Neues Löschfahrzeug für Barrier Ortswehr: Moderne Technik für mehr Schlagkraft

„Das Optimale herausgeholt“

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Kleiner Schlüssel, große Bedeutung: Der Barrier Ortsbrandmeister Jens Seifert (l.) freut sich über die offizielle Übergabe des neuen Löschfahrzeugs durch Bürgermeisterin Suse Laue und Stadtbrandmeister Stefan Schütte.

Barrien - Von Heiner Büntemeyer. Fast drei Jahrzehnte hatte das alte LF 8 der Ortsfeuerwehr Barrien auf dem Buckel – nun hat die neue Löschfahrzeug-Generation mit pneumatischem Lichtmast mit LED-Beleuchtung und Rückfahrkamera den Platz im Fuhrpark der Barrier Wehr eingenommen. Am Wochenende wurde das neue Fahrzeug offiziell übergeben.

„Es ist uns bewusst, dass dieses Fahrzeug mit Steuergeldern bezahlt wurde“, erklärte der Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Barrien, Jens Seifert. Er hatte aus den Händen von Bürgermeisterin Suse Laue und Stadtbrandmeister Stefan Schütte den Fahrzeugschlüssel des neuen Daimler-LF 10 AF mit Magirus-Aufbau erhalten – und reichte ihn anschließend an Gerätewart Thomas Wührmann weiter.

Wie Stadtbrandmeister Stefan Schütte berichtete, hatte das Stadtkommando schon 2013 dem Wunsch der Barrier Wehr nach einem Fahrzeugwechsel zugestimmt. Nachdem der Rat 225.000 Euro für den Kauf eines neuen Fahrzeuges bereitgestellt hatte, begannen die Planungen. Eine Arbeitsgruppe aus Barrier Feuerwehrleuten übernahm es, ein Konzept für den Aufbau zu erarbeiten. Immerhin musste darin Platz für mehr als 220 Ausrüstungsgegenstände geschaffen werden. Das gelang nur, weil sie für diese Detailplanung weitgehend freie Hand hatten. Bürgermeisterin Suse Laue lobte diese Arbeitsgruppe, die sich konsequent an die Haushaltsvorgabe gehalten und in diesem Rahmen „das Optimale herausgeholt“ habe.

So erhielt das Fahrzeug eine zeitgemäße Ausstattung mit Platz für vier Atemschutzgeräteträger, die für einen optimalen „Erstangriff“ unerlässlich sind. Der Tank fasst 1.600 Liter, die Pumpe mit automatischer Druckregelung schafft 2.550 Liter pro Minute. Ein pneumatischer Lichtmast mit LED-Beleuchtung und eine Rückfahrkamera gehören ebenfalls zur neuen Ausstattung. Zahlreiche Ausrüstungsgegenstände wurden aus dem alten Löschfahrzeug übernommen. Dazu zählen die Tragkraftspritze und „ein Haufen Messtechnik“, wie Seifert erklärte. Als „Schmankerl“ verfügt das Fahrzeug über ein Navigationssystem mit einem Zehn-Zoll-Tablet Diese Anlage hatte der Förderverein der Ortsfeuerwehr gespendet.

Mehr als 20 Fahrer wurden inzwischen in die Technik des Fahrzeuges eingewiesen, außerdem wurden alle Aktiven in der neuen Einsatztechnik geschult.

Stadtbrandmeister Schütte bedankte sich bei der Planungsgruppe, von denen einige Mitglieder sogar einen Teil ihres Urlaubs für die Planungsarbeiten geopfert hatten. „Dieses Fahrzeug steigert die Leistungsfähigkeit und die Schlagkraft der Syker Wehren“, fügte er hinzu.

Seinen ersten Einsatz hatte das Fahrzeug übrigens bereits, als Barrier Feuerwehrleute es beim Hersteller aus Ulm abholten. Auf der Rückfahrt waren sie an einer Unfallstelle vorbeigekommen, wo sie mit ihrem neuen Fahrzeug wertvolle Hilfe leisten konnten.

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