Hunde lernen das Miteinander

„DogsUp“: Herr Meier und seine bellenden Freunde

+
Betreuerin Svenja Berning entspannt gemeinsam mit Paula (links) und Herrn Meier.

Barrien - Herr Meier ist heute frech und laut. Wenn es nicht so läuft, wie er sich das vorstellt, macht er seinem Unmut mitunter Luft. „Typisch, aber das wird schon “, sagt Markus Wolf und lächelt. Wolf und Herr Meier kennen sich, sind gute Freunde seit Eröffnung des Hotels und der Tagesstätte für Hunde „DogsUp“ in Barrien.

Herr Meier, der Schäferhund, ist seitdem Dauergast, Herr Wolf leitet den Hunde-Hort im Handwerkerhof. „DogsUp“ (Hunde vor) ist zurzeit mehr Tagesstätte als Hotel. Das Hotel-Angebot mit Übernachtungen will Wolf wegen der besseren Überschaubarkeit von momentan zehn auf fünf Hunde maximal zurückschrauben.

„Wir nehmen Hunde einen Tag, aber auch mehrere Wochen“, erklärt der Geschäftsführer von „DogsUp“. Bei Übernachtungen schläft ein Betreuer im Haus.

In der Tagesstätte logieren 15 Hunde, vom kleinen Beagle bis hin zum großen Labrador – und alle haben Namen. Herrn Meier kennen wir ja schon. Da wären dann auch Manfred, der schwarze Mittelschnauzer, Paula, die weiße Labradorhündin, Schoko der braune Vizsla, Coffee, der weiße Mischling, und Jack, ein schwarzer Mischling.

Galgo Espanol mit Markus Wolf.

Elegant bewegt sich zwischen der Hundegruppe ein hellbrauner Galgo Espanol, ein muskulöser, schlanker Jagdhund. „Wenn der anzieht, gibt es kein Halten mehr“, betont Wolf.

Lernen „wie bei den Menschen“

Die Hunde lernen in der Gruppe offenkundig das Miteinander. „Wie bei den Menschen“, so der Geschäftsführer.

Wenn Frauchen und Herrchen ihre treuen und aufgeregten Lieblinge abgegeben haben, erschnuppern die sich ihre neue Umgebung. „Sie werden von den anderen Hunden eingeführt und so kehrt schnell Ruhe ein“, erklärt Svenja Berning.

Der Tag läuft nach Plan. Die meisten Hunde haben zuhause gegessen. In der Tagesstätte stehen am Vormittag Spaß und Animation auf dem Programm. In diesen heißen Tagen geht es dann schon mal in den kühlen Pool. Im klimatisierten Haus sind die Temperaturen angenehm. Durch eine Hundetür können die Vierbeiner zum Auslauf oder Spielen aber auch nach draußen auf eingezäunte Areale.

Auf Action folgt Ruhe

Nach Animation und Spaß ist Ruhe angesagt. Zwei bis drei Stunden. Manche schlafen, andere dösen. „Hunde brauchen an sich am Tag 18 Stunden Ruhe“, sagt Markus Wolf, der eine Ausbildung zum Diensthundeführer bei der Bundeswehr absolviert und eine eigene Hundeschule geführt hat. Sein Hobby ist die Begleithund- und Schutzdienstausbildung.

Unruhe kommt im „DogsUp“ auf, wenn Frauchen und Herrchen Herrn Meier, Jack, Paula und Co. abholen. Dann seien die Hunde aber auch total erledigt, weil „sie bei uns so richtig hündisch sprechen können“, wie der Betreiber das Animations- und Integrationsprogramm nennt.

Das Gros seiner Klienten sind Stammkunden. Werden auch Hunde abgelehnt? „Ja, aber selten“, betont Wolf. „Wir haben auch Welpen hier“, erklärt Wolf. Wenn die regelmäßig kämen, könne man sie in der Gruppe bestens sozialisieren. Der klimatisierte Großraum, der mit Mobiliar wie ein Wohnzimmer aussieht, ist zurzeit ein beliebter Raum. Niemand kläfft. „Alle sind tiefenentspannt“, erklärt Betreuerin Svenja Berning. 

vog

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Ford Focus im Test: Aller guten Dinge sind vier

Ford Focus im Test: Aller guten Dinge sind vier

Essen für Kinder selbst gemacht

Essen für Kinder selbst gemacht

Dramatische Bilder: Autobahnbrücke in Genua eingestürzt

Dramatische Bilder: Autobahnbrücke in Genua eingestürzt

Verletzte bei mutmaßlichem Terroranschlag in London

Verletzte bei mutmaßlichem Terroranschlag in London

Meistgelesene Artikel

„Großes Bahnhofsfest“: Spaß für Leute jeden Alters

„Großes Bahnhofsfest“: Spaß für Leute jeden Alters

Stadtfest mit „Streetfood-Circus“ erfolgreich gestartet

Stadtfest mit „Streetfood-Circus“ erfolgreich gestartet

Brand an der B6: Zahlreiche Autofahrer benachrichtigen Einsatzkräfte

Brand an der B6: Zahlreiche Autofahrer benachrichtigen Einsatzkräfte

Kinder haben vermehrt Probleme beim Fahrradfahren

Kinder haben vermehrt Probleme beim Fahrradfahren

Kommentare