Neue Statue am Eingang zum Europa-Garten im Hachepark / Ein Jahr Vorbereitung

Der lange Ritt nach Syke

Mirsad Herenda enthüllt seine Statue am Europa-Garten. Sie zeigt eine Szene aus der griechischen Mythologie: Die Entführung der phönizischen Prinzessin Europa durch den Göttervater Zeus, der sie in Gestalt eines Stiers auf seinem Rücken übers Meer nach Kreta getragen haben soll.
+
Mirsad Herenda enthüllt seine Statue am Europa-Garten. Sie zeigt eine Szene aus der griechischen Mythologie: Die Entführung der phönizischen Prinzessin Europa durch den Göttervater Zeus, der sie in Gestalt eines Stiers auf seinem Rücken übers Meer nach Kreta getragen haben soll.

Syke – Im Damensitz reitet Europa vom Parkplatz der Kreissparkasse auf den Hachepark zu – auf dem Weg in ihren eigenen Garten ist sie sozusagen nur noch eine Straßenüberquerung vom Ziel entfernt. Künstler, Sponsoren und Vertreter der Europa-Union enthüllten am Donnerstag die neue Statue an der Straße Zum Hachepark.

„Wir wollten noch etwas, das zusätzlich auf den Europa-Garten hinweist“, sagt Gerhard Thiel von der Europa-Union. Der Europa-Garten soll ein sichtbares Symbol sein für die Gründung der Europa-Union 1946 in Syke. Gemeinsam mit Syker Künstlern hatte Thiel diese Idee vor 15 Jahren in die Tat umgesetzt und seitdem begleitet.

Die neue Europa-Statue hätte eigentlich am 9. Mai eingeweiht werden sollen. Beim Europa-Tag. Mit einem Festakt. „Das hat dank Corona nicht geklappt“, sagt Thiel. Und deshalb gab’s jetzt eine formlosere Enthüllung.

Geschaffen hat die Statue Mirsad Herenda. „Ich bin zwar im früheren Jugoslawien geboren, aber ich bin ein überzeugter Europäer“, sagt der heute in Bremen lebende Künstler.

Bei der Suche nach dem passenden künstlerischen Ausdruck hat ihm die Syker Künstler-Ikone Fritz Vehring geholfen. Gemeinsam haben sie über Herendas Skizzen gebrütet und sie anschließend in Ton modelliert. Die eigentliche Statue ist dann in einer Gießerei in Worpswede entstanden. Kein Guss in einem Stück, sondern in mehreren Teilen, die Herenda anschließend zusammengeschweißt und schließlich mit Blattgold überzogen hat. Etwa ein Jahr hat es vom Auftrag bis zur Enthüllung gedauert.

Der Sockel wirkt auf den ersten Blick des laienhaften Auges vielleicht etwas überdimensioniert. „Aber es gibt da keine reine Lehre“, sagt Fritz Vehring. „Es gibt Wahrnehmungsphänomene. Und dieses hier haben wir experimentell erprobt.“ Heißt übersetzt: Passt schon!

Der Sockel hat ebenfalls eine eigene Geschichte: Er ist aus demselben Ziegelstein, aus dem auch alle anderen Mauerwerke im Europa-Garten sind. Die kommen aus der inzwischen geschlossenen Ziegelei Wehrmann in Weyhe. Deren letzter Inhaber Heinz-Hermann Meyer erzählt: „Die Formen sind an eine Ziegelei in Friesland verkauft worden. Mit dem Besitzer bin ich befreundet. Und auf meine Bitte hin hat er die Ziegel für diesen Sockel jetzt als Miniauflage gebrannt.“

Europatag am 9. Mai

www.europa-union.de

Von Michael Walter

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Schwerer Zusammenprall auf der Bundesstraße 61 bei Heerde

Schwerer Zusammenprall auf der Bundesstraße 61 bei Heerde

Schwerer Zusammenprall auf der Bundesstraße 61 bei Heerde
Mann bedroht Frauen mit Schusswaffe – das SEK greift nach Stunden ein

Mann bedroht Frauen mit Schusswaffe – das SEK greift nach Stunden ein

Mann bedroht Frauen mit Schusswaffe – das SEK greift nach Stunden ein
Kater legt 250 Kilometer vom Harz nach Bassum zurück

Kater legt 250 Kilometer vom Harz nach Bassum zurück

Kater legt 250 Kilometer vom Harz nach Bassum zurück
Zirkusfamilie Köhler eröffnet Hüpfburgpark in Sulingen-Gaue zugunsten der Tiere

Zirkusfamilie Köhler eröffnet Hüpfburgpark in Sulingen-Gaue zugunsten der Tiere

Zirkusfamilie Köhler eröffnet Hüpfburgpark in Sulingen-Gaue zugunsten der Tiere

Kommentare