Zufahrt ins Baugebiet noch immer unklar

Der Weg ist das Ziel

Das Baugebiet Westlich der Kieler Straße soll von der Sudweyher Straße aus erschlossen werden. Die spannende Frage: Kommt die erforderliche Sondergenehmigung noch rechtzeitig zur Ratssitzung? Grafik: Stadt Syke, Google Maps; Montage: mwa
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Das Baugebiet Westlich der Kieler Straße soll von der Sudweyher Straße aus erschlossen werden. Die spannende Frage: Kommt die erforderliche Sondergenehmigung noch rechtzeitig zur Ratssitzung? Grafik: Stadt Syke, Google Maps; Montage: mwa

Syke – Das Baugebiet Westlich Kieler Straße ist schon fünf Jahre in der Planung. Am Donnerstag könnte der Rat der Stadt die Satzung beschließen und es damit endgültig auf den Weg bringen. Die spannende Frage ist jedoch: Kommt bis dahin noch die erforderliche Sondergenehmigung von der Straßenbaubehörde in Nienburg? Denn ohne die kann der Rat nicht beschließen.

Und er müsste das Thema ein weiteres Mal vertagen.

Es geht darum, wie der Baustellenverkehr in das Gebiet kommen soll. Der logische (weil einfachste) Weg wäre: über die Sudweyher Straße. Das ist aber eine Landesstraße und damit außerhalb der Hoheit der Syker Stadtverwaltung. Und weil eine Baustellenzufahrt außerhalb der geschlossenen Ortschaft abzweigen würde, hatte die zuständige Landesbehörde in Nienburg zunächst ihre Genehmigung verweigert.

Über Kieler Straße und Husumer Weg wäre eine Baustellenzufahrt zwar auf dem Papier möglich, nicht aber in der Realität. Denn die entscheidende Stelle ist dort so eng, dass die Baustellenfahrzeuge buchstäblich nicht die Kurve kriegen würden.

Eine zweite Alternative könnte aus Richtung Moorheide über die Lübecker Straße führen. Auch da ist es allerdings extrem eng, Pflanzbeete und Bäume müssten entfernt und hinterher neu angelegt werden. Außerdem waren die Anwohner auf die Barrikaden gegangen, weil sie an ihren Häusern Schäden durch die Vibrationen der schweren Baustellenfahrzeuge befürchten. Umfangreiche Beweissicherungsverfahren wären erforderlich, sollte der Baustellenverkehr durch diese Straße führen. Das kostet Geld, das kostet Zeit – und eigentlich möchte das niemand.

Zuletzt hatte die Behörde in Nienburg zugesagt, der Stadt eine Ausnahmegenehmigung für eine Zufahrt von der Sudweyher Straße aus zu erteilen. Bloß: Die liegt noch nicht vor. Und wenn sie bis Donnerstag nicht auf dem Tisch liegt, würde der Rat über ein Baugebiet entscheiden, von dem er noch nicht wüsste, ob es überhaupt erschlossen werden kann.

Selbst wenn dieses Thema wieder von der Tagesordnung fliegen sollte: Zu entscheiden hat der Rat genug. Das Themenspektrum reicht von der Nutzung innerstädtischer Werbetafeln durch die Werbegemeinschaft über den Verkauf von knapp 1600 Quadratmetern stadteigener Fläche im Baugebiet Nördlich Moorheide bis zur Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Osterholzer Geestrand. Das ist beim Gasthaus Hillmann – da, wo der Reit- und Fahrverein Okel gerade sein neues Zuhause baut. Und auch ob der Free Ride Club Friedeholz im Gewerbegebiet ein Grundstück für einen Biker-Park bekommt, entscheidet der Rat auf dieser Sitzung.

Der Rat tagt dieses Mal nicht virtuell, sondern sozusagen live und in Farbe im Dorfgemeinschaftshaus in Heiligenfelde. Der öffentliche Teil der Sitzung beginnt um 19 Uhr, und es sind Zuschauer zugelassen. Zwar nur zehn, da Corona noch immer nicht vorbei ist, aber immerhin. Wer dabei sein möchte, muss sich bei der Stadtverwaltung anmelden. Das ist noch bis Donnerstag um 12 Uhr möglich. Während der Sitzung gilt für alle Maskenpflicht.

Anmeldung

04242 / 164-655

Von Michael Walter

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