Fachsimpeln über Dieselsound

Okel trumpft beim Tag der Regionen auf mit Technik, die begeistert

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Viele alte Trecker gab es in Okel zu sehen.

Okel - Von Angelika Kratz. Frisch geputzt präsentierten sich am Sonntag die Traktoren auf dem ehemaligen Hof von Wilhelm Lange. Zwei Tage Arbeit hatte Enkel Hannes Früchtenicht investiert, um das Erbe von Opa Wilhelm zur Schau zu stellen: 23 grüne Trecker Marke Hanomag.

„Ich habe ihm versprochen, mich um seine Sammlung zu kümmern“, sagt Früchtenicht. Ihm macht es aber durchaus Spaß, in die Fußstapfen des Opas zu treten und den unverwechselbaren Sound der Dieselmotoren zu hören.

Kinder geraten ins Staunen

Fachsimpeln war auch auf dem benachbarten Hof Seevers mit einer weiteren Sammlung und auf der anderen Straßenseite beim Nostalgie-Museum angesagt. Gelegentlich knatterte ein gutes Stück aus der Ära der alten Landmaschinen durch die Gegend. Im Museum gab es bei leckerem selbst gebackenen Kuchen andere Fahrzeuge aus längst vergangener Zeit zu bestaunen. Jacob (4) und Johannes (6) waren ganz besonders von den Amphibienfahrzeugen begeistert. „Guck mal Oma, die konnten echt schwimmen. Und der Auspuff ist deshalb ganz oben. Und da unten ist wie bei einem Schiff der Propeller“, beobachtete das Brüderpaar die Technik ganz genau.

Auch draußen gab es genügend zum Staunen, und besonderen Eindruck machte ein echter Porsche-Traktor bei dem Nachwuchs.

Unter dem Scheunendach gab Countrymusic mit der Band Texas 45 aus Bremen die richtige atmosphärische Würze zur Bratwurst vom Grill. Applaus erhielten auch die beiden Linedancer-Gruppen Restless Liners aus Weyhe und Phönix LineDancer aus Stuhr. Genau die richtige Kulisse zur Musik, und „Okel-City“ erlebte ein ganz neues Feeling. Die Idee von Elke und Wolfgang Kaeding vom Nostalgie-Museum für einen neuen Beitrag zum Tag der Regionen ging zur Freude der vielen Besucher perfekt auf.

Unterdessen hatte Johannes aber immer noch eine dringende Frage: „Gibt es einen Dampftraktor?“, wollte der Hamburger Junge wissen. Wie gut, dass der Weg noch einmal zu Hannes Früchtenicht führte. Der erklärte Johannes , dass Dampfmaschinen in Okel zwar am Rande der Felder als Antrieb für Feldmaschinen eingesetzt wurden, aber nicht eigenständig als Traktoren fuhren.

Dem aufkommenden Hauch von Traurigkeit konnte beim nächsten Halt am Schützen- und Reiterhof entgegen gewirkt werden: Kürbisse und Kutschfahrten ließen Johannes die Dampftraktoren schnell vergessen.

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