Dagmar Winkler und Hilda Kieseritzky stellen in der Kreissparkasse aus

Monolog, Dialog, Trialog

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Zum Dialog gebeten von Dieter Wignanek: Links Dagmar Winkler, daneben Hilda Kieseritzky.

Syke - Von Dagmar Voss. Klare Striche und sich kreuzende Linien, nebulöse Formen auf Leinwänden und Objekte mit Fäden. Grafiken und Bilder, die zum genaueren Hinsehen und Meditieren einladen. Diese breite Palette von Ausdrucksformen bietet sich den Betrachtern seit Donnerstagabend in der Eingangshalle der Kreissparkasse Syke mit den Werken von Dagmar Winkler und Hilda Kieseritzky.

Zur Vernissage hatte der Verein Kunst in der Provinz eingeladen, der in Kooperation mit der KSK seit einigen Jahren die Reihe Künstlerprofile präsentiert.

Gastgeber Olaf Meyer-Runnebohm regte ein Bild von Hilda Kieseritzky zum Nachdenken über den Kontrollverlust an, „mit dem wir hier auch täglich zu tun haben – da sind die Finanzmärkte widergespiegelt, bei denen wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Methoden versuchen, Stabilisation zu bewirken.“ Allerdings sah der Finanzfachmann auch die Fakten: Niemand beherrsche mehr das Gesamtgeschehen oder könne es in die richtige Richtung kriegen.

Vereinsvorsitzende Brunhild Buhre nahm in den Arbeiten der beiden Kunstschaffenden Gegensätze wahr, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. „Wobei gerade bei der Verschiedenheit der Stile und Auffassungen jeder Künstlerin sich deren höchstpersönliche Erfahrungen und Erkenntnisse sowie ihre eigene authentische Entfaltung in den Werken wieder finden.“

Dagmar Winkler lebt und arbeitet in Syke, Hilda Kieseritzky in Nienburg. Erst durch Planung und Organisation dieser Ausstellung lernten sie sich kennen, und so kam denn auch der Titel „Dialog“ zustande. Die Bilder sollen diesen Dialog führen, erkennbar durch Punkte am Rand.

Den tatsächlichen Dialog zur Vernissage leitete Laudator Dieter Wignanek vom Nienburger Kulturwerk ein, indem er – ungewöhnlich und ganz anders als sonst – die Gäste und Künstlerinnen bat, Platz zu nehmen. Ein schwarzes Sofa stand bereit für die beiden, und ein kleiner weiß-blau gepunkteter Karton mit Fragen auf Zetteln. Nach einem langen Monolog über Kunst im Allgemeinen bat Wignanek die beiden Ausstellerinnen, abwechselnd Fragen zu ziehen. Da zog Winkler zunächst: „Welche Frage wird dir als Künstlerin am häufigsten gestellt?“ Die spontane Antwort von ihr: „Wie lange malst du schon?“ Kieseritzkys Antwort war hingegen eine Betrachtung darüber, dass sie leider viel zu wenig gefragt werde. So ging es weiter mit Fragen ziehen und beantworten – ganz à la Talkshow, und die Gäste lauschten geduldig den Gedankengängen der drei im Trialog.

Die Ausstellung ist noch bis zum 27. November in der Eingangshalle der Sparkasse während der Öffnungszeiten zu sehen.

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