Pläne für Erweiterung sind beschlussreif

Edeka in Barrien: Alle Probleme geklärt – mal wieder

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So soll der neue Edeka-Markt in Barrien aussehen. Dieses Gebäude würde auf dem rückwärtigen Teil des Grundstücks entstehen.

Barrien - Von Michael Walter. Alle Probleme geklärt, alle Beteiligten geben grünes Licht. – Mehr als vier Jahre ist es her, dass die Kreiszeitung diese Nachricht mit Bezug auf die Erweiterung des Edeka-Markts in Barrien meldete. Ostern 2016 hätte die Eröffnung sein sollen. Doch noch immer existiert der neue Markt an der Sudweyher Straße nur auf dem Papier. Jetzt melden alle Beteiligten erneut: Alle Probleme geklärt.

Insgesamt hat die Idee der Markterweiterung schon etwa zehn Jahre auf dem Buckel. Mehrfach wurden fertige Planungen wieder über den Haufen geworfen und von vorn begonnen. Zuletzt hatte es im November vorigen Jahres im Bauausschuss des Syker Rats Applaus für das aktuelle Konzept des Investors gegeben (wir berichteten). Offen schien allein die Frage der Verkehrsanbindung. Konkret ging es um den Einmündungsbereich Sudweyher Straße / Im Sande. Das Planungsbüro hatte anstatt des ursprünglich geplanten aufgepflasterten Einmündungsbereichs einem Mini-Kreisel den Vorzug gegeben. Die Idee gefiel auch der Syker Politik.

Unbeantwortet war zu diesem Zeitpunkt die Frage, wer die Mehrkosten dafür tragen würde. Der Investor hatte sich bis dahin nur bereit erklärt, die Aufpflasterung zu bezahlen. Jetzt heißt es seitens der Stadtverwaltung: „Mit dem Vorhabenträger ist ein städtebaulicher Vertrag geschlossen worden. Die anfallenden Planungs- und Folgekosten werden vom Vorhabenträger übernommen.“ Und weiter: „Der Durchführungsvertrag ist fertiggestellt und befindet sich in der Abstimmung zwischen Investor und Stadt Syke.“

Das ist die aktuelle bauliche Situation an der Sudweyher Straße: Haupt- und Nebengebäude bilden eine „Raumkante“ zur Straße.

Auch das Planverfahren ist inzwischen praktisch abgeschlossen. Auf die öffentliche Auslegung der Pläne seien keine Anregungen oder Bedenken seitens der Einwohner eingegangen. Auch die sogenannten „Träger öffentlicher Belange“ hätten keine nennenswerten Bedenken geäußert.

Sorgen bereitet hatte der Syker Politik immer wieder die Verkehrssituation an der Sudweyher Straße. Vor allem, da morgens und mittags auf diesem Straßenabschnitt viele Kinder auf dem Weg zur beziehungsweise von der Grundschule unterwegs sind. Der Investor hatte daraufhin sein Verkehrsgutachten aus dem Jahr 2011 noch einmal aktualisieren lassen.

Und so soll es nach dem Umbau aussehen. Die „Raumkante“ bleibt damit erhalten.

Das Ergebnis in Kurzform: Einerseits dürfte die Markterweiterung zu einem Drittel mehr Autos führen. Heißt: In Spitzenzeiten rollen pro Minute vier Autos aufs oder vom Gelände. Andererseits wird dieser zusätzliche Verkehr durch die geplante zweite Zu- und Abfahrt entzerrt. Radfahrer sind vor allem vor Schulbeginn und nach Schulschluss unterwegs, und dann meistens pulkweise. Den Rest des Tages über ist die Menge eher übersichtlich.

Das Gutachten empfiehlt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zusätzlich zum erwähnten Mini-Kreisel eine stellenweise Verbreiterung der Gehwege und das Anlegen von Querungshilfen.

Obwohl der Planentwurf beschlussreif ist, steht er heute trotzdem nicht auf der Tagesordnung des Syker Rats. Grund: Weil die Stadtverwaltung die Beschlussvorlage letzte Woche erst unmittelbar vor der Sitzung des Bauausschusses vorgelegt hatte, hatte sich der Ausschuss geweigert, darüber zu beraten. Das muss jetzt bis nach der Sommerpause warten.

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