nicht! Wir hatten jetzt das dritte Jahr eine Schule eingebunden. Schüler und Lehrer sind sehr kooperativ und geben sich immer Mühe, das Abstrakte greifbar zu machen: Was haben die Menschen in Syke damals gedacht? Was haben Schulen und Kirchen getan?

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