Zu viel Grundwasser

Edeka Barrien: Baustelle steht still

Baustopp beim Edeka in Barrien: Die Arbeiten sind vorübergehend eingestellt, bis die Genehmigung für die erforderliche Grundwasserabsenkung vorliegt.
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Baustopp beim Edeka in Barrien: Die Arbeiten sind vorübergehend eingestellt, bis die Genehmigung für die erforderliche Grundwasserabsenkung vorliegt.

Barrien – Still und starr ruht der See an der Sudweyher Straße. Kaum ist die Baustelle für den neuen Edeka-Markt in Gang gekommen, sind die Arbeiten auch schon wieder unterbrochen.

„Es muss eine Grundwasserabsenkung gemacht werden“, erklärt Manuel Mohrmann. Er arbeitet für das Unternehmen, das den Investor Hero Brahms berät und koordiniert in dessen Auftrag das Bauvorhaben in Barrien.

Der springende Punkt ist: Für eine Grundwasserabsenkung ist eine gesonderte Genehmigung erforderlich. Der Antrag ist gestellt. Jetzt heißt es warten. Mohrmann: „Wir können im Moment nix machen.“

Ortsbürgermeister Manfred Nienaber kann nur den Kopf schütteln. „Aus Sicht des Laien ist das nicht mehr nachvollziehbar. Bei dem ganzen planerischen Vorlauf! Das hätte man doch eher merken müssen. Warum jetzt ein separates Antragsverfahren nötig ist, erschließt sich mir nicht.“

Grundwasserabsenkungen nicht Teil eines normalen Bauantragsverfahrens

Der letzte Punkt ist noch am einfachsten zu beantworten: Weil Grundwasserabsenkungen nicht Teil eines normalen Bauantragsverfahrens sind. Die sind gewöhnlich einfach nicht nötig. Und wenn doch, ist das so frühzeitig klar, dass die Genehmigungsanträge dafür gleich mit dem Bauantrag mitgestellt werden.

Das ist jetzt die Stelle, an der es kompliziert wird. Denn für den Edeka-Bau in Barrien hat es im Vorfeld Bodenuntersuchungen gegeben. „Die Gutachten sagen, der Grundwasserspiegel müsste deutlich weiter unten liegen“, sagt Manuel Mohrmann dazu.

Jörg Holthaus ist Bau-Ingenieur beim Unternehmen Ingenieurdienst Nord und leitet diesen Teil der Arbeiten in Barrien. Er bestätigt: „Es sind zwei verschiedene Bodengutachten gemacht worden. In keinem steht der Grundwasserspiegel so hoch, wie wir ihn vorgefunden haben.“ Das komme gar nicht mal so selten vor, erklärt er.

„Nein, da hat niemand einen Fehler gemacht“

Bei solchen Gutachten würden in einem Raster viele kleine Bohrungen von wenigen Zentimetern Durchmesser gemacht. „Wenn man dann aber mit dem Bagger die Grube aushebt, hat das Wasser Möglichkeiten, sich besser auszubreiten.“ Holthaus betont ausdrücklich: „Nein, da hat niemand einen Fehler gemacht. Das ist eben das übliche Baugrund-Risiko. Wir hatten das auch schon andersrum.“

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Die Grundwasserabsenkung wäre übrigens nur vorübergehend. Das Wasser würde vom Grundstück so lange in die Hache gepumpt werden, bis die Bauarbeiter den Kanal verlegt haben, den sie jetzt nicht verlegen können, weil das Wasser ihnen das Sandfundament dafür wegschwemmen würde. Sind die Rohre erstmal verlegt und verbuddelt, ist das Grundwasser kein Problem mehr. „Die Rohre sind ja wasserdicht.“

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