Pläne zum Neubaugebiet Nördlich Am Goldberg

Barrier sind skeptisch: „Diese Zufahrt kann nicht funktionieren“

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Hier soll's langgehen: Zwischen den Häusern der Anwohner der Bremer Straße führt die geplante Zuwegung ins Neubaugebiet Nördlich Am Goldberg. Dafür soll unter anderem mindestens eine mehr als 100 Jahre alte Linde (rechts im Bild) weichen. 

Barrien - Von Frank Jaursch. Wenn heute der Barrier und der Gesseler Ortsrat gemeinsam in öffentlicher Sitzung tagen (ab 19  Uhr, Altes Rathaus), dürfte es beim Thema „B-Plan Nördlich Am Goldberg“ ortsübergreifenden Gesprächsbedarf geben.

Das Planungs-Procedere ist in vollem Gang, der Bauausschuss hat eine positive Beschlussempfehlung für den Stadtrat formuliert.

In der Einwohnerfragestunde dieser Ausschusssitzung wurde bereits deutlich, dass einige Anwohner der Bremer Straße dem Vorhaben mit einer gewissen Skepsis gegenüberstehen. Ihre Sorge: Der zu erwartende Verkehr überfordere die geplante Zuwegung von der Bremer Straße.

„Diese Zufahrt kann nicht funktionieren“, sagt etwa Karl-Heinz Henke. Frank Mitlehner ist davon überzeugt, dass der weit überwiegende Teil des Verkehrs künftig über die Bremer Straße laufen wird – und nicht über die zweite Zuwegung von der Straße Zur Siemerei.

Donnerstagabend Ortsratssitzung

Zudem befürchten Anwohner, dass, sobald die Planstraße erst mal fertig ist, viele Autofahrer diesen Weg als Abkürzung zur bisherigen Streckenführung über Am Goldberg nutzen könnten. „Wie soll das alles aufgenommen werden?“, fragt Henke. Er fühlt sich in der Planung mit seinen Bedenken nicht ausreichend beachtet – wie viele andere Anwohner auch.

Die derzeitige Planung sieht eine durchgehende Planstraße und vier Stichwege vor, um das Erreichen der gut 30 Bauplätze zu gewährleisten. Um eine ausreichende Straßenbreite zu gewährleisten, soll mindestens eine der alten Linden – nach bisherigen Plänen sind es sogar zwei – entfernt werden: ein weiterer Punkt, der für Unmut sorgt.

„Da werden alte Bäume einfach abgeholzt, aus wirtschaftlichen Gründen“, moniert eine Anwohnerin. Das Ortsbild würde ohnehin schon genug leiden durch das neue Vorhaben.

„Da hinten laufen Rehe!“ Mitten im Gespräch deutet Mitlehner in Richtung künftiges Baugebiet. Die Waldbewohner sind regelmäßige Gäste in dem Bereich. Noch.

Der drohende Verlust von Lebensqualität ist ein Faktor – der Ausblick auf ein Neubaugebiet strahlt eben nicht das gleiche Idyll aus wie Schalenwild.

Doch die Anwohner wissen, dass der Bereich im Flächennutzungsplan als Wohngebiet ausgewiesen ist. Einen Anspruch auf gute Aussicht haben sie nicht. Sie hoffen aber darauf, in den Ortsräten mit ihren Bedenken auf offene Ohren zu stoßen.

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