Pech mit dem fünften Hache-Film: Anlieger zog sein Interview zurück

„DVDs können wir in die Tonne treten“

Enttäuscht: Filmemacher Horst Kipp. - Foto: Husmann

Syke - Von Heinz Büntemeyer. Es sollte ein schöner Filmsonnabend im Museum werden. Daraus wurde leider nichts. Aber der Reihe nach.

Auf dem Plan stand der fünfte Film über die Hache. Sechs Teile sind angedacht. Zahlreiche Besucher waren voller Vorfreude. Die meisten von ihnen kannten die bereits gezeigten vier Etappen. Jetzt sollte das Teilstück zwischen Barrien und Barrien-Bülten gezeigt werden.

Unter der Leitung von Horst Kipp hatte die Arbeitsgemeinschaft „Heimat und Film“ mit Karl Menzel, Bernd Warneke, Dieter von Husen und der Sprecherin Uschi Müller diesen Film gedreht. Zahlreiche Gespräche mit Zeitzeugen, Anliegern, Naturschützern, Politikern und Mitarbeitern der Verwaltung hatten sie geführt und, so Kipp, „jeden Meter Hache zu Fuß erwandert“.

Die bisherigen vier Teile hatten die Zuschauer begeistert. Warum nicht auch der fünfte?

Den ersten Dämpfer erhielt Kipp Freitagnachmittag. Ein Mann, den die Gruppe zu dem Film interviewt hatte, erklärte ihm telefonisch, sein Beitrag sei aus dem Film zu entfernen. Kipp setzte sich an den Schneidetisch und nahm bis in die frühen Morgenstunden die Veränderungen vor.

Damit noch nicht genug. Die Folge war, dass es auch keine DVDs zu diesem Film geben würde. „Die können wir jetzt alle in die Tonne treten“, schimpfte er.

Die Besucher waren aufgebracht und bezeichneten die Forderung des Hache-Anliegers als frech, unverschämt und dreist.

Der Film lief an, die Musik untermalte die wunderschönen Aufnahmen am Ufer, im Fluss und an den Wasserbauanlagen, aber die Erläuterungen und Kommentare blieben unverständlich.

Also fuhr Kipp nach Haus, um eine Filmkopie zu holen. Museumsleiter Dr. Ralf Vogeding lud die Gäste ein, sich die Wartezeit mit kostenlosem Genuss von Kaffee, Tee und Kuchen zu vertreiben.

Der Ersatzfilm zeigte aber die gleichen Schwächen, weil die Tonspur im Vorführgerät defekt war. Die Vorführung wurde abgebrochen, obgleich es unter den Besuchern auch einige gab, die zufrieden gewesen wären, wenn sie den Film ohne Ton hätten sehen können, aber „das wäre doch nur ein halber Genuss“, war die Meinung der Mehrheit.

Vogeding versprach einen neuen Termin und eine erneute Einladung.

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