Jenseits der Weihnachtsgans

Die Festessen Syker Profi-Köche: Norddeutsches Gemüse küsst asiatische Aromen

Ute Meyer führt das Hotel Steimker Hof und steht dort auch selbst regelmäßig in der Küche.
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Ute Meyer führt das Hotel Steimker Hof und steht dort auch selbst regelmäßig in der Küche.

Was essen wir eigentlich zu Weihnachten? – Das ist eine Frage, die aktuell in vielen Haushalten diskutiert werden dürfte. Die norddeutsch-klassische Antwort lautet: Heiligabend gibt’s Bockwurst mit Kartoffelsalat, am ersten Feiertag Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen und am zweiten wahlweise die Reste oder eine Wärmflasche auf den Bauch. Wir wollten jetzt wissen: Welche Alternativen gibt es jenseits dieses eingefahrenen Weges? Dazu haben wir Syker Profi-Köche gefragt.

Syke – Ute Meyer vom Hotel Steimker Hof empfiehlt ein Currygericht mit eindeutig norddeutschem Einschlag. Na gut: Streng genommen ist es ein Kichererbsen-Curry. Der Clou dabei ist aber die Kombination mit Lauch, Steckrübe und Grünkohl. „Norddeutsches Gemüse küsst asiatische Aromen“, bringt Ute Meyer die Idee dahinter auf den Punkt.

Kichererbsen-Curry: Kichererbsen sollten über Nacht einweichen

Die Zubereitung ist zwar mit ein paar Vorbereitungen verbunden, aber sonst ziemlich einfach. Auch wer nur gelegentlich am Herd steht, braucht keine Angst zu haben. Die Kichererbsen brauchen am längsten: Die sollten in einer Schüssel mit kaltem Wasser über Nacht quellen. Am nächsten Tag abgießen und mit frischem Wasser zum Kochen bringen und zugedeckt bei schwacher Hitze etwa anderthalb Stunden köcheln lassen.

Fertig angerichtet: Norddeutsches Gemüse küsst asiatische Aromen.

Und derweil geht’s ans Schnibbeln: Vom Lauch die Wurzel und die welken Teile abschneiden. Den Lauch der Länge nach aufschneiden und gründlich waschen. „Auch zwischen den Schichten“, gibt Ute Meyer den entscheidenden Hinweis gegen ein sandiges Erlebnis.

Den Lauch in Streifen schneiden. Die Steckrübe schälen und kleine Würfel schneiden. Den Grünkohl waschen und die Blätter vom Stiel abstreifen oder schneiden und grob hacken. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Vom Knoblauch nimmt Ute Meyer gerne reichlich. „Knoblauch passt eigentlich überall, außer in der Sahnetorte“, findet sie.

Experten-Empfehlung: Chili vor dem Kochen kosten, um Schärfe gut dosieren zu können.

Scharf mag sie’s auch sehr gerne. Deshalb schneidet sie die Chilis mitsamt den Kernen. Wer’s bei scharfem Essen mit dem Kreislauf kriegt, sollte das vielleicht nicht tun. Und weil Chili nicht gleich Chili ist, empfiehlt die Expertin, im Zweifelsfall ein kleines Stückchen zu probieren, um einen Eindruck zu bekommen: Ist diese Sorte jetzt scharf, extrem scharf oder teuflisch scharf?

Der eigentliche Kochvorgang ist dann – wie gesagt – recht einfach: Das Öl in einem Topf erhitzen. Knoblauch, Ingwer, Chili und die gemahlenen Gewürze einrühren und bei schwacher Hitze unter Rühren etwa zwei Minuten anbraten. Tomatenmark dazugeben und ebenfalls kurz mit anbraten – Tomatisieren sagt man auch – dann die Gemüse untermischen. Mit der Brühe und der Kokosmilch aufgießen. Die Kichererbsen abgießen und untermischen, alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schon im Werden sieht das Curry ziemlich lecker aus.

Das war’s im Prinzip auch schon. Das Gemüse muss jetzt nur noch zugedeckt bei schwacher Hitze garen. In zehn Minuten ist es bissfest. Wer’s weicher mag, lässt es eben länger kochen. Mit dem Zitronensaft abschmecken. Den Koriander waschen und trocken schütteln, die Blättchen abzupfen und hacken. Erst kurz vor dem Servieren auf das Curry streuen. Fertig!

Zutaten

Kichererbsen-Curry mit Lauch, Steckrübe und Grünkohl (4 Personen)

200 g getrockn. Kichererbsen

1 dicke Stange Lauch

1 Steckrübe (etwa 300 g)

300 g Grünkohl

4 Knoblauchzehen

1 Stück Ingwer (etwa 4 cm)

2 rote Chilischoten

2 EL Öl

2 TL gemahl. Kreuzkümmel

2 TL Koriander

2 TL Kurkuma

½ TL Zimtpulver

½ TL Senfpulver

1 EL Tomatenmark

300 ml Gemüsebrühe

250 g Kokosmilch

Salz, Pfeffer

1 EL Zitronensaft

Koriander zum Bestreuen

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