Drei Länder, ein Gedanke: Auf gute Freundschaft!

Syke begeht Sportleraustausch mit La Chartre und Wabrzezno

+
Auf die Freundschaft (v.r.): Bürgermeisterin Suse Laue empfing Ulrike Stoever (DFFK), Régis Breton und Monika Gaignon vom französischen Komitee aus La Chartre und den DFFK-Vorsitzenden Eberhard Schierenbeck im Rathaus.

Syke - Von Frank Jaursch. Es ging rund am Wochenende in Syke: Räder wurden in Bewegung gesetzt, Kugeln gefühlvoll geworfen, Bälle geschossen, geschmettert und geblockt.

Dass die Organisatoren gestern von der internationalen Sportbegegnung als einer „richtig runden Sache“ sprachen, dürfte wenig überraschen. Schließlich feierte der Deutsch-französisch Freundeskreis (DFFK) auch noch einen runden Geburtstag: Ihn gibt es seit 30 Jahren.

Vierzehnter Austausch

Der Besuch der mehr als 70 Aktiven aus dem französischen La Chartre-sur-le-Loir und dem knappen Dutzend Gäste aus der polnischen Partnerstadt Wabrzezno stand offenbar unter einem guten Stern. Rechtzeitig zur Ankunft am Himmelfahrtstag hatte sich das Syker Wetter von seiner sommerlichsten Seite gezeigt – und die sportlichen Vergleiche mit freundlichem Sonnenschein begleitet.

Am Freitagabend kamen Gastgeber und Gäste zu einem lockeren Empfang im Ratssaal zusammen. Unter ihnen war auch Régis Breton, Präsident des französischen Partnerschafts-Komitees. Er betonte das große Interesse der französischen Seite, den Austausch und die Freundschaft auch künftig aufrechtzuerhalten. Bereits zum 14. Mal fand der sportliche Austausch in Syke statt – kein Wunder also, dass die Zeiten gegenseitiger Vorbehalte längst vorbei sind. „Wenn es Vorurteile gab, die die schon lange ausgeräumt. Wir denken jetzt nur an die Zukunft“, betonte Breton.

Abklatschen vor dem Spiel: Die Teams aus Wabrzezno und von der HSG Phönix Syke begrüßen sich in bester Laune. Nur eine von vielen internatonalen Begegnungen am Wochenende.

Ein Blick in die Vergangenheit war aber am Freitag doch möglich – und sogar erwünscht: In einer kleinen Ausstellung im Foyer des Rathauses lässt der DFFK die vergangenen drei Jahrzehnte auf vier Stellwänden noch einmal aufleben.

Auch Bürgermeisterin Suse Laue hob im Ratssaal das gemeinsam Erlebte in den Vordergrund. Man begegne sich „wie eine große europäische Familie“, betonte sie.

Sport als Vehikel für Verständigung der Nachbarn

Am Samstag stand bei aller Freundschaft der sportliche Erfolg im Mittelpunkt. Dabei erwiesen sich die deutschen Gastgeber als durchaus harte Brocken: Im Handball blieb die HSG Phönix das Maß aller Dinge, und auch auf dem Fußballplatz stellten die deutschen Kicker ihre Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis.

Ganz so ernst nahmen die Teams bei allem Ehrgeiz das Kräftemessen doch nicht: Da wurde bei mancher Auswechslung auch schon mal der Kader aus dem Nachbarland aufgefüllt.

Eberhard Schierenbeck sieht in der gelungenen Sportbegegnung ein Beweis dafür, wie sehr der Sport als Vehikel für die Verständigung dienen kann. „Ins Verstehen kommen, etwas gemeinsam machen – das geht beim Sport eben am leichtesten.“

Mit besonderer Freude nahm Schierenbeck schließlich zur Kenntnis, dass auch der Nachwuchs mit an Bord war: So mancher Jugendliche erkundigte sich vor dem Abschied, ob man nicht auch mal privat zum Urlaub hierkommen könnte. „Besser“, findet Eberhard Schierenbeck, „kann man das nicht machen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Einweihungsfeier der neuen Dorfstraße in Neddenaverbergen

Einweihungsfeier der neuen Dorfstraße in Neddenaverbergen

Stock-Car-Rennen in Martfeld

Stock-Car-Rennen in Martfeld

Einsatz in Marseille: Auto rast in Bushaltestellen

Einsatz in Marseille: Auto rast in Bushaltestellen

Barnstorfer Ballonfahrer-Festival mit Happy End

Barnstorfer Ballonfahrer-Festival mit Happy End

Meistgelesene Artikel

Barnstorfer Ballon-Fahrer-Festival: Happy End am Himmelszelt

Barnstorfer Ballon-Fahrer-Festival: Happy End am Himmelszelt

Ballon-Fahrer-Festival: Fantastische Aussichten nicht nur in der Luft

Ballon-Fahrer-Festival: Fantastische Aussichten nicht nur in der Luft

55. Dümmerbrand in Hüde: Feuerwerk mit besonderem Charme

55. Dümmerbrand in Hüde: Feuerwerk mit besonderem Charme

Viel Wein – und sehr viel Regen

Viel Wein – und sehr viel Regen

Kommentare