Drei Dörfer – ein Dach: Gödestorf, Osterholz und Schnepke feiern DGH-Einweihung

Ein Traum aus Engagement und Beharrlichkeit

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Die symbolische Schlüsselübergabe vor dem schmucken neuen Dorfgemeinschaftshaus mit (v.l.) Jens Steinbüchel, Stefan Schütte, Ulrike Schröder, Suse Laue, Andreas Schmidt, Kurt Wilhelm und Hartmut Specht.

Gödestorf - Von Heiner Büntemeyer. Vielen Einwohnern der Ortsteile Gödestorf, Osterholz und Schnepke, die am Sonnabend nicht an der Einweihung des neuen Dorfzentrums teilnehmen konnten, werden die Ohren geklungen haben: In allen Redebeiträgen wurde das überaus große Engagement der Mitglieder der Feuerwehr und des Sportvereins, aber auch jener Bürger gewürdigt, die keiner der Organisationen angehören und sich trotzdem an den Bauarbeiten beteiligt hatten.

„Trotz einiger Unkenrufe ist das Haus jetzt fertig geworden“, erklärte Bürgermeisterin Suse Laue und erinnerte damit an die lange Planungsphase, die auch geänderte Förderungsrichtlinien verschuldet hätten.

4360 Stunden unentgeltlicher Arbeit hätten die Freiwilligen bei Bau geleistet. „So wie es ist, wäre es sonst nicht geworden“, erklärte die Bürgermeisterin, die dem Vorsitzenden des Sportvereins, Kurt Wilhelm, und dem Ortsbrandmeister Jens Steinbüchel die Hausschlüssel überreichte. „Als Syker Bürgermeisterin und als Schnepker Bürgerin freue ich mich, dieses Haus jetzt offiziell übergeben zu können.“

„Ein Traum ist für uns in Erfüllung gegangen“, freute sich Kurt Wilhelm. Auch Ortsbrandmeister Jens Steinbüchel verhehlte seine Freude nicht, als er die Einweihung des Hauses als ein Ereignis bezeichnete, „das die Ortsfeuerwehr Gödestorf für die Zukunft prägen wird“.

In 15 Jahren habe man sich mit neun Planentwürfen beschäftigt. Bis zum ersten Spatenstich 2014 sei noch einmal „eine gefühlte halbe Ewigkeit“ vergangen, so Steinbüchel. Bei den freiwilligen Arbeitsleistungen habe es eine enge Kooperation zwischen Feuerwehr und Sportverein gegeben. „Es war schwierig, doch es hat sich gelohnt. Wir haben es geschafft!“ Mit dem Neubau sei ein Dorfmittelpunkt geschaffen worden, erklärte Wilhelm. Ähnlich äußerte sich die stellvertretende Landrätin Ulrike Schröder: „Drei Dörfer – ein Team und drei Dörfer – ein Dach“. Es mache Spaß, in Dörfer zu kommen, in der ein solche Gemeinschaft herrsche und so viel Ehrenamtliche bereit waren, die viele Arbeit auf sich zu nehmen.

Es sei ein schönes, modernes Gebäude entstanden, erklärte Ortsbürgermeister Andreas Schmidt. Ihm sei wichtig, dass Feuerwehr und Sportverein hier eine angemessene Bleibe gefunden hätten, die als Begegnungsstätte den neuen Ortsmittelpunkt bilde. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Hartmut Specht gratulierte zum Neubau, der in der Feuerwehr sicher neue Motivation schaffe.

Stadtbrandmeister Stefan Schütte lobte die Arbeit der Planungsgruppe, in der alle Teilnehmer sehr kompromissbereit waren. „So etwas ist leider kein Selbstverständlichkeit“, erklärte er.

Im Anschluss an die Feier überzeugten sich die Gäste bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten von der großzügigen Aufteilung der insgesamt 1247 Quadratmeter großen Nutzfläche und schmunzelten über den Hinweis: „Bitte klopft eure Fußballschuhe nicht an der neuen Wand ab“. Die Feuerwehr präsentierte ihre Fahrzeuge und Geräte und hatte, ebenso wie der Sportverein, Stellwände mit Zeitungsartikeln und Fotos gestaltet. Auch die Schützenvereine stellten sich vor und luden zum Schießen an einer Laseranlage ein.

Anschließend zeigten die Sportler einen Querschnitt durch die sportlichen Angebote des Vereins. Der Kindergarten „Grashüpfer“ hatte eine Cafeteria eingerichtet, und abends bat das Team von „Final Sound“ zur großen Einweihungsparty.

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