Wenig Resonanz auf Museums-Angebot

Einfach zu heiß für den historischen Jahrmarkt

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Zum Walk-Act „Cornelius von Schnappschuss“ müssen alle Kreismuseums-Besucher aufblicken. Der Stelzenmann gilt als „längster Fotograf der Welt“. 

Syke - Von Dieter Niederheide. Die Sonne brannte leider viel zu heiß, um dem historischen Jahrmarkt am Sonntag ein, wie gewohnt, „volles Haus“ zu bescheren. Das Wetter kann eben manchmal auch für Veranstaltungen des Kreismuseums zu sonnig sein. Dennoch war es am Ende eine annehmbare Besucherzahl, die sich einfand.

Insbesondere Elternpaare mit ihren Kindern hatten sich auf dem Gelände an der B 6 eingefunden. Und für die Jüngsten hatten die Museumspädagoginnen, einige in historischen Gewändern, einiges auf die Beine gestellt. Richtig Spaß machte es den Kindern, mit Bällen die Räuber, in Form von drei fiesen Gaunervisagen, umzuwerfen. Dafür gab es eine Belohnung in Form von Bonbons.

Müllermeister Hans-Hermann Bohlmann stand im Mühlenbereich des Kreismuseums den Besuchern Rede und Antwort. Auf dem historischen Karussell von Reinhard Castens konnten die kleinen Besucher kostenlos einige Runden drehen.

Spannung war angesagt bei den Aufführungen der Lahberger Puppenbühne. Puppenspieler Marcel Laubinger aus dem Heidekreis lud die Kinder ein, im Spiel „Struppi ist verschwunden“ mitzufahnden. Struppi, der kleine Hund des Königs, war entführt worden. Natürlich wurde er gerettet.

Auch beim Nüsseziehen mit Harriet Brieden und Sonja Pade machten die Kinder gerne mit – und zwar nicht nur, weil die Nüsse bunt waren und es Bonbons gab.

Wie Museumsleiter Dr. Ralf Vogeding sagte, gab es in diesem Jahr beim historischen Markt gleich drei besondere Schwerpunkte: Neben der Puppenbühne waren dies der längste Fotograf der Welt, „Cornelius von Schnappschuss“, der in klobigen Schuhen auf Stelzen über das Gelände stolzierte, und „Kathrins Schaubude“.

Letztere erwies sich dabei als eine Extraklasse für sich: Solokünstlerin Katharina Witerzens war mit ihrer Schaubude, einem etwas seltsam anmutenden Gefährt, unterwegs. Sie braucht keine derben Sprüche und Schenkelklopfer, um ihr Publikum zu erreichen. Das ist nicht ihr Metier.

In ihrer feinen Art erreicht die Clownfrau die Menschen, gleich ob Groß oder Klein, und vermag mit ihrer außergewöhnlichen Art zu agieren. Das war Jahrmarktpoesie, die gut ankam – auch wenn es ein paar Grad zu heiß war.

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