Einmal mehr ein Paradies für Kinder: Hoffest bei Büntemeyer und Lehmkuhl

Landwirtschaft zum Anfassen

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Das Wetter spielte mit – also war beim Hoffest auch die Bude voll. So voll, dass zwischendurch manche Besucher sogar wieder weggeschickt werden mussten.

Henstedt - Von Detlef Voges. „Oh, ist der groß“, sagte der achtjährige Lasse und schaute etwas ungläubig nach oben. Oben, da waren Kopf und Rumpf eines mächtigen Kaltblutpferdes. Der Schleswig-Holsteiner war gestern einer der Blickpunkte auf dem Hoffest von Büntemeyer und Lehmkuhl.

Merlin zieht einen alten Reifen als Schlitten.

„Der wiegt über eine Tonne“, erklärte Heinrich Dreyer aus Neubruchhausen über seinen zwölf Jahre alten Kaltblüter, der auf den Namen Merlin hört, den Zauberer aus der Artus-Sage. „Und er wird heute noch einiges zaubern“, meinte Dreyer lächelnd und schirrte einen großen Autoreifen an, in dem zwei Kinder Platz fanden. Dann gab Dreyer ruhig Kommandos und Merlin zog los, vielleicht in Gedanken nach Camelot. Das Hoffest auf dem Gelände von Büntemeyer und Lehmkuhl erwies sich wieder einmal als Paradies für Kinder und als spannender Ort auch für Eltern wie Großeltern: Landwirtschaft zum Staunen und Anfassen.

Allein die Tierwelt begeisterte. Neben Merlin gab es ja noch weitere Arten: Kaninchen und Hühner zum Anfassen, Schweine zum Anschauen. Und wer sich noch nicht so recht traute für einen Ritt auf dem realen Vierbeiner, konnte auf Holzpferden schon mal Sitz und Haltung üben.

Spaß hatten die Kinder auch an der Eier-Sortiermaschine, wo sie die Eier nach Größe XL, L oder M auswählten.

Auch die landwirtschaftlichen Maschinen gehörten zu den attraktiven Anlaufpunkten für die Besucher. Ob Fahrten im Trecker oder Erdbewegungen mit dem Schaufelbagger – da hieß es, sich hintan zu stellen.

Ein Hit bleibt Büntemeyers Bobbycarbahn, wo die Kleinen auf einem Parcours, der mit Reifen gesichert ist, herumdüsen können. Natürlich mit Helm, damit nichts passiert. Wobei die Hightech-Welt auch hier schon Platz gegriffen hat. Ein kleiner Steppke bewältigte den Parcours mit einer Kamera auf dem Helm.

In der Spielscheune konnten die Kinder herumtollen und Tarzan spielen, auf dem Spielplatz im Holzschiff Pirat sein. Welch ein Spaß! „Ich war auf dem Schiff, klettern“, meinte der neunjährige Mattes aus Seckenhausen. Seine sechsjährige Schwester Anna zog es eher zu den Pferden.

Die Erwachsenen schlenderten an den Ständen mit Kunsthandwerk und landwirtschaftlichen Produkten entlang, kauften frischen Apfelmost und stärkten sich in der Lagerhalle bei Knipp und Puffer und erfreuten sich an Seemannsliedern, die der Shanty-Chor Schlickrutscher sang.

Auf großes Interesse stieß das neu eröffnete Ferienhaus. „Das ist aber großzügig und schön hell“, meinte eine Besucherin. Das Ferienhaus ist als Ergänzung zum Gästehaus gedacht und erlaubt Ferien sogar für mehrere Familien, zudem Seminare und Workshops.

Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen nutzten viele Gäste auf den Terrassen der beiden Häuser eine Auszeit im Freien, klönten, labten sich an Kuchen, Waffeln oder Eis und freuten sich über einen schönen Herbsttag auf dem Land.

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