Feuerwehr erklärt Vorgehensweise während der Sturmeinsätze

Die kommen doch wieder – oder?

Gefahr erkannt – Gefahr gebannt! Das muss in den allermeisten Fällen das Arbeitsprinzip der Feuerwehr bleiben. Für Aufräumen und Kosmetik sind andere zuständig.
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Gefahr erkannt – Gefahr gebannt! Das muss in den allermeisten Fällen das Arbeitsprinzip der Feuerwehr bleiben. Für Aufräumen und Kosmetik sind andere zuständig.

Syke – Die Feuerwehr ist in erster Linie für die Gefahrenabwehr da. Wenn keine Gefahr mehr besteht, haben die Einsatzkräfte ihren Job erledigt und für alles Weitere sind andere zuständig. Darauf weist Pressesprecher Torben Schmidt jetzt im Rückblick auf die vielen Sturmschäden vom Wochenende hin.

„Warum machen Sie denn hier nichts?“ – Mit dieser Frage seien seine Kameraden häufig während der Sturmeinsätze konfrontiert worden. Auch einen anderen Satz hätten sie oft gehört: „Die kommen bestimmt später wieder.“ Und zwar bevorzugt dann, wenn die Feuerwehrleute an einem Ort nicht in dem Maße tätig geworden sind, wie es sich die Anwohner vielleicht vorgestellt hatten.

„Meistens ging es dabei um umgestürzte oder abgebrochene Bäume und Äste“, sagt Schmidt. „Nicht immer wurden die Bäume dann komplett zersägt und beispielsweise im Straßenseitenraum abgelegt. Teilweise sperrten die Einsatzkräfte den betroffenen Bereich lediglich ab und fuhren dann den nächsten Einsatzort an.“

Auf viele mag das „sicherlich erst einmal befremdlich“ gewirkt haben, räumt Schmidt ein. Doch er betont: Das hatte alles seine Richtigkeit.

Aufgabe der Feuerwehren sei die Gefahrenabwehr, erklärt Schmidt. „Aber nicht bei jedem Schadensereignis ist Gefahr im Verzug. Wenn die Feuerwehr da nicht tätig wird, entsteht kein weiterer Schaden für Personen, Sachwerte, oder die Umwelt“, zitiert er die Dienstvorschriften. „Besteht die Gefahr allerdings weiterhin, etwa wenn ein Baum auf ein Haus gefallen ist oder zu fallen droht, wird die Feuerwehr natürlich sofort tätig.“

Bestes Beispiel aus der Sturmlage vom Wochenende seien da die blockierten Rettungswege für Krankenwagen, Polizei und Feuerwehr. „Gibt es keine Möglichkeit, ohne nennenswerte Umwege alle Anwohner einer blockierten Straße zu erreichen, muss das Hindernis sofort entfernt werden“, sagt Schmidt. „Ist das Hindernis allerdings in den Straßenseitenraum gefallen und behindert oder gefährdet niemanden, ist das kein akuter Einsatz für die Gefahrenabwehrorganisation Feuerwehr. Die Gefahr wird durch die Absperrung räumlich begrenzt und kenntlich gemacht. Um die Beseitigung kümmern sich dann der Bauhof und gegebenenfalls private Unternehmen.“ Angesicht der Vielzahl der Schäden durch das Unwetter sei es aber wahrscheinlich, dass das einige Zeit dauern werde.

Und noch einen Hinweis will Torben Schmidt loswerden: „Sturmschäden auf Privatgrundstücken sind keine Aufgabe der Feuerwehr, wenn keine Gefahr dadurch entstanden ist. Etwa wenn ein Baum umgekippt ist und nun einfach auf dem Rasen liegt.

„Wir hoffen, dass wir vielen Menschen damit deutlich machen können, warum die Feuerwehr manchmal anders vorgeht, als es in der Bevölkerung teilweise angenommen wird“, so Torben Schmidt abschließend.

Von Michael Walter

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