Daten für alle – kostenlos und schnell 

Landkreis startet neue Website und großes „Open Data“-Portal

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Landrat Cord Bockhop (rechts) und Fachbereichsleiter Hartmut Albers stellen den neuen Internetauftritt des Landkreises sowie das neue „Open Data“-Portal vor.

Landkreis  Diepholz - Von Katharina Schmidt. Der Landkreis Diepholz hat seinen Internetauftritt aufgefrischt. Die Website ist nun übersichtlicher und moderner. Doch die entscheidenden Veränderungen sind nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Zum einen können sich Nutzer die Inhalte jetzt in 20 Sprachen übersetzen oder von einer Computerstimme vorlesen lassen. Zum anderen ist die Seite an vielen Stellen mit einem neuen „Open Data“-Portal verknüpft.

Open Data ist englisch und bedeutet „offene Daten“. Der Begriff beschreibt Dateien, die jeder kostenlos und ohne Einschränkung über das Internet nutzen, verbreiten und weiterverwenden darf. Der Landkreis Diepholz zum Beispiel stellt Einwohner- und Schülerzahlen, die Standorte von Biogasanlagen oder auch Seniorenangebote unter der Adresse www.daten.diepholz.de zur Verfügung. Momentan sind 25 Datensätze abrufbar.

All diese Daten waren zuvor kein Geheimnis – wer sie haben wollte, musste aber extra bei der Verwaltung nachfragen. Jetzt sind die Tabellen mit nur wenigen Klicks aufrufbar. Und nicht nur das: In dem Portal kann sie sich jeder als Diagramm oder auf einer Karte darstellen lassen. Nutzer können sich die Daten auf Gemeindeebene anschauen, einzelne Kommunen vergleichen und Entwicklungen verfolgen. Was sie interessiert, können sie in den Vordergrund stellen, alles andere ausblenden.

„Open Data“-Portal in Niedersachsen fast einzigartig

Ein vergleichbares „Open Data“-Portal gibt es in Niedersachsen laut Hartmut Albers, Leiter des Fachbereichs E-Government, nur ein weiteres Mal. Der Landkreis Diepholz ist also in dieser Hinsicht der zweitschnellste Kreis.

Und was kostet das Ganze? Nichts. Das Programm, das hinter dem neuen Portal steckt, ist Albers zufolge umsonst. Mitarbeiter hätten lediglich Arbeitszeit investiert, um zusätzliche Funktionen wie die Karten und Diagramme einzurichten. „Die Visualisierung gibt es nicht von der Stange“, erklärt er.

Der Pflegeaufwand des Portals geht gegen Null. Die offenen Datensätze sind direkt mit den Originaltabellen auf den Computern in den Rathäusern und Kreisverwaltungen verknüpft. Registriert jemand eine neue Biogasanlage, taucht sie automatisch auch im „Open Data“-Portal auf. „Personenbezogene Daten und andere schützenwerte Daten bleiben natürlich sicher“, betont Landrat Cord Bockhop.

Ob das neue Portal und die neue Website so lange überleben wie der alte Internetauftritt, muss sich erst noch zeigen.

Dieser war neun Jahre online. In all der Zeit am häufigsten angeklickt wurde die Funktion, mit der Nutzer ein Kfz-Wunschkennzeichen finden und reservieren können.

www.diepholz.de

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