Bauantrag noch nicht gestellt

Edeka-Neubau in Barrien verzögert sich weiter: „Planen mit Einzug im Frühjahr 2022“

Vorarbeiten für den neuen Edeka-Markt? Leider nicht. Die bisherigen Grabungen erfolgten im Auftrag der Landesdenkmalpflege und dienten archäologischen Sondierungen. Bis es tatsächlich losgeht, dürften noch eine ganze Reihe von Monaten ins Land ziehen.
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Vorarbeiten für den neuen Edeka-Markt? Leider nicht. Die bisherigen Grabungen erfolgten im Auftrag der Landesdenkmalpflege und dienten archäologischen Sondierungen. Bis es tatsächlich losgeht, dürften noch eine ganze Reihe von Monaten ins Land ziehen.

Das Planverfahren ist seit geraumer Zeit schon durch, der Edeka-Neubau in Barrien kann kommen. Und weil der jahrelang ein Politikum gewesen ist, warten alle nur darauf, dass die Bagger endlich anrollen. Aber: Viel wird sich dieses Jahr an der Sudweyher Straße nicht mehr tun. Vermutlich sogar gar nichts mehr.

Barrien – Das Planverfahren ist seit geraumer Zeit schon durch, der Edeka-Neubau in Barrien kann kommen. Und weil der jahrelang ein Politikum gewesen ist, warten alle nur darauf, dass die Bagger endlich anrollen. Aber: Viel wird sich dieses Jahr an der Sudweyher Straße nicht mehr tun. Vermutlich sogar gar nichts mehr. Das bestätigt Manuel Mohrmann von der Firma Oldenburger Beratungs- und Innovations-Center (Obic).

Barrien: Neubau der Edeka-Filiale in Barrien verzögert sich bis ins Frühjahr 2020

Immerhin: Den Bauantrag wolle man „kurzfristig“ stellen, sagt Mohrmann. Danach hängt alles Weitere davon ab, wie lange das Genehmigungsverfahren dauert. Zuständig dafür ist der Landkreis Diepholz. Der prüft, ob der eingereichte Bauantrag dem entspricht, was der Bebauungsplan hergibt, den der Rat der Stadt Syke im November 2019 beschlossen hatte. Erfahrungsgemäß sollte das irgendwann zwischen Ende der Sommerferien und Beginn der Herbstferien erledigt sein. Wenn nichts dazwischen kommt. Und dafür mag bei diesem Vorhaben inzwischen niemand mehr die Hand ins Feuer legen.

Mehr als zehn Jahre dauert das gesamte Verfahren jetzt schon. Anfangs war die Idee einer Vergrößerung des Edeka-Markts im Barrier Ortsrat sehr umstritten. Allen voran der damalige Ortsbürgermeister Walter Huntemann hatte einen Neubau auf der anderen Seite der B6 – neben dem Feuerwehrgelände – favorisiert. Dann allerdings mit einem anderen Investor und einer anderen Supermarktkette. Eine Mehrheit fand er dafür nicht. Jahre später war das Planverfahren dann schon einmal beendet: Ein rechtswirksamer Bebauungsplan lag vor. Doch der Grundeigentümer – der Unternehmer Hero Brahms aus Leer – hatte es sich anders überlegt: Gemeinsam mit der Edeka war er zu der Erkenntnis gelangt, ein kompletter Neubau auf dem rückwärtigen Teil des Grundstücks sei weitaus vernünftiger als ein Anbau an den Bestand. Nur dass es dafür keine Baugenehmigung gab. Also begann das gesamte Planverfahren noch einmal bei null.

Neuer Bauplan für Edeka in Barrien im November beschlossen

Seit November ist dieser neue Bebauungsplan jetzt beschlossene Sache. Und eigentlich hätten laut Aussage von Hero Brahms im März bereits die Bagger rollen sollen. Doch die Bagger, die in diesem Frühjahr tatsächlich angerückt kamen, hatte lediglich die Landesdenkmalpflege gechartert, die auf dem Gelände noch ein paar archäologische Sondierungen durchführen wollte. Auch viel später als ursprünglich mal geplant.

„Die Archäologen haben wohl gemeint, dass wir auch hier in Barrien noch Gold finden können“, flüchtet sich Barriens Ortsbürgermeister Manfred Nienaber in Sarkasmus. Er zeigte sich enttäuscht über die erneute Verschiebung. Die „unendliche Geschichte“ rund um den geplanten Neubau sorge im Ort für Unruhe. „Wir werden schon belächelt und aufgefordert, nach Alternativen zu suchen“, berichtet Nienaber von seinen Gesprächen mit Barrier Bürgern.

Vor allem die Verkehrssituation rund um den geplanten Kreisverkehr an der Ecke Sudweyher Straße / Im Sande ist dem Ortsbürgermeister ein Dorn im Auge. Im Gespräch mit der Kreiszeitung sagte Mohrmann, dass der geplante Kreisverkehr im jetzigen Dreieck Sudweyher Straße/Im Sande zeitgleich mit dem eigentlichen Neubau erfolgen soll. „Ich würde liebend gerne einen Termin nennen, wann die ersten Bagger kommen. Aber das kann ich jetzt noch nicht.“

Edeka-Gespräch mit Bürgermeister Suse Laue steht bevor

Nach Kenntnisstand von Manfred Nienaber soll es zunächst noch ein Gespräch mit Bürgermeisterin Suse Laue geben – die allerdings weilt derzeit in Urlaub. Dass es nun wieder an dieser Stelle haken soll, „ist für mich nicht recht verständlich“, erklärt Nienaber.

Den einen Grund für das lange Warten auf den Baubeginn habe es nicht gegeben, sagt Manuel Mohrmann. „Es gab sooo viele Nebenkriegsschauplätze, die für Verzögerungen gesorgt hatten.“ Corona und der Shutdown kamen dann als i-Tüpfelchen noch obendrauf. „Wir planen jetzt mit einem Einzug im Frühjahr 2022.“

Barrier Bürgermeister beteuert Willen, Edeka-Neubau voranzubringen

Bis zu welchem Zeitpunkt die Bauarbeiten dann beginnen müssten, damit dieser Termin sicher zu halten wäre, weiß Mohrmann nicht. „Wir sind eigentlich die Steuerberater von Herrn Brahms“, erklärt er. „Für dieses Vorhaben sind wir die Schnittstelle zwischen Edeka, Hero Brahms als Investor und Torsten Stellmann als Betreiber des Supermarkts. Aber wir machen keine Baubegleitung oder gar Bauleitung.“

Der Barrier Bürgermeister hat von Manuel Mohrmann die Beteuerung bekommen, dass der feste Wille bestehe, dieses Objekt voranzubringen. „Und das glaube ich ihm auch“, betont Nienaber. „Die haben schon so viel investiert.“ Die Enttäuschung aber überwiege derzeit bei ihm und seinen Ratskollegen. Wegen Edeka, aber auch wegen des Wartens auf den Kreisel. Nienaber: „Wir wollen unsere Schulwegsicherung haben.“

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