„Es wird eine Sonderregelung geben“

Stadt Syke wird in zwei Schulbezirke aufgeteilt

Syke - Von Marc Lentvogt. Für die Kinder sind es die Tage nach den Halbjahreszeugnissen, für die Eltern einiger künftiger Grundschüler nur ein weiterer Tag des Wartens, bis ihr Kind beschult wird. Doch langsam klären sich die Fragen, welche im letzten Herbst akut wurden, als das Land einer Grundschule am Standort Ferdinand-Salfer-Straße zustimmte.

Seit Dezember beschäftigt sich ein Arbeitskreis mit dem Thema. Mitglieder: Elternrat, Lehrer, Personalrat der Lehrer, Amtsleiterin Claudia Prößler, Bürgermeisterin Suse Laue, Petra Raue, kommisarische Leiterin der GTS 2001, die Lindhof-Grundschule und die Landesschulbehörde. Sie sollen dafür sorgen, dass zum Start 2018/19 keine Fragen mehr offen sind.

Stadtrat stimmt am 15. März ab

Schon jetzt steht fest: Die Oberschule an der Ferdinand-Salfer-Straße (1. - 10. Klasse, ein Name muss noch gefunden werden) wird mit je drei ersten, zweiten und dritten Klassen starten. Über das Schicksal der zukünftigen Viertklässler ist noch nicht entschieden.

„Es wird eine Sonderregelung geben“, erläutert Claudia Prößler. Die Stadt werde eine Anfrage an die Eltern starten und im Sommer 2018 nur dann eine vierte Klasse in der Ferdinand-Salfer-Straße installieren, wenn ausreichend Zustimmung signalisiert wird.

In den drei anderen Klassenstufen werden sich einige der Syker Kinder an neue Mitschüler gewöhnen müssen. Der Steimker Ortsrat stimmte als erstes Gremium dem Verwaltungsvorschlag zu, die Stadt in zwei Schulbezirke aufzuteilen. Die Grundschulen in Barrien und Heiligenfelde bleiben von der Entscheidung unberührt.

Planungen haben begonnen

Der Stadtrat wird sich des Themas am 15. März annehmen. Bürgermeisterin Suse Laue geht jedoch nicht davon aus, dass es mit der Beschlussvorlage Probleme geben wird.

An der Ferdinand-Salfer-Straße haben derweil schon die Planungen begonnen. Laue ist voll des Lobes für Petra Raue: „Frau Raue, die die GTS derzeit kommisarisch leitet, macht sich sehr viele Gedanken.“ Schon jetzt ist klar, dass die Grundschüler einen eigenen Flügel erhalten, allerdings wird es keine Trennung der Klassenstufen voneinander geben. „Es ist eine Schule“, betont Laue noch einmal.

Aber: Im Außenbereich werde darauf geachtet, dass die Grundschüler ausreichend Raum haben, um die Pausen nach ihrem Geschmack zu gestalten, und auch für das Mittagessen sollen weitere Räume neben der bestehenden Mensa bereitgestellt werden.

280.000 Euro veranschlagt

Ob das Essen weiter von einem Caterer geliefert wird oder ob an der Lindhofschule auch für die Grundschüler an der Ferdinand-Salfer-Straße gekocht werden kann, ist derzeit noch offen. Da der Caterer-Vertrag der Stadt im Sommer ausläuft, sind beide Möglichkeiten denkbar.

Für die geplanten Bauarbeiten sind insgesamt 280 .000 Euro im Haushalt der Stadt veranschlagt. „Der Zeitplan ist eng gestrickt, aber es gibt keine Zweifel, dass alles rechtzeitig fertig wird“, erklärt Claudia Prößler.

Wenigstens eine wichtige Frage gibt es jedoch, mit deren Lösung so schnell nicht zu rechnen ist: Welche Lehrer werden an der Ferdinand-Salfer-Straße tätig sein? Erst, wenn der Stadtrat am 15. März sein Okay gegeben hat, beginnt die Landesschulbehörde damit, gegebenenfalls Ausschreibungen zu starten.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Sebastian Kah

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