Politik will Jugend- und Kulturzentrum am Lindhof sanieren und fordert Angebote für Barrien

Darf’s vielleicht auch etwas mehr sein?

Bild oben: Das Jugendhaus am Lindhof soll saniert werden. Offen ist noch, in welchem Umfang. Die Verwaltung soll jetzt mehrere Möglichkeiten prüfen. Bild rechts: Im alten Barrier Rathaus soll es unbedingt kurzfristig Angebote der Jugendarbeit geben.
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Bild oben: Das Jugendhaus am Lindhof soll saniert werden. Offen ist noch, in welchem Umfang. Die Verwaltung soll jetzt mehrere Möglichkeiten prüfen. Bild rechts: Im alten Barrier Rathaus soll es unbedingt kurzfristig Angebote der Jugendarbeit geben.

Syke – Die Syker Politik ist durchaus bereit, viel Geld in die Sanierung des Jugend- und Kulturzentrums am Lindhof zu stecken. Das wurde am Mittwochabend im Ausschuss für Generationen deutlich. Der billigte einstimmig einen Vorschlag der Verwaltung, dafür 100 000 Euro im Haushalt für 2021 bereitzustellen – und vielleicht sogar noch viel mehr.

Der Hintergrund: Seit 2018 ist das Obergeschoss des Jugendhauses komplett gesperrt. Damals hatte eine Routine-Inspektion ergeben, dass für das Obergeschoss lediglich eine Nutzung als Wohnung ausgewiesen ist. Einfach eine Nutzungsänderung zu beantragen, wäre keine Lösung gewesen, denn die hätte die Stadt vom Landkreis nicht genehmigt bekommen. Zuvor hätte sie massiv in eine Verbesserung des Brandschutzes investieren müssen.

Der Rat der Stadt entschied damals, die Beratung so lange auszusetzen, bis die Stadt einen Stadtjugendpfleger eingestellt hätte und dessen Konzept ergeben würde, dass das Gebäude am Lindhof komplett für die Jugendarbeit gebraucht werde.

Jetzt hat die Stadt einen Jugendpfleger. Und das Konzept von Abdelhafid Catruat sagt: Das Jugendhaus wird komplett benötigt. Infolge dessen hat die Verwaltung nun einen Vorschlag zum Umbau des Obergeschosses erarbeitet.

Fachbereichsleiterin Claudia Prößler und Erster Stadtrat Thomas Kuchem erklärten: Dieser Umbau wäre keine komplette Sanierung des Obergeschosses, sondern eher eine Ertüchtigung des Brandschutzes. Hinterher könnten die Räume dort für maximal zwölf Personen gleichzeitig genutzt werden. Eine „richtige“ Sanierung werde deutlich teurer. Claudia Prößler sprach von 150- bis 200 000 Euro.

Jürgen Schmock (FWG), machte sich dafür stark, das Gebäude „vernünftig“ zu renovieren. „Oben sanieren und unten nicht wäre ja Quatsch! Wir müssen über eine Gesamtsanierung reden mit zeitgemäßer Ausstattung und moderner Technik.“ Zumal der Verein Rund ums Syker Rathaus gerade den Spieker am Jugendhaus restauriert habe. Der könne genauso für kleinere Gruppen genutzt werden, und im Obergeschoss könnten dann andere Angebote erfolgen.

Am Ende lautete der einstimmige Beschluss: Die 100 000 Euro für die „kleine“ Sanierung des Obergeschosses werden im Haushalt für 2021 bereitgestellt, aber mit einem Sperrvermerk. Die Verwaltung soll kurzfristig die Kosten für eine „große“ Sanierung des Obergeschosses ermitteln und zusätzlich die Kosten für eine Sanierung des gesamten Gebäudes. Liegen diese Zahlen vor, will der Ausschuss das Thema weiter beraten.

Ebenfalls einstimmig gab der Ausschuss einen Arbeitsauftrag an die Verwaltung: Mit den vorhandenen personellen Mitteln zu ermöglichen, dass die Jugendarbeit sofort Angebote in Barrien machen kann. Selbst wenn dafür das Jugendhaus am Lindhof einen Tag in der Woche schließen müsste.

Anders als von Jugendpfleger Catruat ursprünglich beabsichtigt, gibt es in Barrien bisher keine Angebote. Im alten Rathaus an der B 6 ist zwar immerhin ein Raum so hergerichtet worden, dass er als offener Treff auch unter Corona-Bedingungen genutzt werden könnte. Aber es fehlt das Personal. Claudia Prößler: „Wir haben drei Personen für die Jugendarbeit in Syke. Wir bräuchten aber fünf.“ Und: „Wenn zwei krank sind und einer Urlaub hat, kann ich das nicht auffangen.“

Von Michael Walter

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