Eindrucksvoller Start in die JFK-Jubiläumssaison mit Brian Auger und Alex Ligertwood

Leidenschaft pur aus den 70ern

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Brian Auger und Alex Ligertwood hatten sich für Ihren Auftritt bei JFK in Syke Verstärkung mitgebracht: Brians Sohn Karma Auger am Schlagzeug und Mike Clairmont am Bass.

Syke - Von Detelf Voges. Manche mussten draußen bleiben. Wer auf gut Glück setzte, hatte Pech. Das JFK-Konzert mit Brian Auger und Alex Ligertwood am vergangenen Donnerstag im großen Saal der Kreissparkasse war schnell ausverkauft.

Die Macher des Syker Musikvereins Jazz Folk Klassik (JFK) hatten mal wieder den richtigen Griff getan mit dem Engagement von Auger (76) und Ligertwood (68). Und die beiden Musik-Dinos lieferten das ab, was sie am besten können: Jazz, Rock und Blues.

Die jung gebliebene Fangemeinde 50+ im Publikum ließ es sanft rocken und erfreute sich an leidenschaftlicher Musik pur aus den 70ern.

Ein Risiko war das Engagement für JFK ja auch kaum. Auger und Ligertwood gelten etwas in der Szene: Auger ist als Mister Hammond-Orgel seit den 60er Jahren im Geschäft und spielte unter anderem mit Rod Stewart, Julie Driscoll, Eric Burdon, Long John Baldry und Klaus Doldinger. Der heute 76-Jährige gilt als einer der bedeutendsten Rockorganisten der populären Musik.

Ligertwood sang in Augers Band Oblivion Express. 1979 dann der große Sprung: Ligertwood singt bei Carlos Santana, immerhin fast 15 Jahre. Sein Markenzeichen – Hut, lange Haare und eine markante Stimme – pflegt der Schotte bis heute.

Auf ihrer „Wisdom Tour 2015“ hatten sich die beiden älteren Herren in Syke mit zwei jüngeren Musikern verstärkt: Karma Auger, Brians Sohn, am Schlagzeug und Mike Clairmont am Bass.

Das Quartett probierte musikalisch erst gar keine zögerlichen Annäherungsversuche, sondern rockte gleich richtig ab, und war so ganz auf der Linie der Fans, die die Mischung aus Jazz, Rock und Funk stürmisch beklatschten. Auger mag zwar keinen Marathon mehr laufen, aber an seiner Hammond-Orgel macht er noch jedem etwas vor. Seine perlenden und explosiven Läufe waren die eines Jungspunds, der das Publikum mitnahm auf eine Reise in den wunderbaren Orgel-Sound der 70er-Jahre. Der rockige und swingende Klang war wohltuend, weil mitreißend niveauvoll und so fernab des gängigen Disco-Sound-Einerleis.

Neben Auger sorgte der Mann mit Hut für nachhaltige Momente. Mit seiner souligen und kraftvollen Stimme besetzte er den vokalen Part im 70er-Jahre-Reisebus – herrlich stimmungsvoll samtig und dann wieder dynamisch röhrend. Ganz im Humor der Insel verhaftet, bespaßte der 68-Jährige die Syker Fans auch mit Verzückungsschreien. Da machte der Schotte dann schon mal das Vögelchen.

Auger und Ligertwood – das Paar bereitete musikalisch reine Freude im Miteinander von Gesang und Orgel.

Karma Auger und Mike Clairmont überließen den beiden älteren Herren dabei gern die erste Reihe, setzten aber auch eigene Akzente.

Der Start in die Jubiläumssaison von Jazz Folk Klassik hätte eindrucksvoller nicht sein können.

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