Neu eingerichtetes Parkverbot führt laut Anwohnerin zu höherem Tempo in der 30er-Zone

Die Rennstrecke am Hachedamm

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Eingeschränktes Halteverbot: Seit knapp fünf Monaten stehen die Schilder am Hachedamm – und sorgen dafür, dass Autofahrer oft die Strecke zwischen den Schwellen für ordentliche Beschleunigungsphasen nutzen.

Syke - Von Frank Jaursch. Manchmal stehen die spannendsten Themen nicht auf der Tagesordnung der Rats- und Ausschuss-Sitzungen. Die Tagesordnungspunkte „Einwohnerfragestunde“ und „Fragen, Anregungen und Bekanntmachungen“ sind für Zuhörer wie für die Mitglieder der Gremien die Wundertüten jeder Sitzung.

Am Montagabend kam bei der Sitzung des Syker Ortsrats ein Verkehrsproblem unverhofft aufs Tapet: das Verhalten der Autofahrer am Hachedamm.

Anfang Februar, so berichtete Anwohnerin Elke Sonnenburg, sei damit begonnen worden, in der 30er-Zone Parkverbots-Schilder aufzustellen. „Seitdem ist die Straße zu einer Rennstrecke geworden“, beklagte sich Sonnenburg. Zwischen den verkehrsberuhigenden Schwellen sei genug Platz, um richtig zu beschleunigen. „Die Busse knallen da richtig durch“, erklärte sie.

Der Grund ist offenkundig: Seit zwischen Plackenstraße und Im Hachetal das eingeschränkte Halteverbot herrscht und keine Fahrzeuge mehr am Straßenrand stehen, präsentiert sich der Hachedamm in einladender Breite – Schwellen hin oder her.

Für das Einrichten des Halteverbots hatte auch Hein Sievers als Verwaltungs-Vertreter spontan keine Erklärung parat. „Eine 30er-Zone soll ja eigentlich ohne andere Schilder auskommen“, erklärte der Fachbereichsleiter „Innere Dienste“. „Die Leute sollen ja eigentlich ihre Autos da parken, gerade um ein Verkehrshindernis darzustellen.“

Das haben sie in der Vergangenheit offenbar auch getan – zum Leidwesen von größeren Fahrzeugen wie Lastwagen und Bussen, deren Fahrern es oft schwer gefallen sein soll, sich einen Weg zwischen den geparkten Autos und Anhängern hindurch zu bahnen. Ob dies letztlich der Grund dafür war, dass die Verbotsschilder montiert wurden, war gestern aus der Verwaltung nicht zu erfahren.

Elke Sonnenburg sieht Handlungsbedarf. Anwohner hätten Angst vor Unfällen mit Kindern, berichtete sie. Und fügte mit einem Schmunzeln, an die Ortsrats-Mitglieder gewandt, hinzu: „Sie haben ja der Lindhofhöhe schon so schön geholfen. Und auf der fahren keine 6000 Autos und 40 Busse jeden Tag, wie bei uns.“

Könnte sich die Anwohnerin des Hachedamms eine Lösung wünschen, so wären Pflanzbeete die Lösung ihrer Wahl. Eine solche Idee allerdings wurde schon einmal vor Jahren ohne großes Federlesen abgeschmettert – zu teuer.

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