GTS 2001 bietet Skat-AG an / Kooperation mit dem Bremer Skatverband

Diese komplizierte Sache mit den Buben

Die Skat-AG der GTS 2001 hat noch ein bisschen mit den „Basics“ zu kämpfen: Welchen Wert haben die einzelnen Farben? Und wie geht das mit den Buben und dem Reizen? - Foto: Heinfried Husmann

Syke - Von Michael Walter. „Skat? Was ist das denn?“ – Es ist noch gar nicht so lange her, da wäre diese Frage in Norddeutschland undenkbar gewesen. Das Spiel mit den 32 Karten war quasi Volkssport. In jeder Kneipe wurde Skat gekloppt, und an den Schulen haben sich zumindest die älteren Jahrgänge damit in so mancher Pause die Zeit vertrieben. Und auch in so manch langweiliger Französisch-Stunde, wie der Autor dieser Zeilen bestätigen kann.

Und heute? Ist Skat für Kinder und Jugendliche fast ausnahmslos ein Fremdwort. Drei gestandene Männer wollen das ändern. Der Syker Turnierspieler Nils Günther, Johannes Fiedlschuster und Dieter Schwarzwälder vom Bremer Skatverband. Sie bieten seit April eine Skat-AG an der GTS 2001 an.

Eine neue AG zum Ende des Schuljahrs? Das ist ungewöhnlich. „Die Herren sind auf uns zugekommen“, sagt die verantwortliche Lehrerin Simone Treunert. „Da wir für Neues immer aufgeschlossen sind und sich auch genügend Kinder gemeldet hatten, haben wir gesagt: Versuchen wir's einfach.“ Um die 30 Kinder aus den fünften und sechsten Klassen sind daraufhin probeweise aus ihren alten AGs in die neue gewechselt. Längst nicht alle sind geblieben. Aber genügend, dass für die GTS feststeht: Im nächsten Schuljahr bietet sie diese AG erneut an.

Das größte Problem für die Kinder ist, überhaupt erstmal anzufangen. Um zu bestimmen, wer das Spiel macht, muss man rausfinden, wer die besten Karten auf der Hand hat. Dazu muss man ein bisschen rechnen, und dafür muss man vorher wieder ein bisschen was auswendig lernen. Welche Grundwerte die einzelnen Farben haben, vor allem. Und das muss man dann Malnehmen. Womit? Das hängt wieder davon ab, wieviele Buben man auf der Hand hat. Und welche. Oder welche nicht. Je nachdem.

Kompliziert? Die Gesichter der Kinder sprechen Bände. Die Skat-Experten geben sich alle Mühe, das zu erklären. Das Grundverständnis der Kinder ist aber noch stark ausbaufähig.

Fabio (11) raucht nach dem ersten Spiel geradezu der Kopf. Trotzdem strahlt er. „Das ist eigentlich total cool.“ Seine Mitspieler Josua und Jamie (beide 12) sehen das genauso.

Ob sie dabei bleiben? Die drei Skat-Experten würden sich freuen. Denn sie hoffen langfristig auf neue Turnierspieler. Schwarzwälder: „Der Nachwuchs fehlt an allen Ecken.“

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