Nordischnet verlängert Vermarktungsphase der „schwarzen Flecken“ bis Ende Juni

Drei Monate mehr Zeit für die Glasfaser

Sind optimistisch, dass es was wird mit flächendeckend Glasfaser in Syke: Der Gebietsleiter Niedersachsen von GVG Glasfaser Andreas Niehaus, und Bürgermeisterin Suse Laue.
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Sind optimistisch, dass es was wird mit flächendeckend Glasfaser in Syke: Der Gebietsleiter Niedersachsen von GVG Glasfaser Andreas Niehaus, und Bürgermeisterin Suse Laue.

Syke – So wirklich überraschend kam das jetzt nicht: Nordischnet hat die Vermarktungsphase für die „schwarzen Flecken“ in Syke noch einmal verlängert. Wer bis Ende Juni einen Vertrag mit dem Glasfaser-Anbieter abschließt, bekommt den Hausanschluss umsonst.

Nordischnet und GVG Glasfaser sind die Partner des Landkreises Diepholz beim Glasfaserausbau im Kreisgebiet. Nordischnet ist die Marke, GVG Glasfaser ist das Betreiberunternehmen, das dahinter steckt. Der Landkreis hatte den Ausbau mit schnellem Internet in den bis dahin unterversorgten Bereichen seines Gebiets selbst in die Hand genommen (wir berichteten). Die Vermarktung dieser „weißen Flecken“ auf der Internet-Landkarte gilt seit etwa einem Jahr als abgeschlossen. Seitdem wirbt Nordischnet in den „schwarzen Flecken“ – also in den Gebieten, die aktuell Internet mit mehr als 30 Mbit/sek haben.

Anders als bei den weißen Flecken, gibt es für den Anschluss der schwarzen Flecken keine Fördermittel. Nordischnet ist also darauf angewiesen, in diesen Gebieten vorab genügend Kunden zu akquirieren, damit das Unternehmen den Ausbau eigenwirtschaftlich leisten kann. Diese Akquise-Phase wäre eigentlich am 31. März ausgelaufen. Jetzt ist sie aber doch nochmal um drei Monate verlängert worden.

Corona ist schuld, erklärt Andreas Niehaus, der Gebietsleiter Niedersachsen bei GVG Glasfaser. „Wir konnten keine persönlichen Beratungen machen und unser Laden an der Schlossweide war über Monate geschlossen. Glasfaser ist aber ein beratungsintensives Produkt. Die Menschen wollen wissen, was sie bekommen und was das bedeutet. Und das erklärt man ihnen am besten im persönlichen Gespräch.“ Während des Lockdowns war aber nur Telefonmarketing möglich. Und somit hat Nordischnet das selbstgesteckte Ziel von einer 40prozentigen Vermarktungsquote nicht erreicht.

„Das ist überhaupt kein Beinbruch“, sagt Niehaus. „Wir wissen ja, woran es liegt.“ Und er ist sich sehr sicher, die angestrebte Quote bis Ende Juni zu erreichen. „In allen anderen Gemeinden hat es ja auch geklappt.“

Die inzwischen veralteten Plakate, die im Stadtgebiet noch Ende März als Deadline propagieren, werden in den nächsten Tagen durch neue ersetzt. Und die Kundenberater von Nordischnet seien schon wieder fleißig unterwegs, sagt Niehaus.

„In Pandemiezeiten sind wir natürlich an klare Regeln gebunden. Was die Bundesregierung jetzt versucht, per Gesetz durchzudrücken, machen wir bereits freiwillig. Wir testen alle unsere Mitarbeiter regelmäßig. Um sie selbst zu schützen und um die Kunden zu schützen.“

Niehaus weiter: „Wir sind der einzige Glasfaseranbieter, der in Syke flächendeckend ausbauen möchte. In Stuhr und Weyhe haben wir Wettbewerber. Syke ist die letzte Gemeinde im Landkreis, in der wir alleiniger Anbieter sind.“

Auch Bürgermeisterin Suse Laue rührt kräftig die Werbetrommel für Nordischnet. Aus Überzeugung. Durch viele Online-Konferenzen und virtuelle Sitzungen weiß sie besser als ihr lieb ist, wie wichtig leistungsfähige Internetanschlüsse sind. „Es gibt Ratsmitglieder, die können nur an Sitzungen teilnehmen, wenn alle anderen die Kameras abschalten. Sonst packt deren Anschluss das nicht.“

Andreas Niehaus hat übrigens ausdrücklich auch Mieter im Blick. „Ich kenne keinen Fall, in dem es zum Knatsch gekommen wäre, weil ein Mieter Glasfaser haben wollte und der Vermieter gesagt hätte: Ich will das nicht“, sagt er. „Den Gebäudeeigentümer kostet der Hausanschluss ja nichts.“ Jedenfalls nicht bis zum 30. Juni.

Von Michael Walter

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