Trail- und Hindernistraining beim Reitverein Okel

Eine Frage des Vertrauens

Katrin Westermann ist stolz: Ihre Änne betrat endlich die auf dem Reitplatz in Okel ausgelegte Matratze und blieb sogar darauf stehen. „Da haben wir lange dran geübt“, berichtete sie. - Foto: bt

Okel - Von Heiner Büntemeyer. Bei 70 Voranmeldungen habe er seine Teilnehmerliste leider schließen müssen, berichtete Berthold Quebbemann, der im Reitverein Okel am Sonnabend ein Trail- und Hindernistraining organisiert hatte. Offenbar ist die Nachfrage unter den Reitern nach derartigen Angeboten groß, denn sie bieten ihnen Anlässe, ihr Reitpferd mit extremen Situationen vertraut zu machen.

Die Teilnehmer waren in der Mehrzahl Westernreiter, aber auch zahlreiche Freizeitreiter waren teilweise auch mit sehr jungen und bisher wenig gerittenen Pferden gekommen.

Nicht jeder Freizeitreiter hat die Möglichkeit, auf dem privaten Gelände das Passieren einer Brücke oder das Durchschreiten eines Wassergrabens zu üben. „Unsere Pferde lernen dabei, dass sie uns Reitern vertrauen können“, berichtete eine Teilnehmerin. Ähnlich äußerte sich auch Jutta Lindemann aus Heideloh. „Was wir zu Hause üben, ist meinem Balou inzwischen vertraut.“ Ihr sei es aber auch wichtig, dass er bei Ausritten gelassen bleibt, wenn er neue Situationen erlebt.

Wassergraben erfrischt 

Der große Balou, ein belgisches Kaltblut mit wunderschönem Behang an den Beinen, hatte beim Treiben eines großen roten Balles gebockt, aber er war bereitwillig durch den Wassergraben gestiefelt. Wahrscheinlich empfand er das bei dem schwülen Wetter als sehr erfrischend.

Einige Pferde waren auch deshalb unkonzentriert, weil sie nicht gewohnt sind, mit so vielen anderen Pferden zusammen auf dem Abreitplatz zu arbeiten. Hier hatten Berthold Quebbemann und seine fleißigen Reiterfreunde auch Folie ausgebreitet und Stangen-Hindernisse aufgebaut, in die die Reiter ihre Pferde rückwärts „einparken“ mussten. Hier ritten Pferde zwischen Stangen mit Flatterband, dort lag eine Matratze, die viele Pferde nur widerwillig betraten, und hier stand auch eine Wippe, die sie oft nur sehr vorsichtig angingen.

Training im engen Raum  

In der Halle war ein Parcours ausgelegt, in dem sich die Pferde auf engstem Raum drehen sollten oder die rückwärts durchritten werden mussten. Viele Aufgaben für Pferd und Reiter konnten nur durch einen sensiblen Schenkeldruck bewältigt werden, bei anderen war etwas mehr Nachdruck erforderlich.

Das Wetter war optimal: Morgens hatte es geregnet, sodass es auf dem Platz nicht staubte, und nachmittags schien die Sonne, und viele Besucher ließen den Nachmittag im Reitercafé gemütlich ausklingen.

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