Schneise der Zerstörung

Sturm entwurzelt Bäume in Syke und Weyhe – Feuerwehr auch am Samstag im Einsatz

Am Freitagabend zogen Sturmböen und Starkregen über Weyhe und Syke. Die Freiwillige Feuerwehr musste gestürzte Bäume von Dächern und Straßen räumen. Auch am Samstag waren die Kameraden im Einsatz.

  • Schwere Sturmschäden in Syke und Weyhe Feuerwehr im Einsatz.
  • Nur schmaler Streifen von Starkregen und Sturmböen getroffen.
  • Baum stürzt auf Kreismuseum Syke – Dach massiv beschädigt.

Update vom 23. August, 15.30 Uhr: Nach dem Unwetter wurden am Samstag wurden bei Tageslicht weitere Einsatzstellen in Syke sichtbar. Gegen 7.30 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Gessel-Ristedt in die Syker Straße gerufen. Mehre Bäume waren auf einem öffentlichen Seitenweg zum Liegen gekommen, einige drohten noch zu fallen.. Anschließend musste die Ortsfeuerwehr Syke zu vier weiteren Lagen ausrücken.

Feuerwehr Syke: Schulhof der Realschule abgesperrt

Um 8.35 Uhr fuhren die Einsatzkräfte zur Schloßweide (ZOB Syke). Ein Baum war auf ein Buswartehäuschen gestürzt. Der Bereich wurde abgesperrt. Um 8.50 Uhr ging es weiter in die Berliner Straße. Ein großer Ast war aus einem Baum gebrochen und blockierte den Gehweg. Der Ast wurde mit Hilfe einer Motorkettensäge entfernt. Da der Ast ein Auto beschädigt hatte, wurde die Polizei hinzugezogen. Um 10.15 Uhr gab es einen Einsatz an der La-Chartre-Straße. Auf dem Gelände des Schulzentrums waren mehrere Bäume umgestürzt beziehungsweise Äste abgebrochen, die herunterzufallen drohten. Mehrere Wege und der Schulhof der Realschule wurden deshalb abgesperrt.

Um 13.20 Uhr ging es für die Kameraden in die Bergstraße (Waldstadion). Zwei Bäume waren auf einen Forstwirtschaftsweg gestürzt, zwei weitere drohten ebenfalls zu stürzen. Die Stelle wurde abgesperrt, um eine weitere Gefahr für Personen zu vermeiden. Die Bäume werden durch den zuständigen Forstbetrieb entfernt.

Aufwendige Einsätze für die Syker Feuerwehr

Der aufwendigste Einsatz war am Kreismuseum in Syke, aber auch bei zwei weiteren Einsätzen hatte die Feuerwehr gut zu tun. Zwischen der B6 und dem Feuerwehrhaus Syke auf der L340 waren mehrere große Bäume auf die Straße gefallen und blockierten den Weg sowohl für den privaten Straßenverkehr, als auch alle Einsatzkräfte, die vom Syker Feuerwehrhaus ausrücken wollten. Deshalb wurde auch diesem Einsatz eine hohe Priorität zugeteilt. Einsatzkräfte aus drei Ortsfeuerwehren sowie der Bauhof kümmerten sich um die Räumung der Straße.

Einen sehr personal- und zeitaufwendigen Einsatz übernahm die Ortsfeuerwehr Barrien, als sie in die Straße Krusenberg gerufen wurde. Dort war ein Baum auf ein Wohnhaus gefallen. Durch einen Bruch im Wurzelbereich kippte der Baum auf das Dach und beschädigte es schwer. Die Einsatzkräfte kontrollierten den Dachstuhl von innen und trugen den Baum dann Stück für Stück ab. Menschen wurden nicht verletzt.

Feuerwehr Weyhe auch am Samstag wegen Sturmschäden im Einsatz

Auch in Weyhe ging es am Samstagmorgen gegen 6 Uhr für die Feuerwehr weiter. Es wurden Einsatzstellen gemeldet, die in der Nacht nicht erkennbar waren. Nach und nach wurden die Ortsfeuerwehren alarmiert, so dass zur Mittagszeit bereits wieder 4 Ortsfeuerwehren im Einsatz waren, um Sturmschäden zu beseitigen. Gegen 16 Uhr waren die letzten Einsätze abgearbeitet. Insgesamt mussten über 60 Einsatzstellen von den Einsatzkräften bewältigt werden.

Update vom 23. August, 6.35 Uhr: Die Freiwillige Feuerwehr Weyhe war auch am Samstag unterwegs, um Sturmschäden zu beseitigen. Ab 6:00 Uhr morgens „wurden Einsatzstellen gemeldet, die in der Nacht nicht erkennbar waren“, schreibt die Pressestelle der Feuerwehr. Insgesamt waren am Samstag vier Weyher Ortsfeuerwehren im Einsatz, die bis 16 Uhr im Einsatz waren.

Ursprüngliche Meldung vom 22. August: Landkreis Diepholz - Um halb Acht am Freitagabend, 21. August zogen Starkregen und Sturmböen über Syke und Weyhe. In einem schmalen Gebiet wurde „massive Zerstörung“ angerichtet, so Steffen Wohlers, Pressesprecher der Feuerwehr Weyhe. Die Sturmschneise hat auch in Syke schwere Schäden verursacht. Ein Baum stürzte auf das Kreismuseum Syke. Die Freiwillige Feuerwehr Syke musste diesen mit Kettensägen räumen und das Dach reparieren.

Sturmböen und Starkregen in Syke: Baum stürzt auf Gebäude des Kreismuseums

Um 19:30 Uhr am 21. August registrierte die Feuerwehrleitstelle in Diepholz den ersten Notruf aus dem Syker Stadtkern. Auch in Barrien und Gessel-Riststedt mussten daraufhin Bäume von Straßen und Dächern geräumt werden. Wegen des hohen Einsatzaufkommens wurde kurz darauf die Einsatz-Leitung-Ort der Stadt Syke hinzugerufen, die alle Einsätze des Abends koordinieren und so die Diepholzer Leitstelle entlasten sollte. Um 20:45 Uhr wurden mit einem Stadtalarm alle neun Ortsfeuerwehren der Stadt Syke aktiviert.

Besonders schwer waren die Arbeiten am Kreismuseum Syke. Ein Baum war auf einen Gebäudeteil gestürzt und hatte diesen laut Angaben der Freiwilligen Feuerwehr Syke massiv zerstört, sodass Regen in den Verwaltungstrakt des Museums gelangen konnte. Der Baum musste mit Kettensägen geräumt werden. Das Dach wurde notdürftig repariert. Dabei wurde die Feuerwehr vom Technischen Hilfswerk unterstützt. Torben Schmitt, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Syke sagte am Samstagmorgen, dass es bei dem Unwetter nicht zu Personenschäden kam. Insgesamt gab es in Syke mehr als 30 Einsätze, gegen 22:00 Uhr beruhigte sich die Lage, am Morgen mussten die Syker Feuerwehren noch vereinzelt ausrücken.

Unwetterchaos entwurzelt dicke Eiche in Weyhe-Lahausen

Die Nachbargemeinde Weyhe wurde vom Unwetter ebenfalls stark getroffen. Genauso wie in Syke beschränkten sich die Sturmschäden auf einen schmalen Streifen. Starkregen und Sturmböen sorgten auch hier für umgestürzte Bäume. Hier sind Freitag und Samstag weit mehr als 60 Einsätze gefahren worden.

In Lahausen stürzte nach Starkregen mehrere Bäume. Anwohner helfen bei der Räumung.

Die Freiwillige Feuerwehr Weyhe und Helfer der Gemeinde Weyhe (Bauhof und Polizei) waren am Freitagabend im Einsatz, um die Schäden des schweren Unwetters im Landkreis Diepholz zu beseitigen. Zwar wurde nur ein schmaler Streifen in der Gemeinde bei Bremen getroffen, doch dort haben die Sturmböen „eine massive Zerstörung“ angerichtet, so Steffen Wohlers, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Weyhe. In Weyhe war die Feuerwehr bis spät nachts aktiv, einige Einsätze dauerten bis 1:30 Uhr.

Innerhalb von ca. 5 Minuten ereignete sich im Zentrum von Weyhe durch starken Regen und massiven Wind ein Bild der Zerstörung.

Freiwillige Feuerwehr Weyhe

Die Einsätze der Weyher Feuerwehr konzentrierten sich auf die Stadtteile Kirchweyhe, Sudweyhe und vor allem Lahausen. Dort mussten die meisten Schäden beseitigt werden. Wie auch in Syke wurde die Einsatzleitung Ort aktiviert, die alle Einsätze aus dem Feuerwehrhaus Leeste heraus organisierte.

Innerhalb der Region haben einige Bewohner von der Zerstörung gar nichts mitbekommen. Auf Facebook teilte der Weyher Marcus Grosser Bilder von umgestürzten und entwurzelten Bäumen im westlichen Weyhe-Lahausen. Anwohner im Bereich Bruchweg berichten von einer schweren Eiche, die entwurzelt wurde. Menschen aus der Nachbargemeinde Stuhr und dem westlichen Bremen haben selbst vom Unwetter kaum etwas mitbekommen, nur etwas Regen hätte es dort gegeben.

Rubriklistenbild: © Köhnken

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