Darbietungen im Kreismuseum

Eine folkloristische Weltreise

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Beim Folklore-Nachmittag im Kreismuseum führten Mütter und Kinder der musikalischen Früherziehung Kreistänze auf.

Syke - Von Dagmar Voss. Sonnenschein und laue Lüfte beflügelten das diesjährige Konzert der Kreismusikschule (KMS) im Kreismuseum. Seit nunmehr 30  Jahren musizieren die Schüler des Syker KMS-Folkloreensembles dort mit ihren Dozenten.

Fast alle Lernenden in Sachen Musik aus dem nördlichen Landkreis hatten sich auch in diesem Jahr wieder im Innenhof des Museums versammelt – also musizierten gut 100 Menschen mit ihren Instrumenten open air unter der Leitung von Sebastian Lauckner. Mit rotem Hemd und sommerlichem Strohhut dirigierte er gutgelaunt die Flötisten, Gitarrenspieler, Cellisten und Geiger. Rhythmische Verstärkung dazu lieferte Projektleiter Konrad Lagies am E-Bass.

Schnell füllte sich der Ort bis auf den letzten Sitzplatz, sogar etliche große Steine mussten als Sitzgelegenheiten herhalten. Zu den Auftaktstücken „Der Hahn ist tot“ und „Der Fuchs“, einem italienischen Volkstanz, gab es Kreistänze von Kindern und Müttern aus den Früherziehungskursen von Brigitte Jorek. Sie hatten sich dazu herrlich knallbunte, schräge Kopfbedeckungen gebastelt und sichtlich Freude am Tun.

Neben den ersten Stücken gab es weitere altbekannte wie „Dat du min Leevsten büst“, „Sailors Hornpipe“, „Huntsman Chorus“ und „Portofino“. Letztlich wurde es eine folklorische Reise um die halbe Welt, angefangen mit dem englischen „Parson’s Farewell“, bei dem die Gitarrenspieler verstärkt hervortraten. Dann der finnische, leicht melancholische Walzer „Emman valsi“ oder das schwedische „Engelska“.

Eine Herausforderung für alle wurde die aus Mazedonien stammende Volksweise „Jovano“ im 7/8-Takt. Zunächst ließen die Flötisten nur kleine Stimmengeräusche erklingen, dann ihre Instrumente, bevor der Rest des Orchesters einstimmte.

„Gradzahliger“, so Lauckner, wurde es bei dem fröhlichen Tanzstück aus den USA, dem „Forty years of fun“. Und ob der großen Begeisterung und Zugabe-Rufe wiederholte das Ensemble noch den „Jewish Wedding Song“. Zum Abschluss riet der Orchesterleiter den Gästen: „Wir haben Sie musikalisch satt gemacht, im Sommergarten setzt sich der Genuss kulinarisch fort – bei Kaffee und Kuchen.“

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