Modernes Orchester Syke feiert 25-jähriges Bestehen

Drei Stunden Musikgenuss

Das Moderne Orchester des TuS Syke nahm buchstäblich spielend die gesamte Theaterbühne in Beschlag. - Foto: Heinfried Husmann

Syke - Von Anika Bokelmann. Von Australien über Frankreich nach Russland, mit einem Abstecher ins Auenland – eine musikalische Reise mit viel Abwechslung erlebten die Besucher, als die Musiker des Modernen Orchesters des TuS Syke am Sonnabend ihr 25-jähriges Jubiläum feierten. Gemeinsam mit ihren Gästen warfen die Männer und Frauen im Syker Theater mit Stücken aus dem vergangenen Vierteljahrhundert einen Blick zurück.

Gewohnheitsgemäß eröffnete die Musikfabrik, die Nachwuchsgruppe des Modernen Orchesters, das Herbstkonzert im nahezu ausverkauften Theatersaal. Unter der Leitung von Sabine Rosenbrock brachten sie mit Michael Sweeneys „Celtic Air and Dance“ keltische Folklore mit melodiös berührenden Klängen in die Hachestadt. Der Orchesternachwuchs erntete auch für die leidenschaftliche Darbietung der Jurassic-Park-Musik sowie Lady Gagas Hit „Born this way“ reichlich Applaus.

Anschließend nahmen die 53 Musiker des Modernen Orchesters auf der Bühne Platz. Diese war in Anbetracht des Anlasses mit silbernen Noten geschmückt. „Heute abend spielen wir ein Wunschkonzert mit Stücken, die uns selbst lieb sind. Dieses Geschenk machen sich die Musiker“, sagte Petra Raue, die die Moderation übernommen hatte und zu jedem Musikstück eine Erklärung gab.

Während des dreistündigen Musikgenusses lauschten Jung und Alt mal orientalischen Tönen in Jacob de Haans „Ross Roy“, mal klassischen Stücken wie der „Huckleberry-Finn-Suite“ von Franco Cesarini. Nach dem längsten und wohl auch anspruchsvollsten Stück wurde es in der Pause im Theaterfoyer voll. Dort fanden die Besucher neben Erfrischungen eine Spendenbox. „Unser Xylofon ist nicht mehr ganz neu“, formulierte Petra Raue ihre Bitte um Spenden.

Ferner wurde deutlich, dass die Akteure an diesem Abend nichts dem Zufall überlassen hatten. Die Dekoration im Foyer war an das musikalische Programm angelehnt: Neben einem Darsteller als Huckleberry Finn gab es kleine Fische als Salzgebäck – das Lieblingsessen des Drachen aus „Drachenzähmen leichtgemacht“. Im zweiten Teil des Abends folgten Filmmusiken aus Der Hobbit und ein Medley mit Liedern von Phil Collins und Deep Purple.

Petra Raue blickte auch auf die musikalische Geschichte Sykes zurück: Das Moderne Orchester des Turn- und Sportvereins entstand aus einer Aufspaltung des Blasorchesters, als man sich nicht mehr über die Musikstile einig war. Und weil anfangs noch Musiker fehlten, schlossen sich Sabine Rosenbrock, die seit 1992 als Dirigentin dabei ist, und ihre Musiker mit dem Orchester aus Wilhelmshaven zusammen.

Bis heute kommen Mitglieder aus Syke, Bremen, Göttingen, Bassum und anderen Ort in Niedersachsen mit ihren Instrumenten für die Proben im Avacon-Gebäude zusammen. „Eine gemischte Gruppe mit einem starken Geist der Zusammengehörigkeit“, beschrieb Petra Raue das Orchester.

Zum Jubiläum gratulierten abschließend Sigrun Steinmetz als TuS-Vorsitzende sowie Edith Heckmann im Namen der Stadt Syke. Als Zugabe gab das Moderne Orchester einen Ausblick auf das Jahreskonzert 2019. Dieses soll unter dem Titel „Adel verpflichtet“ stehen und daher spielte die Gruppe Queens „Don’t stop me now“.

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