Dankeschön und Tschüss und so

Realschulabsolventen aus Syke feierlich entlassen

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115 Absolventen verließen am Freitag die Realschule. Der größte Teil von ihnen wird weiterhin zur Schule gehen, hauptsächlich aufs berufliche Gymnasium. Lediglich etwas mehr als ein Dutzend beginnt nach den Ferien eine Berufsausbildung.

Syke - Von Michael Walter. Nächstes Jahr muss sich die Realschule was einfallen lassen: Wie schon in der Vergangenheit, prägten am Freitag musikalische Beiträge der Schüler die Feier zur Entlassung des Abschlussjahrgangs. Der größte Teil der dabei „führenden Köpfe“ gehörte aber selbst zu den Absolventen – und steht bei der nächsten Feier nicht mehr zur Verfügung.

Insgesamt 115 Absolventen verabschiedete Schulleiter Rolf Rosenwinkel im Forum der Realschule. 67 davon haben den erweiterten Realschulabschluss erworben, der zum Besuch des Gymnasiums berechtigt. 48 verlassen die Schule mit dem „normalen“ Realschulabschluss. Ein gutes Dutzend beginnt eine Ausbildung, der große Rest wird in der einen oder anderen Form weiter zur Schule gehen.

„Wichtig ist, dass ihr glücklich seid mit der Entscheidung, die ihr getroffen habt“, gaben ihnen ihre Mitschüler aus dem achten Jahrgang mit auf den Weg.

Pastor Christian Kopp sprach in seinem Grußwort von einem Schwellentag: „Was Altes ist vorbei und das Neue hat noch nicht begonnen.“ Er wünschte dem Abschlussjahrgang den nötigen inneren Frieden, um mit den Veränderungen, die nun kommen, umzugehen. Und er lobte: „Es sieht so aus, als hättet ihr hier nicht bloß Lerninhalte, sondern auch Herzensbildung erhalten.“

Elternsprecherin Christiane Lutterbach: „Wahrscheinlich konnte nicht jeder alles zeigen, was in ihm steckt. Glaubt mir: Es wird immer wieder Gelegenheiten dazu geben. Ich wünsche euch nur das Beste!“

Das Grußwort der Stadtverwaltung sprach in Vertretung von Bürgermeisterin Suse Laue die für Schulen zuständige Fachbereichsleiterin Claudia Prößler.

Hohen Wiedererkennungswert hatten augenscheinlich die Momente, die die Klassenlehrer des zehnten Jahrgangs in ihrem Sketch skizzierten. In das Szenario – die Vorbereitung auf eine Gruppenarbeit in Biologie – verwoben die Lehrer etliche Stilblüten und Schülerzitate, die im abgelaufenen Schuljahr für Gesprächsstoff gesorgt hatten. Ob das nun mehr oder weniger kreative Versuche betrifft, den Unterricht zu verkürzen oder Dialoge wie diesen: „Boah, ich merk das Bensemanns noch ganz schön vom Wochenende.“ – „War ich auch da? Kann mich nicht erinnern.“ Oder Aufgaben im Unterricht, bei denen nur die halbe Fragestellung den Weg durch die Aufmerksamkeitsbarriere gefunden hat: „Partei im Bundestag, drei Buchstaben, weiße Schrift auf rotem Grund. Wer könnte das sein?“ – „KIK?“ Legendär auch die Entgegnung eines Schülers auf einen lehrkörperlichen Hinweis zur bevorstehenden Klassenfahrt, dass Rauchen, Alkohol und Drogen automatisch zur sofortigen Rückfahrt auf eigene Rechnung führen: „Was kost’n das?“

Immer wieder gern genommen: Das Fotoquiz, bei dem es gilt Kinderfotos von Lehrern die richtigen Namen zuzuordnen. Eine todsichere Methode dabei: So lange den gleichen Namen reinzurufen, bis irgendwann tatsächlich das Bild dieser Person erscheint. Hat auch diesmal wieder geklappt und für Lacher gesorgt.

Tradition an der Realschule ist, dass der Abschlussjahrgang nach der Zeugnisübergabe selbst den Schlusspunkt auf der Bühne setzt. Diesmal hatten sich die Zehntklässler dafür das Stück „Diese Tage“ von Kris und Dante Thomas ausgesucht und den Text passend zum Anlass an der einen oder anderen Stelle etwas umgeschrieben. Und so machten sie aus der Hook-Line „Play my music in the sun“ das, was sie Lehrern, Eltern und Mitschülern an dieser Stelle mitgeben wollten: Ein herzliches 115-stimmiges „Dankeschön und Tschüss und so.“ Der Applaus am Ende war der Beweis: Die Botschaft ist angekommen.

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