News-Ticker zur Krise

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Behörde meldet zwölf Neu-Infektionen

Das Coronavirus grassiert auch im Landkreis Diepholz. Am Mittwochabend berichtete die Behörde von weiteren zwölf Neu-Infektionen. Aber auch die Zahl der Genesenen steigt.

  • Landkreis Diepholz: Zwölf Neu-Infektionen mit Sars-CoV-2 bestätigt
  • Agentur für Arbeit Nienburg/Verden meldet 2.900 Unternehmen mit Kurzarbeit
  • Kreisverwaltung Diepholz meldet 166 bestätigte Infektionen und drei Todesfälle


Corona-Verdacht? Bei Verdacht auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus sollten sich Bürger zunächst telefonisch an ihren Hausarzt wenden – außerhalb der Praxiszeiten über den ärztlichen Notdienst unter der zentralen Telefonnummer 116 117. Weitere Ansprechpartner gibt es in diesem Überblick für den Landkreis Diepholz.

Update, 18.15 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infizierten im Landkreis Diepholz ist auf 166 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsamt am Mittwochabend mit. Im Vergleich zum Vortag sind das zwölf Neu-Infizierte. Weitere Todesfälle gibt es nicht, die Zahl der Genesenen steigt auf 72. Durch einen Übertragungsfehler sei am Dienstag fälschlicherweise von 86 Personen berichtet worden, die ihre häusliche Quarantäne wieder verlassen konnten, heißt es.

Die derzeit mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierten Patienten verteilen sich wie folgt über den Landkreis Diepholz: 31 Fälle in der Stadt Sulingen, 29 in der Gemeinde Weyhe, 23 in der Gemeinde Stuhr, 16 in der Stadt Diepholz, 15 in der Stadt Syke, jeweils 14 in der Stadt Bassum und der Samtgemeinde Altes Amt Lemförde, neun in der Stadt Twistringen, fünf in der Samtgemeinde Barnstorf sowie zehn weitere Fälle im übrigen Landkreisgebiet.

Insgesamt 20 Patienten befinden sich laut Gesundheitsamt derzeit in stationärer Behandlung. Sieben davon müssen intensivmedizinisch betreut werden, sechs von ihnen mit Beatmung

Coronavirus im Landkreis Diepholz: AWG öffnet testweise Grünabfallsammelstelle

Update, 17.50 Uhr: Viele Osterfeuer sind wegen der Corona-Krise abgesagt worden. Gleichzeitig haben die Menschen oft mehr Zeit zuhause und richten den Garten für den Frühling her. Zur Zeit ist das eine schwierige Kombination, denn: Die Menge an Grünabfall nimmt zu und die Sammelstellen sind oft aufgrund des Coronavirus geschlossen.

Die AWG Bassum hat nun verkündet, die Grünabfallsammelstelle am kommenden Samstag testweise zu öffnen. Es gelten strenge Vorsichtsmaßnahmen, das Kontaktverbot ist einzuhalten und die Polizei wird die Öffnung überwachen. Sollte es zu Schwierigkeiten kommen, behält sich die AWG vor, die Grünabfallsammelstelle vorzeitig wieder zu schließen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Bruchhausen-Vilsen bekommt einen Einkaufsservice

Update, 17 Uhr: Es ist ein Angebot, dass jetzt in immer mehr Städten und Kommunen gestartet wird: Auch Bruchhausen-Vilsen hat jetzt einen Einkaufsservice in der Corona-Krise. Ältere und gesundheitlich angeschlagene Menschen müssen sich nun nicht mehr um ihre auswärtigen Erledigungen und Einkäufe sorgen. Die Kirchengemeinden von Bruchhausen und Vilsen setzen bei dem Angebot auf freiwillige „Einkäufer“.

Einer von ihnen ist Mattis Klotzhuber. Der angehende Religionspädagoge ist extra aus seinem Studienort Berlin zurück in die Heimat gekommen. Und auch, wenn er schon das ein oder andere Mal einen kleinen Lohn von dankbaren „Bestellern“ bekommen hat, betont der junge Mann: „Deswegen mache ich das aber nicht, sondern einfach, weil ich Lust dazu habe, und es in diesen Zeiten mit die einzige Möglichkeit ist, zu helfen.“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Aktuelle Lage stürzt Verein hinter Museumsbahn in eine Krise

Update, 16 Uhr: Der Deutsche-Eisenbahn-Verein (DEV) aus Bruchhausen-Vilsen ist durch die Ausbreitung des Coronavirus in eine handfeste Krise gerutscht. „Die Saisoneröffnung bei der Museums-Eisenbahn am 1. Mai ist gefährdet“, macht der Vorsitzende Wolf-Jobst Siedler es kurz. „Alles im Eimer.“

Normalerweise ist der Saisonauftakt eine umsatzstarke Zeit für den Verein hinter der beliebten Museums-Eisenbahn, die rund um Bruchhausen-Vilsen und Asendorf verkehrt. Doch die Einnahmen sind durch die Corona-Krise gefährdet. „Die brechen uns jetzt vollständig weg“, so Siedler. Das führt zu einer gefährlichen, aber derzeit unausweichlichen Situation: „Das Geld wird knapp.“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Wohnungslosenhilfe trotz Covid-19 weiter geöffnet

Update, 15 Uhr: Das Coronavirus zwingt derzeit viele Menschen, ihren Tag in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Doch was ist mit jenen, die keine eigenen vier Wände haben? Was ist mit jenen, die obdachlos sind? „Die Wohnungslosenhilfe hilft immer. Unsere Einrichtungen sind offen, ob Corona oder nicht“, unterstreicht Frank Kruse. Er ist Leiter der Wohnungslosenhilfe von Bethel im Norden und ist mit seinen Kollegen in dieser schwierigen Zeit auch weiter für die Obdachlosen da.

Grundsätzlich sei die Situation der Wohnungslosen aktuell prekär, und die derzeitige Corona-Lage verstärke das nur noch, so Claus Freye, Mitglied der Geschäftsführung von Bethel im Norden. Mit Quarantänestationen und Schutzausrüstung für die Mitarbeiter versucht die Einrichtung jetzt, das Bestmögliche aus der angespannten Lage zu machen.

Obdachlose haben es in Zeiten der Ausbreitung des Coronavirus besonders schwer. Hier ein Archivbild von der Wohnungslosenhilfe in Freistatt.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Land Niedersachsen meldet neue Zahlen

Update, 14.45 Uhr: Das Land Niedersachsen hat bei seiner Verkündung der Coronavirus-Zahlen einen weiteren Anstieg der Fälle für den Landkreis Diepholz bekanntgegeben. Bislang sprechen die Behörden allerdings nur von einem Covid-19-Erkrankten mehr – damit wären es insgesamt 155 im Kreis –, heute Abend ist jedoch mit genaueren Zahlen von der Kreisverwaltung zu rechnen.

Update, 13.10 Uhr: Die Corona-Krise lässt die Zahl der Kurzarbeiter nach oben schnellen. Wie die Agentur für Arbeit Nienburg/Verden jetzt in einer Pressemitteilung bekanntgibt, haben bereits 2.900 Unternehmen in den Landkreisen Diepholz, Verden und Nienburg Kurzarbeit angezeigt. „Es ist jetzt schon klar, dass die Anzahl der Kurzarbeiter erheblich höher ausfallen wird als in der Finanz- und Wirtschaftskrise vor zwölf Jahren“, so Christoph Tietje, Leiter der Behörde.

Abschließend ließen sich die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt jedoch noch nicht bewerten, heißt es. Derzeit sind nur kurzfristige Effekte erkennbar: Wie etwa die komplette Schließung der Arbeitsagentur für den Publikumsverkehr und die Absage aller Termine.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Landrat kritisiert die aktuellen Auswirkungen des freien Marktes

Update, 12 Uhr: Mitten in der Corona-Krise wendet sich Landrat Cord Bockhop mit einem besonderen Thema an die Öffentlichkeit. Er kritisiert die zur Zeit angewandten Prinzipien des freien Marktes. „Produkte kosten plötzlich zehn Euro statt zehn Cent. Das ist Wucher, das ist Markt“, so Bockhop.

Ihm geht es dabei vor allem um ein Thema: die Daseinsvorsorge. Erst vor Kurzem musste der Landkreis Diepholz den Rettungsdienst neu ausschreiben. „Das ist für mich sehr schwer zu ertragen, dass die Daseinsvorsorge unter so stark wirtschaftlichen Punkten gesehen wird“, so Bockhop. „Muss alles auf Wettbewerb hinauslaufen und ausgeschrieben werden?“, fragt er. Seine Befürchtung jetzt: „Sobald Corona vorbei ist, wird wieder alles dem freien Markt unterstellt.

Cord Bockhop, hier bei einem Interview vor einigen Monaten, blickt kritisch auf die freie Marktwirtschaft in der Corona-Krise.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Behörde schränkt Befugnisse in der Pflege ein

Update, 11.30 Uhr: Auch der Landkreis Diepholz hat seit Dienstag einen Aufnahmestopp in Pflegeheimen angeordnet. Die neue Allgemeinverfügung gelte außerdem für ambulant betreute Wohngemeinschaften und besondere Formen des betreuten Wohnens, heißt es. Ausgenommen von der neuen Maßnahme sind Einrichtungen, die eine komplette Isolierung der neuen Bewohner für 14 Tage gewährleisten können.

„Der Landkreis Diepholz hat zudem ein Besuchs- beziehungsweise Betretungsverbot für ambulant betreute Wohngemeinschaften und Formen des betreuten Wohnens erlassen“, heißt es weiter in der Mitteilung. Das gelte bis auf wenige Ausnahmen.

An der Entscheidung des Kreises dürften auch die jüngsten Covid-19-Fälle in Seniorenheimen in Sulingen und Wildeshausen mitgewirkt haben.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Klinik Bassum macht Aktion mit ernstem Hintergrund

Update, 10.50 Uhr: Einen Gruß an die Bevölkerung im Landkreis Diepholz sendeten in der Zwischenzeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik Bassum. Wenn alle, denen es möglich ist, weiterhin zuhause blieben, sei das die beste Hilfe, die Angestellte in der Daseinsvorsorge derzeit erhalten können, heißt es.

Die Mitarbeiter der Klinik Bassum weisen auf das hin, was derzeit am wichtigsten ist: Möglichst den Kontakt zu anderen Menschen meiden. (bitte vergrößern)

Update, 1. April, 10.20 Uhr: Parallel zu den Infizierten-Zahlen steigt auch der Anteil derer, die sich aufgrund starker Covid-19-Symptome in stationärer Behandlung befinden. Mittlerweile seien dies 19 Personen aus dem Landkreis Diepholz, heißt es. Acht von ihnen müssen derzeit sogar intensivmedizinisch behandelt werden.

Mehr als 300 Personen sind derzeit noch ohne Symptome, befinden sich aber vorsichtshalber in häuslicher Quarantäne.

Nachdem der Landkreis gestern von einem Anstieg auf 154 Coronavirus-Infizierte gesprochen hat, verteilen sich die Fälle wie folgt auf die einzelnen Regionen: 29 Covid-19-Erkrankte in der Stadt Sulingen und der Gemeinde Weyhe, 23 in der Gemeinde Stuhr, 16 in der Stadt Diepholz, 14 in der Stadt Bassum, zwölf in der Stadt Syke, jeweils acht in der Stadt Twistringen und der Samtgemeinde Altes Amt Lemförde, fünf in der Samtgemeinde Barnstorf sowie zehn weitere Fälle im übrigen Landkreisgebiet.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Dritter Corona-Toter gemeldet

Update, 18.15 Uhr: Nur wenige Tage nach den ersten Todesfällen durch das Coronavirus im Landkreis Diepholz ist ein weiterer Mensch durch die Infektionskrankheit gestorben. Wie die Kreisverwaltung am Dienstagabend mitteilt, ist bereits am Montagabend ein 79-jähriger Dialysepatient im Krankenhaus Diepholz an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Der Mann aus Sulingen war bereits am 18. März mit ersten Symptomen in die Klinik eingeliefert worden, heißt es.

Landrat Cord Bockhop zeigte sich angesichts des dritten Todesfalls im Landkreis Diepholz innerhalb von nur wenigen Tagen tief betroffen: „Diese traurigen Nachrichten führen uns vor Augen, wie ernst die Bedrohung durch das Coronavirus ist. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen.“

Derweil ist auch die Zahl der Coronavirus-Infizierten im Landkreis Diepholz weiter angestiegen. Insgesamt sind nun 154 bestätigte Infektionen gemeldet worden, zwölf davon bei Bewohnern von Pflegeheimen. 86 Menschen konnten inzwischen nach dem Abklingen einer Infektion die Quarantäne wieder verlassen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Strohmuseum Twistringen erhält zahlreiche Stornierungen 

Update, 18 Uhr: Es waren einmal mehr als 2.000 Gästereservierungen im Strohmuseum Twistringen für die neue Saison 2020. Doch jetzt hagelt es Stornierungen. Die Corona-Krise trifft den Museumsbetrieb kurz vor dem Saisonstart und macht eine weitere Planung nahezu unmöglich.

„Wir bedauern die Umstände sehr. Allerdings haben die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Gäste sowie selbstverständlich auch die Gesundheit unserer ehrenamtlich Aktiven oberste Priorität“, so Heinrich Brinkmann, 1. Vorsitzender des Museumsvereins. Wann das Museum wieder öffnen kann, sei derzeit noch völlig unklar.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Digitale Aktion soll Unternehmen helfen

Update, 17.10 Uhr: Damit ihr Betrieb in der Corona-Krise nicht pleitegeht, haben sich viele Unternehmen im Landkreis Diepholz kreative Dinge einfallen lassen, um ihr Geschäft am Laufen zu halten. Eine ganz besondere Idee hat jetzt die Fördergemeinschaft Lebendiges Diepholz gestartet.

Die Aktion „Grafenkind“ bemüht die sozialen Netzwerke, um Gewerbetreibenden aus der Kreisstadt eine Bühne für sich und ihren Betrieb zu bieten. Interessierte können dazu ein Video an die Betreiber der Facebook-Seite schicken, das die dann wiederum über das Netzwerk verbreiten.

Hinter dem Projekt steht neben Wirtschaftsförderer Bernd Öhlmann auch der Bürgermeister von Diepholz, Florian Marré.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Streit um Kita-Gebühr in Siedenburg

Update, 16.55 Uhr: Während die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen bekanntgegeben hat, die Kita-Gebühren für den Monat April zu erlassen (siehe Update 13 Uhr), hält die Samtgemeinde Siedenburg an den Zahlungen fest – und das sorgt jetzt für Ärger.

„Ich bin, wie viele andere, von Kurzarbeit betroffen und nicht bereit, für nicht erbrachte Leistungen zu zahlen, auch wenn es nur um 32 Euro geht“, sagt Maren Klöcker. Ihr Sohn Paul geht auf einen Kindergarten in Mellinghausen. Eigentlich. Wie alle andere Einrichtungen auch, ist dieser wegen der Corona-Krise geschlossen worden.

Angesprochen auf die Kritik der Mutter, erklärt der Samtgemeindebürgermeister lediglich, dass man sich zu gegebener Zeit mit dem Thema Erstattungen auseinandersetzen werde.

Update, 15.55 Uhr: Das Land Niedersachsen hat am Dienstagmittag 142 Coronavirus-Infizierte für den Landkreis Diepholz ausgewiesen. Das ist ein Anstieg um weitere vier Personen im Vergleich zum Vortag. Die Kreisverwaltung selbst wird erfahrungsgemäß am Abend die aktuellen Zahlen vorstellen. Es ist durchaus möglich, dass diese noch einmal höher ausfallen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Polizei stellt erneut mehrere Verstöße gegen Maßnahmen fest

Update, 14.40 Uhr: Die Polizei berichtet erneut von mehreren Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen im Landkreis Diepholz. So hatten sich fünf Männer wiederholt in einer Wohnung an der Straße In den Feldgärten in Sulingen getroffen. Schon vor einigen Tagen hatte die Polizei dort eine Grillparty aufgelöst (wir berichteten). Diesmal gab es für die Männer nicht nur Platzverweise, sondern auch eine Anzeige.

Auch in Syke mussten die Beamten tätig werden und eine weitere Grillparty auflösen. Die Polizei weist erneut darauf hin, dass Treffen in größerer Runde sowie Corona-Partys jeglicher Art gegen das Kontaktverbot der Allgemeinverfügung verstoßen und von der Polizei geahndet werden.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Bruchhausen-Vilsen setzt Kita-Zahlungen aus

Update, 13 Uhr: Die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen hat auf die Schließung von Schulen und Kindergärten aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus reagiert. So beschloss die Verwaltung nun, die Kita-Gebühren für den Monat April zu erlassen.

„In Abstimmung mit den Fraktionsvorsitzenden habe ich mich sofort nach Bekanntwerden der Schließung dazu entschlossen, auf den Einzug der Gebühren für den April zu verzichten“, sagte Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann auf Nachfrage der Kreiszeitung.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Unternehmer will Senioren helfen

Update, 11.45 Uhr: In Sulingen hat ein Bau-Unternehmer eine solidarische Hilfsaktion in Zeiten der Corona-Krise gestartet. Auf Facebook postete Hamzi Ibrahim von Hamzi‘s Bauservice vergangene Woche Montag, dass er gerne Einkaufsfahrten für ältere Menschen, Hilfsbedürftige, Apotheken, Krankenhäuser und andere Rettungsdienste und Pflegeeinrichtungen übernimmt – unentgeltlich versteht sich.

Innerhalb kürzester Zeit sammelte er für dieses herzliche Angebot in der Facebook-Gruppe „Du kommt aus Sulingen, wenn...“ über 300 Likes. Ibrahim betont dabei: „Es geht mir nicht um das Lob.“ Stattdessen findet er: „Die ältere Generation war für uns da, jetzt sollten wir für sie da sein.“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: AWG gibt Hinweise zur Müllentsorgung

Update, 11.10 Uhr: Zum Schutz von Hausmeistern, Nachbarn in Mehrparteienhäusern und Mitarbeitern der Abfallentsorgung, hat die Abfallwirtschaftsgesellschaft Bassum (AWG) über die korrekte Entsorgung von Müll aus Haushalten informieren, in denen das Coronavirus aufgetreten ist. Demnach werden alle betroffenen Haushalte und Pflegeeinrichtungen, auch solche die aufgrund eines Verdachts unter Quarantäne stehen, angehalten, ihren Restmüll nicht lose wegzuwerfen. Stattdessen sollen stabile und möglichst reißfeste Tüten und Säcke genutzt werden.

„Bisher sind keine Fälle bekannt, bei denen sich Personen durch Berührung von kontaminierten Oberflächen mittels Kontaktinfektion angesteckt haben. Dennoch ist dieser Übertragungsweg nicht auszuschließen“, berichtet die AWG über eine Nachricht seitens des zuständigen Ministeriums.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Schutzmaßnahmen in Seniorenheim verstärkt

Update, 31. März, 10.30 Uhr: Neben wachsenden Zahlen Coronavirus-Infizierter im Landkreis Diepholz steigt auch der Anteil derer, die sich in stationärer Behandlung in den Krankenhäusern befinden. Nach Mitteilung des Gesundheitsamtes sind das derzeit 19 Personen. Davon wird mit neun Fällen rund die Hälfte intensivmedizinisch betreut.

Auf den Ausbruch von Covid-19-Erkrankungen im Sulinger Seniorenheim Landhaus Barrien hat die Behörde jetzt mit weiteren Schutzmaßnahmen reagiert. So seien am Samstag gemeinsam mit der Einrichtung die gegenwärtigen Sicherheitsvorkehrungen überprüft worden und die Schutzausrüstung wurde aufgestockt. Alle infizierten Bewohner werden medizinisch untersucht, Kontaktpersonen unter den Mitarbeitern in häusliche Quarantäne geschickt.

Zu den am Montagabend bekanntgewordenen zwei Todesfällen im Landkreis Diepholz sagte Landrat Cord Bockhop noch am Abend: „In diesen schweren Stunden denken wir an die Angehörigen der Verstorbenen, denen unser tiefempfundenes Mitgefühl gilt. Insbesondere ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen sind durch die Ausbreitung des Coronavirus gefährdet. Gerade in Anbetracht eines solch traurigen Ereignisses, sind wir alle in der Verantwortung, die Risikogruppen zu schützen und Abstand zueinander zu halten.“

Auch der Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig (CDU) appellierte am Montag an die Bürger, sich an die Allgemeinverfügung zu halten und wenn möglich zuhause zu bleiben.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Behörde bestätigt erste Todesfälle

Update, 18.48 Uhr: Wie das Gesundheitsamt jetzt in einer Mitteilung bekanntgibt, hat es jetzt zwei Corona-Todesfälle im Landkreis Diepholz gegeben. Eine 80-jährige Sykerin sei bereits am Freitag verstorben und erst jetzt mit einer Covid-19-Erkrankung in Verbindung gebracht worden, heißt es.

Am Montag verstarb schließlich ein 89-jähriger Bewohner des Seniorenheims Landhaus Barrien in Sulingen (Ortsteil Groß Lessen). Wie bereits berichtet, war das Coronavirus dort bei mehreren Bewohnern nachgewiesen worden. Nach anfänglich leichten Symptomen habe sich der gesundheitliche Zustand des Mannes so stark verschlechtert, dass die Rettungswagen-Besatzung einen Notarzt hinzurufen musste. Der Mann sei noch im Seniorenheim verstorben, bevor er in eine Klinik gebracht werden konnte, heißt es.

Die Zahl der Coronavirus-Infizierten im Landkreis Diepholz stieg derweil um zwölf Personen auf insgesamt 138. „Die Erkrankungen verteilen sich mit 27 Fällen in der Gemeinde Weyhe, 21 in der Stadt Sulingen, 20 in der Gemeinde Stuhr, 15 in der Stadt Diepholz, 13 in der Stadt Bassum, 11 in Syke, jeweils 8 in der Stadt Twistringen und der Samtgemeinde Altes Amt Lemförde, 5 in der Samtgemeinde Barnstorf sowie 10 weiteren Fällen im übrigen Landkreisgebiet“, so die Behörde. Von den bestätigten Infizierten, seien 62 bereits wieder genesen, heißt es.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Freischaffende Künstler bitten um Grundsicherung

Update, 17.26 Uhr: Schon kurze Zeit nach den ersten Hilferufen schnürten Bund und Länder Hilfspakete für durch die Corona-Krise angeschlagene Unternehmen und Selbstständige. Doch immer mehr Menschen merken jetzt, dass die Soforthilfen ihnen nichts bringen.

So auch die Branche der freischaffenden Künstler. „Der Staat will zum Beispiel Betriebskosten übernehmen. Die haben Künstler so gut wie gar nicht. Wir leben von der Gage!“, sagt Marcello Monacco aus Bassum. Er und seine Mitstreiter haben jetzt eine Petition gestartet – und bitten um ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Update, 16.33 Uhr: Im Landkreis Diepholz hat es einen ersten Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Wie die Kreiszeitung aus gesicherter Quelle erfuhr, ist ein Risikopatient aus einem Seniorenheim an den Folgen einer Infektion gestorben. Weitere Informationen zu dem betroffenen Patienten will die Kreisverwaltung in Kürze bekanntgeben.

Alte und geschwächte Menschen sind besonders gefährdet durch das Coronavirus.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Bäcker leiden unter Schließung von Cafés

Update, 15.40 Uhr: Während die meisten Geschäfte in der Corona-Krise ihre Türen vorerst schließen mussten, haben die Bäckereien größtenteils noch geöffnet. Auf ein frisches Brötchen am Morgen oder einen Kuchen am Nachmittag wollen viele trotz der Coronavirus-Pandemie offenbar nicht verzichten.

Und dennoch spüren auch die Bäcker einen Umsatzrückgang. „30 bis 40 Prozent der Einnahmen erhalten wir dadurch, dass sich die Kunden bei uns in den Café-Bereich setzen“, erklärt Christian Deicke. Er ist Geschäftsführer bei der gleichnamigen Bäckerei in Hoya im Nachbarkreis Nienburg/Weser – und sein Café-Bereich ist wegen Corona geschlossen.

Wie kommen er und seine Mitbewerber nun klar? Während vieles aktuell noch unklar ist, wird eines für Deicke immer offensichtlicher: „Auf Hilfen der Politik können wir wohl auch nicht hoffen.“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Fachanwältin beantwortet die wichtigsten Fragen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Update, 14.40 Uhr: „Was soll ich denn jetzt machen? Seit drei Tagen versuche ich, bei der NBank, Soforthilfen zu beantragen, aber das klappt nicht. Und jetzt fliegt mir eine Mahnung vom Finanzamt ins Haus.“ Anrufe wie diese bekommt Alexandra Kaltenbrunn, Fachanwältin für Arbeitsrecht aus Syke, in letzter Zeit verstärkt. Es geht um Soforthilfen, Kurzarbeit und rechtliche Möglichkeiten von Kleinunternehmern.

Auf die meisten Fragen kann Kaltenbrunn kurz und knapp antworten. Nur bei manchen wird es komplizierter. Und bei einigen, kann auch die Anwältin nichts schönreden. Sie sagt: „Wer gut gewirtschaftet und vorgesorgt hat, wird jetzt dafür bestraft. Wer schlecht gewirtschaftet und erst gar keine Rücklagen gebildet hat, wird belohnt und kann sofort Hilfsgelder beantragen.“

Update, 13.05 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus sorgt in Syke für zahlreiche Veranstaltungsabsagen und -verschiebungen. Gitarrist Sammy Vomacka etwa hat Glück und kann seinen Auftritt in der Barrier Wassermühle im Herbst nachholen.

Bei vielen Vereinen sieht das derzeit anders aus. Der Kneipp-Verein Syke hat vorerst alle seine Fahrten abgesagt und konnte bislang keine Angaben machen, ob und wann diese nachgeholt werden können.

Später kommt er, doch er kommt: Gitarrist Sammy Vomacka hat seinen Auftritt in der Barrier Wassermühle in den Herbst verschoben.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Seniorenheim in Groß Lessen meldet Infizierte

Update, 30. März, 11.20 Uhr: Nachdem im Nachbarkreis zahlreiche Bewohner eines Seniorenheims an Covid-19 erkrankt sind, ist nun auch eine Einrichtung im Landkreis Diepholz vom Coronavirus erfasst worden. Am Seniorenheim Landhaus Barrien in Sulingen (Ortsteil Groß Lessen) sind nachweislich 5 von 35 Bewohnern mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert worden.

Besonders tragisch: Als die Einrichtung bereits vor einigen Wochen seine Türen für Besucher schloss, hatte das Coronavirus das Landhaus Barrien wahrscheinlich schon längst erreicht.

Jetzt befinden sich zehn Pflegekräfte, die Kontakt zu den Erkrankten hatten, in häuslicher Quarantäne. Nicht nur die personelle Situation ist dadurch angespannt. Die Leiterin des Seniorenheims äußert auch Kritik am Gesundheitsamt im Landkreis Diepholz und wie dieses auf die Infektion reagiert hat.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Solidarische Aktion in Nordwohlde

Update, 18.25 Uhr: Das Coronavirus verbreitet sich auch im Landkreis Diepholz weiter. Nun wollen sich Bürger aus Nordwohlde für ihre Mitmenschen einsetzen. Egal, ob es ums Einkaufen oder eine Gassi-Runde mit dem Hund geht. 

Der TVE Nordwohlde begründet seine Hilfe für Risikogruppen wie folgt: „Diese Leute kommen ja auch oft zu unseren Wettkämpfen oder unterstützen uns auf andere Art und Weise. Wir wollen nun etwas zurückgeben“

Die Stadt Twistringen fürchtet wegen des Coronavirus Einbußen bei Gewerbesteuereinnahmen.

Update, 29. März, 10.30 Uhr: Die Corona-Krise erschüttert bereits den Twistringer Stadthaushalt. Nun drohen unter anderem weniger Gewerbesteuereinnahmen sowie die Stornierung von beschlossenen Aufträgen zu dringenden Investitionen.

Mit dem nötigen Sicherheitsabstand zwischen den Mitgliedern hat der nichtöffentliche Verwaltungsausschuss der Stadt Twistringen am Donnerstagabend im großen Ratssaal getagt. Dringende Entscheidungen standen trotz oder gerade wegen der Corona-Krise auf der Tagesordnung.

Update, 18.30 Uhr: Der Landkreis Diepholz meldet am Samstag neun weitere Neuinfektionen mit der Lungenkrankheit Covid-19. Damit steigt die Zahl der Gesamtinfektionen auf 126.

Update, 28. März, 12.30 Uhr: ZF in Diepholz hat geschlossen. Wie auch in anderen Werken hat sich der Automobilzulieferer der wegen der Corona-Krise weltweit eingebrochenen Nachfrage anpassen müssen. Seit Montag ist das Diepholzer Werk der ZF-Division Elektromobilität dicht. Am Freitag folgte das Werk der Division Pkw-Fahrwerktechnik. Die Produktion ruht für mindestens vier Wochen oder ist fast ganz reduziert.

Der Automobilzulieferer ZF drosselt die Produktion in zwei Diepholzer Werken.

Update, 18.05 Uhr: Die Polizei im Landkreis Diepholz hat festgestellt, dass ihre Kontrollen zur Einhaltung der Allgemeinverfügung Wirkung zeigen. Die Beamten müssten ihn vielen Fällen lediglich sensibilisierende Gespräche führen und kaum mehr Platzverweise aussprechen, heißt es.

Ein Problem sei derzeit allerdings noch die Nutzung von Kinderspielplätzen. Vielen sei nicht bekannt, dass es noch Regelungen über das Kontaktverbot hinaus gebe: Zum Beispiel die komplette Sperrung von Kinderspielplätzen. Das gelte auch bei schönem Wetter, so die Polizei.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Schützenverein sagt Maifest Sankt Hülfe/Heede ab

Update, 16.20 Uhr: Das beliebte Maifest des Schützenvereins „Maifeier Sankt Hülfe-Heede von 1498“ wird wegen des Coronavirus abgesagt. Das gab der Vorstand am Freitagnachmittag in einer Pressemitteilung bekannt. „Der Vorstand hat diesen Beschluss in einer kurzfristig einberufenen Zusammenkunft so gefasst“, heißt es. Es werde auch kein Sinn darin gesehen, das Fest zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr nachzuholen, so der Schützenverein. „Die bisherigen Majestäten bleiben für ein weiteres Jahr im Amt. Das Maifest wird im kommenden Jahr zu den gewohnten Daten dann hoffentlich wieder stattfinden.“

Die Corona-Krise sorgt derzeit auch die Veranstalter des geplanten Kreisjugendfeuerwehrzeltlagers in Cornau. Am Freitag wendeten sie sich mit einer Mitteilung an die Öffentlichkeit. Darin heißt es: „Die Kreisjugendfeuerwehr und auch unser Orga-Team gehen weiter davon aus, dass das Zeltlager wie geplant stattfinden wird.“

Die Veranstalter wollen die Entwicklung der Covid-19-Pandemie genau im Auge behalten, heißt es.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Immer mehr können Quarantäne wieder verlassen

Update, 15.45 Uhr: Der Landkreis Diepholz hat kurz nach der Mitteilung des Landes Niedersachsen eigene Infizierten-Zahlen veröffentlicht und spricht von sechs Neu-Infektionen. Die Zahlen des Kreises sind dabei aktueller als die des Landes. Im Landkreis Diepholz gibt es somit insgesamt 117 bestätigte Coronavirus-Infektionen.

Allerdings teilt die Kreisverwaltung mit, dass davon inzwischen 46 bestätigte Corona-Fälle die häusliche Quarantäne schon wieder verlassen konnten. Sie zeigen also seit mindestens zwei Tagen keine Covid-19-Symptome mehr.

Daher spricht der Landkreis Diepholz von 71 aktuell Erkrankten. Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Gemeinden: 26 Fälle in der Gemeinde Weyhe, 16 in der Gemeinde Stuhr, 15 in der Stadt Diepholz, jeweils 11 in den Städten Bassum und Sulingen, 9 in Syke, jeweils 8 in der Stadt Twistringen und der Samtgemeinde Altes Amt Lemförde sowie 13 weiteren Fällen im übrigen Landkreisgebiet.

Stationär behandelt werden derzeit 19 Corona-Patienten, davon fünf intensivmedizinisch.

Die aktuelle Entwicklungen der Covid-19-Fälle im Landkreis Diepholz und umzu.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Expertin gibt Tipps für Familienleben in Corona-Zeiten

Update, 15.20 Uhr: Zahlreiche Menschen kämpfen in der Corona-Krise mit neuen Herausforderungen. Seien es wegbrechende Einnahmen bei Unternehmen, ausbleibende Aufträge bei Freiberuflern, aber auch andere Situationen bei Familien.

Wie lebt es sich in der häuslichen Quarantäne oder im Homeoffice für all jene, die Kinder betreuen müssen? Wie erklärt man den Heranwachsenden die Corona-Pandemie und wie geht man am Besten mit der gewonnen Zeit um? Elsbeth Ruholl vom Familienzentrum Bassum sagt: „Wir wünschen uns oft im Alltag mehr Zeit miteinander: Die ist jetzt da.“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Land meldet drei Neu-Infektionen für den Kreis

Update, 14.30 Uhr: Wie das Land Niedersachsen am Freitagnachmittag mitteilt, ist die Zahl der Coronavirus-Infizierten im Landkreis Diepholz auf 114 gestiegen. Das sind drei Infektionen mehr, als am Donnerstagabend vom Landkreis selbst gemeldet. Eine genauere Aufschlüsselung der Infizierten-Zahlen ist für Freitagabend zu erwarten.

Update, 12.10 Uhr: Die frühzeitige Erkennung von möglicherweise Coronavirus-Infizierten hat derzeit allerhöchste Priorität. Testergebnisse müssen eigentlich in sekundenschnelle da sein und die Messung selbst muss muss auch flott und unkompliziert sein. Selbst wenn die Technik keine absolute Gewissheit über eine Covid-19-Infektion liefert: Ein Diepholzer Unternehmen vertreibt seit einiger Zeit ein System, dass die Erkennung von Corona-Kranken deutlich erleichtern kann.

„Durch die akute Ansteckungsgefahr sind gesundheitssensible Branchen und Lebensbereiche einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Genau hier setzten wir mit vier ausgereiften Konzepten zur kontaktfreien Fieber-Früherkennung in hochfrequentierten Bereichen an“, erklärt Paul de Jong. Er leitet das Unternehmen de Jong Sicherheit und IT GmbH und vertreibt ein System an Unternehmen, dass bis zu 60 Personen pro Minute aus der Distanz auf erhöhte Temperaturen überprüfen kann.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Behörde prüft rechtliche Schritte gegen unsolidarisches Verhalten

Update, 27. März, 10 Uhr: Von mehreren Fällen sozial unverantwortlichen Handels schreibt der Landkreis Diepholz in einer Mitteilung. In den vergangenen Tagen habe es immer wieder Menschen gegeben, die trotz eines Corona-Verdachts am öffentlichen Leben teilgenommen hätten, heißt es.

„Generell gilt: Personen, die Symptome zeigen, sollten sich nicht in der Öffentlichkeit aufhalten“, unterstreicht Dr. Daniel Tabeling, der Leiter des Gesundheitsamts in Diepholz. „Es ist völlig unverständlich, dass Verdachtspersonen, die von ihrer hausärztlichen Praxis an das Testzentrum überwiesen werden, sich nicht direkt in häusliche Absonderung begeben.“

Auch Kreisrätin Ulrike Tammen pflichtet bei, dass sich Menschen, die sich möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert haben, direkt in häusliche Quarantäne begeben sollten – unabhängig davon, ob es bereits einen Test oder eine Anordnung durch das Gesundheitsamt gegeben hat.

Zu Verstößen gegen diese Maßgaben sagt Tammen: „Ein solches Verhalten ist sozial unverantwortlich und stellt eine enorme Gefährdung für andere dar. Der Landkreis prüft derzeit, ob in diesen Fällen rechtliche Schritte eingeleitet werden können.“

Kreisrätin Ulrike Tammen, hier auf einem Archivfoto aus dem vergangenen Monat.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Behörde meldet neun neue Infektionen

Update, 18 Uhr: Der Landkreis Diepholz meldet am Donnerstagabend neun neue Coronavirus-Infektionen. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Fälle im Kreis auf insgesamt 111. Die derzeitige Verteilung auf die Gemeinden: 24 Fälle in der Gemeinde Weyhe, 16 in der Gemeinde Stuhr, 14 in der Stadt Diepholz, 11 in der Stadt Bassum, 9 in Syke, jeweils 8 in den Städten Twistringen, Sulingen und der Samtgemeinde Altes Amt Lemförde sowie 13 weitere Fälle im übrigen Landkreisgebiet.

Während sich derzeit 18 Corona-Patienten in stationärer Behandlung befinden und vier sogar intensivmedizinisch betreut werden müssen, konnten 30 Menschen wieder aus der Quarantäne entlassen werden, so der Landkreis Diepholz.

„Es werden die größten Anstrengungen unternommen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und den betroffenen Covid-19-Patienten zu helfen“, versicherte Landrat Cord Bockhop. „Ob die Kliniken, der Rettungsdienst, die hausärztlichen Praxen, das Gesundheitsamt oder das Testzentrum – alle Akteure stehen unter großem Druck und trotzen dem Coronavirus nun schon seit Wochen mit unermüdlichem Einsatz.“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Senioren im Altenheim können bald skypen

Update, 17 Uhr: Das aktuelle Kontaktverbot wegen der Corona-Krise trifft vor allem eine Gruppe hart: die der Senioren. Viele von ihnen leben alleine oder in Heimen – Besuche und der Kontakt zur Außenwelt sind für sie sehr wichtig.

Das DRK-Seniorenheim in Barrien will nun neue Wege gehen. Auch hier will man den durch die Corona-Krise ausgelösten digitalen Aufschwung mitnehmen: Videotelefonie für alle Bewohner soll über Skype ermöglicht werden. Derzeit laufen die Vorbereitungen dafür.

Wenn echter Besuch nicht mehr möglich ist, muss es halt eine technische Lösung geben. Roman Wohlgemuth (Mitte) und Thorsten Kerth wollen im Barrier DRK-Seniorenheim per Videotelefonie den Kontakt zwischen Bewohnern und deren Angehörigen ermöglichen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Desinfektion bei Stuhrer Reinigungsfirma stark nachgefragt

Update, 15.50 Uhr: Kurz bevor die Corona-Pandemie auch den Landkreis Diepholz erreicht hat, hat Olaf Stark mehrere Paletten Desinfektionsmittel und 10.000 Mikrofasertücher bestellt. Der Stuhrer ist weder am Hamstern, noch hat er einen Putzzwang. Das Reinigen und Desinfizieren ist sein Beruf.

„Wir sind keine Profiteure, wir sind Helfer.“ Das unterstreicht Stark mit dem Blick auf den Wandel seines Berufsfeldes durch die Corona-Pandemie. Statt Schulflure zu wischen, desinfizieren seine Mitarbeiter nun komplette Supermarkt-Filialen. Wie geht es einem, dessen Beruf heute wichtiger ist denn je?

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Erntehelfer-Stopp stellt Obstbauern vor Problem

Update, 15.20 Uhr: Der Landkreis Diepholz hat angesichts der Corona-Pandemie mitgeteilt, dass die Notbetreuung für Schüler der Schuljahrgänge eins bis einschließlich acht auch während der Osterferien sichergestellt wird.

Update, 14.30 Uhr: Nachdem die Politik gestern als Antwort auf die Ausbreitung des Coronavirus einen Einreisestopp von Erntehelfern beschlossen hat, stehen viele Landwirte ratlos vor ihren bald erntereifen Feldern. Zwei Obstbauern aus Bassum im Landkreis Diepholz berichten, wie sie aktuell jeden Tag aufs Neue die Lage bewerten müssen.

„Ich weiß nicht, wie die Politik sich das vorstellt, wie es mit der Nahrungsmittelversorgung weitergehen soll und wie wir das Obst und Gemüse von den Feldern bekommen sollen“, ärgert sich Obstbauer Christian Wichmann. 19 rumänische Erntehelfer konnte er für diese Saison bereits nach Deutschland einfliegen. Doch jetzt geht gar nichts mehr.

Obstbauer Christian Wichmann bei der Ernte im vergangenen Jahr. Da musste er sich noch keine Sorgen um seine Erntehelfer machen.

Update, 13 Uhr: Wer einen Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus hat, der sollte schnell und auf direktem Wege in ein Testzentrum gehen können. Warum das so nicht funktionieren kann, erläutert der Arzt Dr. Marcel Blesken aus Diepholz.

Er arbeitet im Corona-Testzentrum in der Kreisstadt und berichtet nicht nur von dankbaren und freundlichen Besuchern. So spricht Blesken bei manchen Menschen von einem „unverschämten Anspruchsdenken“. Und das in Zeiten, wo die Labore bei der Analyse von Speichelproben am Anschlag arbeiten.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Polizei ermahnt Jugendliche und Hähnchengriller

Update, 12 Uhr: Die Polizei im Landkreis Diepholz hat auch am Mittwoch Verstöße gegen die Allgemeinverfügung wegen der Ausbreitung des Coronavirus festgestellt. So seien zahlreiche Anrufe mit Hinweisen eingegangen, heißt es.

Besonders dreist war nach Information der Polizei ein Jugendlicher in einem Supermarkt, der einer Verkäuferin absichtlich ins Gesicht hustete. Danach hätten er und sein Freund sich sogar noch über die Frau lustig gemacht, heißt es. Die Polizei führte daraufhin ein „erzieherisches Gespräch“ mit den beiden Heranwachsenden.

Neben mehreren Personengruppen, die durch die Beamten getrennt wurden, gab es auch gastronomische Betriebe, die sich nicht an die Corona-Maßnahmen hielten. „Im Rahmen der Amtshilfe musste die Polizei mehrere Hähnchengriller im Landkreis schließen. Die meisten hatten Verständnis und kamen der Aufforderung nach. Ein Hähnchengriller führte seinen Betrieb aber weiter und schloss ihn erst, als die Polizei ihm eine Anzeige gegen das Infektionsschutzgesetz eröffnete“, so die Beamten in ihrem Einsatzbericht.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Nur zwei Neu-Infektionen gemeldet

Update, 26. März, 11.15 Uhr: Für Unternehmen, die durch die Coronavirus-Pandemie in finanzielle Schieflage geraten sind, bieten Bund und Länder jetzt verschiedene Maßnahmen der Soforthilfe an. So gibt es Liquiditätszuschüsse je nach Größe des Betriebes.

Update, 18.15 Uhr: Die Zahl der Neu-Infektionen mit dem Coronavirus ist im Landkreis Diepholz nur geringfügig gestiegen. Am Mittwochabend meldeten die Behörden nur zwei neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Damit liegt die Zahl der Infizierten nun bei 102. 18 Patienten befinden sich in stationärer Behandlung, vier werden intensivmedizinisch betreut, heißt es.

Die Kreisverwaltung kann jedoch auch positive Nachrichten verkünden. So seien insgesamt 27 Corona-Fälle wieder aus der Quarantäne entlassen worden.

„Die aktuellen Zahlen geben uns Hoffnung, dass die ergriffenen Maßnahmen tatsächlich die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen. Jedoch ist das noch kein Grund zum Aufatmen. Es ist unerlässlich, dass sich alle auch weiterhin an die Kontaktsperre halten und ihren Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten“, so Landrat Cord Bockhop.

Diese Grafik zeigt die Entwicklung in den Landkreisen Diepholz, Verden und Rotenburg.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Unternehmen können jetzt noch Stundung beantragen

Update, 18 Uhr: Auf Antrag können die von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen noch bis morgen (Donnerstag) die Sozialversicherungsbeiträge stunden lassen, wenn alle weiteren Hilfsangebote oder Förderprogramme der Bundesregierung bereits ausgeschöpft sind. Darauf weist der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig hin.

Auf Säumniszuschläge und Mahngebühren soll dabei ebenfalls verzichtet werden. Für den Monat März ist ein formloser Antrag noch bis Donnerstag bei den jeweils zuständigen Krankenkassen einzureichen. Diese Regelung gilt zunächst bis Ende April. Einen Musterantrag finden Firmenchefs auf der Homepage von Axel Knoerig.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Sechs Unternehmen berichten von ihrem Krisen-Management

Update, 17.25 Uhr: Die Corona-Pandemie stürzt die meisten Betriebe in finanzielle Notlagen. Geschäfte werden geschlossen, Aufträge gestrichen und Umsatzzahlen stürzen in den Keller. Oder?

Wir haben mit sechs Unternehmen aus Twistringen gesprochen, wie sie die Corona-Krise erleben – vom Landmaschinenmechaniker bis hin zum Wursthersteller. Für die meisten gilt wohl, was Thomas Roess von der Roess Nature Group sagt: „Wir versuchen alles Mögliche, um den Betrieb am Laufen zu halten.“

Update, 17.15 Uhr: Die Feuerwehren in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen sind „uneingeschränkt einsatzbereit“. Dies ergab eine Nachfrage bei Gemeindebrandmeister Michael Ullmann. Er verwies auch auf die strikten Schutzmaßnahmen, die bei der Feuerwehr auch abseits der Corona-Krise greifen würden und jetzt vor Infektionen schützen – etwa das regelmäßige Desinfizieren von Atemschutzmasken.

„Wir wollen so lange wie möglich unseren Aufgaben nachkommen können“, erklärte Ullmann mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus. Aktuell sei der Krankenstand unter den Einsatzkräften noch sehr gering.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Freiberufler kämpfen mit Umsatzeinbußen

Update, 16.10 Uhr: Was macht eigentlich ein Musiker, wenn er keine Konzerte mehr spielen darf? Darauf hat die Politik in der Corona-Krise noch keine Antwort gefunden. Die Pianistin Hauke Kranz aus Syke muss jetzt gucken, wie sie über die Runden kommt.

„Alle Konzerte bis zum Sommer sind abgesagt. Unterricht ist auch nicht mehr möglich. Das heißt: Null Einkommen für mich“, sagt Kranz. Auch wenn eine Lösung für ihre finanziellen Sorgen noch nicht in Sicht ist: Zumindest hat sie wie viele andere Musiker weltweit schnell einen Weg gefunden, sich dennoch weiterhin kreativ zu entfalten: über Konzert-Livestreams auf Facebook und YouTube.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Physiotherapeuten leiden unter Einschränkungen

Update, 14.45 Uhr: Es gibt nicht viele Berufsgruppen, die so nah am Menschen arbeiten wie Physiotherapeuten. Daher sind gerade sie es, die unter der Ausbreitung des Coronavirus im Landkreis Diepholz leiden. Sie haben teilweise eine Ausfallquote von bis zu 90 Prozent.

„Wir werden täglich mit neuen Bestimmungen und Verordnungen versorgt“, so der Physiotherapeut Fred Wessels aus Bassum. Für ihn und seine Berufskollegen stehen Hygiene und Desinfektion in Zeiten von Covid-19 an erster Stelle.

Während er täglich neu prüft, ob und wie er seinen Betrieb weiter geöffnet lassen kann, stellt er eines klar: „Notfälle dürfen gerne weiterhin kommen, aber nur mit Verordnung.“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Viele Bürger sind für eine Ausgangssperre

Update, 13 Uhr: Viele Menschen im Landkreis Diepholz würden eine Ausgangssperre zur Eindämmung des Coronavirus begrüßen. Dies legt zumindest eine Umfrage von kreiszeitung.de nahe.

Auf die Frage „Wären Sie für eine Ausgangssperre im Landkreis Diepholz?“ antworteten 78 Prozent der Befragten mit „Auf jeden Fall!“. Nur 22 Prozent waren der Auffassung, dass so eine Maßnahme nichts gegen die Ausbreitung der Erregers Sars-CoV-2 ausrichten könne.

An der Umfrage beteiligten sich bislang 260 Leser von kreiszeitung.de (Stand Mittwoch, 13 Uhr).

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Polizei muss fünf Geschäfte schließen

Update, 12 Uhr: Die Polizei im Landkreis Diepholz musste am Dienstag erneut in mehreren Fällen die von Bund und Ländern verordneten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus durchsetzen. Wie die Beamten mitteilen, mussten sie in „unzähligen Gesprächen“ auf das Kontaktverbot hinweisen und Treffen auf Spielplätzen und an anderen öffentlichen Orten unterbinden.

Die Polizei musste auch fünf Märkte beziehungsweise Einzelhändler im Landkreis Diepholz schließen, die trotz der Corona-Allgemeinverfügung noch geöffnet hatten.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Polizei löst Grillparty in Sulingen auf

Während die meisten mit Verständnis reagierten hätten, musste die Polizei bei einer Grillparty in Sulingen weitere Maßnahmen androhen und Platzverweise verkünden. Dort hatten sich vor einem Mehrfamilienhaus an der Straßen „In den Feldgärten“ acht, teils polizeibekannte, Jugendliche getroffen.

Die Einsatzkräfte im Landkreis Diepholz, die derzeit auch durch die Bereitschaftspolizei unterstützt werden, werden weiterhin strenge Kontrollen durchführen und zur Not auch Platzverweise aussprechen und Anzeigen schreiben, heißt es. „Es sind alle Menschen aufgefordert, sich an die Allgemeinverfügung zu halten, ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren und insbesondere die Kontaktsperre ernst zu nehmen“, so die Polizei zu den Corona-Maßnahmen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Verwaltung sucht freiwillige Helfer

Update, 25. März, 10.30 Uhr: Wegen der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus im Landkreis Diepholz hat Landrat Cord Bockhop jetzt einen speziellen Aufruf gestartet. So sucht die Kreisverwaltung präventiv Bürger, die bei der Eindämmung der Pandemie helfen wollen.

„Insbesondere Freiwillige mit medizinischen Kenntnissen und Qualifikationen sowie auch Medizinstudierende könnten eine wertvolle Unterstützung sein“, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung. Interessierte sollen sich per E-Mail an freiwillige-coronahilfe@diepholz.de beim Landkreis melden.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Ratssitzungen in Zeiten von Covid-19

Update, 18.15 Uhr: Wie kann Kommunalpolitik in Zeiten der Corona-Krise funktionieren? Vor dieser Frage stehen gerade die Mitglieder der Rates der Gemeinde Weyhe. Während die einen auf die Einführung von Audio- und Videokonferenzen drängen, argumentieren die anderen für Personenbegrenzungen in Sitzungen und Sicherheitsabstände.

Berthold Groeneveld, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, bestätigt mit Blick auf mögliche digitale Lösungen: „Da gab und gibt es Gespräche der Verwaltung und der Fraktionsvorsitzenden.“ Der CDU-Fraktionsvorsitzende Dietrich Struthoff, der sich nach einer möglichen Corona-Infektion in häuslicher Quarantäne befindet, argumentiert: „Wenn wir immer von der Digitalisierung reden, dann müssen wir auch den Mut, haben sie umzusetzen und nicht 1.000 Argumente finden, um sie zu verhindern.“

Landkreis Diepholz knackt Marke von 100 Coronavirus-Infizierten

Update, 17.15 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Fälle im Landkreis Diepholz ist erneut gestiegen. Am Dienstagabend meldete die Kreisverwaltung zehn Fälle mehr als am Vortag. Die Gesamtzahl der Infizierten liegt damit bei 100. 18 davon werden derzeit stationär behandelt, sechs Menschen müssen intensivmedizinisch betreut werden.

Die Fälle verteilen sich dabei über den gesamten Landkreis. Es gibt 24 in der Gemeinde Weyhe, 15 in der Gemeinde Stuhr, 13 in der Stadt Diepholz, 10 in der Stadt Bassum, 8 in der Stadt Syke, 8 in der Stadt Twistringen, 5 in der Samtgemeinde Altes Amt Lemförde und 17 Fälle in den weiteren Städten und Gemeinden, so der Landkreis in einer Mitteilung.

Landrat Cord Bockhop rief angesichts der neuen Corona-Entwicklung die Bürger im Landkreis Diepholz erneut dazu auf, persönliche Kontakte auf ein Minimum zu begrenzen. „Die steigende Zahl der stationär behandlungsbedürftigen Corona-Patienten führt uns den Ernst der Lage deutlich vor Augen. Jetzt gilt es, nicht nur an sich selbst zu denken, sondern auch an alle anderen – insbesondere an diejenigen, die zu den gefährdeten Risikogruppen gehören“, so Bockhop.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: McDonald‘s und Aldi tun sich zusammen

Update, 16.40 Uhr: Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Wie bereits vergangene Woche angekündigt, haben McDonald‘s und Aldi im Hinblick auf die Einschränkungen durch das Coronavirus eine Personalpartnerschaft geschlossen. Im Klartext: Mitarbeiter, die vor wenigen Tagen noch bei McDonald‘s Burger serviert haben, sollen jetzt bei Aldi Nord und Aldi Süd die Regale einräumen.

Dieses Konzept dürfe jetzt auch Sulingen erreichen. Mirko Vos, kaufmännischer Leiter der Systemgastronomie Christian Eckstein GmbH & Co. KG, die den McDonald‘s in Sulingen als Franchise-Nehmer betreibt, sagt: Für Sulingen gebe es zwar noch keinen Starttermin, die Filialen des Unternehmens in Osnabrück seien aber schon mit konkreten Planungen befasst.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Friseurhandwerk in der Krise

Update, 15.45 Uhr: Neben vielen Veranstaltern und mittelständischen Unternehmen treffen die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus auch die Friseur-Branche derzeit hart. „Alle überleben die Krise nicht“, ist sich Tanja Strohmeyer als Obermeisterin der Friseur-Innung im Landkreis Diepholz sicher.

Zu Krediten und Darlehen seitens der Regierung hat sie eine klare Meinung: Sie bringen nichts. Stattdessen wünscht sich Strohmeyer: „Geld sofort und bar. Cash in die Hand.“ Diverse Banken und auch die Landesregierung wollen kleinen und mittelständischen Betrieben jetzt entgegenkommen.

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus treffen auch das Friseurhandwerk.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Schützenfest Ristedt abgesagt

Update, 14.40 Uhr: Der Vorstand des Schützenvereins Ristedt hat das Volksschützenfest am 16. und 17. Mai wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Schon jetzt steht fest: Einen Nachholtermin wird es nicht geben.

„Die amtierenden Könige behalten ihre Titel bis zum Volksschützenfest 2021 und werden dann nach zweijähriger Regentschaft durch ein neues Königshaus abgelöst“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Die bereits übernommenen Preis-Patenschaften sowie Spenden für das Kinderschützenfest werden für 2021 verwendet.

Wegen der nach wie vor steigenden Anzahl von Covid-19-Fällen im Landkreis Diepholz war am Montag bereits der Frühjahrsmarkt in Wagenfeld abgesagt worden.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Schausteller in Not

Update, 11.35 Uhr: Eine weitere Branche gerät durch die Ausbreitung des Coronavirus in Bedrängnis. „Mit dem Angebot von günstigen Krediten können wir nicht viel anfangen. Wir brauchen Lebensmittel“, sagt Henry Stummer aus Bruchhausen-Vilsen. Er gehört einer großen Schausteller-Familie an und sieht sich aufgrund von Absagen zahlreicher Feste und Kirmes-Veranstaltungen in einer schwierigen finanziellen Situation.

Mit offener Hand dasitzen will die Branche aber auch nicht. „Wir Schausteller können nicht stillsitzen. Wir wollen helfen“, verbreitet sie über ihre Interessenvertretung, den Deutschen Schaustellerbund (DSB).

Wenn die aktuelle Corona-Krise jedoch weiter in dieser Form anhält, könnte es eng werden für Dosenwerfen, selbstgemachte Bonbons und Fahrgeschäfte wie den „Hip Hop Jumper“ und den „Polyp“.

Schausteller geraten wegen des Coronavirus in Bedrängnis: Wird es den „Hip Hop Jumper“ von Familie Stummer auch in Zukunft geben?

Coronavirus im Landkreis Diepholz: FDP-Fraktion fordert Steuerentlastungen

Update, 10.50 Uhr: In Weyhe macht sich die FDP-Fraktion im Rat dafür stark, Unternehmen während der Coronavirus-Pandemie steuerlich zu entlasten. „Viele Betriebe kämpfen jetzt um das nackte Überleben, und es ist zu befürchten, das auch nach der Pandemie einige Geschäfte nicht wieder aufmachen“, so die Fraktionsvorsitzende Antje Sengstake.

Daher schlägt die FDP-Fraktion vor, Fristen von Gewerbesteuer-Zahlungen, die bis 15. Mai ablaufen würden, auf den 15. August zu verschieben – und das ohne zusätzliche Zinsen.

Update, 24. März, 10.25 Uhr: Seit Anfang der Woche sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Baumärkte in Niedersachsen nur noch für gewerbliche Kunden geöffnet – auch Geschäfte im Landkreis Diepholz sind somit von den Vorgaben betroffen. Geschlossen bleiben Frisöre, Tattoostudios, Nagelstudios und Kosmetikstudios. Physiotherapeuten bleiben im Dienst, dürfen aber keine nicht vom Arzt verschriebenen Massagen anbieten. Hörgeräteakustiker und Optiker bleiben hingegen weiterhin uneingeschränkt geöffnet.

Während Niedersachsen mit strengen Regelungen versucht, der Corona-Krise Herr zu werden, sehen die Maßnahmen im Land Bremen etwas zurückhaltender aus.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Gastronome fürchten Betriebsschließungen

Update, 18.50 Uhr: Die Geschäftsbedingungen für Gastronom Andree Meyer sind derzeit gespenstisch. Während das „Bassumer Eck“ und die „Domschänke“ in Twistringen vor einigen Wochen noch regelmäßig gut gefüllt waren, darf Meyer seine Speisen jetzt aufgrund der Corona-Krise nur noch außer Haus anbieten. Meyer, der auch Vorsitzender des Kreisverbands Grafschaft Hoya im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) ist, zeigt sich angesichts der Ausbreitung des Coronavirus und der damit einhergehenden Einschnitte in seiner Branche tief besorgt.

Sein Amtskollege Wilhelm Nordloh, Vorsitzender des Kreisverbands Grafschaft Diepholz, sagt: „Das sind ganz düstere Aussichten.“ Und, da sind sich die Beiden einig: Ein Ende der für die Gastronomie abgrundtiefen Krise ist noch nicht in Sicht.

Gespenstisch: Strahlender Sonnenschein, aber keine Gäste auf der Terrasse an der Klostermühle Heiligenberg, ein beliebtes Ausflugslokal.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Vier Intensivpatienten in Behandlung

Update, 18.25 Uhr: Nachdem über das Wochenende nur von wenigen Neu-Infektionen mit Sars-CoV-2 im Landkreis Diepholz berichtet wurde, schnellt die Kurve am Montag wieder nach oben. Wie die Kreisverwaltung am Abend mitteilt, gibt es zwölf neue Infektionen im Kreis. Damit stieg die Zahl auf insgesamt 90 Coronavirus-Fälle.

Erstmals seit einigen Tagen gibt es auch wieder Angaben zur geografischen Verteilung der Infizierten. So seien derzeit 21 Fälle in der Gemeinde Weyhe, 14 in der Gemeinde Stuhr, 13 in Diepholz, 10 in Bassum, 7 in Syke und 5 in Twistringen sowie 20 weitere Fällen im Landkreisgebiet bekannt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Im Zuge der zwölf neuen Coronavirus-Infektionen seien insgesamt 305 Kontaktpersonen ermittelt worden, die sich nun vorsichtshalber in häusliche Quarantäne begeben sollen. Derzeit befinden sich außerdem neun Corona-Patienten in stationärer Behandlung, davon werden vier intensivmedizinisch behandelt. Beatmungspflichtige Patienten werden in der Klinik Bassum behandelt. Sechs Quarantänen konnten nun beendet werden.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Welle der Hilfsbereitschaft in Stuhr

Update, 17.50 Uhr: Während sich das Coronavirus im Landkreis Diepholz weiter ausbreitet, steigt die Hilfsbereitschaft und die Solidarität unter vielen Einwohnern. So konnte die Corona-Hilfe Stuhr am Montag beeindruckende Zahlen verkünden.

Mehr als 150 Menschen (Stand Montagnachmittag) hätten sich laut der Initiative seit Mitte vergangener Woche gemeldet, um ältere oder vorerkrankte Mitbürger aus der Gemeinde in Zeiten der Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 zu unterstützen – sei es beim Einkaufen, beim Besorgen von Medikamenten oder beim Gassigehen. Im Gegenzug hätten sich elf Personen, die sich vorstellen können, das Angebot der Paten in Anspruch zu nehmen, bei der telefonischen Anlaufstelle der Corona-Hilfe angerufen.

Wer auch seine Hilfe anbieten will, der kann sich online melden unter www.coronahilfestuhr.de. Wer Hilfe sucht, kann montags bis freitags von 8.30 bis 13 Uhr im MGH in Stuhr unter 0421/ 80 60 98 74 anrufen.

Auch in Weye und in Syke gibt es entsprechende Corona-Hilfen.

Die Coronahilfe Stuhr von Oliver Müller vom MGH (v.l.), Bürgermeister Stephan Korte und Jan Laue hat eine beachtliche Nachfrage erfahren.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Frühjahrsmarkt in Wagenfeld abgesagt

Update, 16.35 Uhr: Der Frühjahrsmarkt in Wagenfeld wird wegen des Coronavirus abgesagt. Dies teilte Bürgermeister Matthias Kreye mit. „Die Betriebe und Schausteller hatten damit bereits gerechnet und zeigten volles Verständnis“, so Kreye. Die bekannte Veranstaltung in Wagenfeld im Landkreis Diepholz war für den 18. und 19. April geplant.

Update, 15.15 Uhr: Ein ambulanter Pflegedienstleister aus dem Landkreis Diepholz schlägt Alarm. Bei „B&K“ gehen Einweghandschuhe, Mundschutz und Desinfektionsmittel zur Neige. Die sind jedoch unabdingbar bei der ambulanten Pflege.

Der Leiter der Einrichtung, Wladimir Krygier, ist wütend und wirft den zuständigen Behörden und Ämtern fehlende Kooperation und mögliche Inkompetenz vor. Krygier glaubt, dass das Gesundheitsamt des Landkreises Diepholz die Corona-Problematik immer noch falsch einschätzt.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Polizei verschärft Kontrollen

Update, 14.35 Uhr: Die Polizei im Landkreis Diepholz informiert darüber, dass sie in nächster Zeit verschärft die Einhaltung der verhängten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus überwachen wird. So seien laut Polizeimitteilung am Sonntag noch zwei Gastronomiebetriebe in Twistringen und Bruchhausen-Vilsen ermahnt und auf die neue Allgemeinverfügung hingewiesen worden.

Auch wenn eine Ausgangssperre derzeit noch nicht gelte würde das am Sonntag beschlossene Kontaktverbot bereits von der Polizei durchgesetzt. „Ansammlungen von mehr als zwei Personen sind verboten und werden von der Polizei kontrolliert“, hieß es dazu von den Beamten.

Update, 14 Uhr: Paukenschlag aus Wildeshausen: Wegen der Corona-Krise wird das komplette Gildefest 2020 abgesagt. „Der Höhepunkt der Corona-Pandemie wird von den Experten gerade zum Pfingstfest hin prognostiziert. Insoweit haben wir uns entschlossen das Gildefest abzusagen", so Gildeoberst Willi Meyer.

Die traditionsreiche Veranstaltung war vom 30. Mai bis 7. Juni geplant. Ob auch andere Schützenfeste der Entscheidung des Gildefests folgen werden, ist derzeit noch offen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Zahl der Neu-Infektionen steigt nur geringfügig

Update, 11.50 Uhr: Die Zahl der Neu-Infektionen ist am Wochenende nur geringfügig angestiegen. Am Sonntagabend sprach die Kreisverwaltung von lediglich drei Neu-Infektionen mit Sars-CoV-2. Damit liegt die Gesamtzahl der am Coronavirus-Erkrankten nun bei 78.

Zum Ende der Woche äußerte sich auch Landrat Cord Bockhop zu den neuen, von Bund und Ländern beschlossenen,  Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. „Die Allgemeinverfügung des Landes Niedersachsen begrüße ich ebenso wie die Abstimmung der Bundesländer“, teilte der Landrat mit. „Die im Wesentlichen einheitliche Regelung gibt unseren Bürgern Sicherheit und schafft Verständnis.“

Am Ende habe es mit der Verabschiedung der neuen Maßnahmen auch eine gute Nachricht gegeben: „Wir brauchen in Deutschland noch keine flächendeckende Ausgangssperre.“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Appletree Garden Festival auf der Kippe

Update, 23. März, 11 Uhr: Die Macher des Appletree Garden Festivals in Diepholz haben sich auf ihrer offiziellen Facebook-Seite mit einer ernsten Botschaft an ihre Fans gewendet. „Auch wir verfolgen selbstverständlich die aktuellen Entwicklungen, aber auch wir können nicht in die Zukunft gucken und eindeutig abschätzen, ob wir in diesem Jahr gemeinsam im Apfelbaumgarten auf unseren 20. Geburtstag anstoßen können“, schreiben die Macher des beliebten Indie-Festivals aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus.

Die Veranstaltung ist eigentlich für den 30. Juli bis 1. August auf dem Lüdersbusch in der Kreisstadt geplant. Ob das Festival ist diesem Jahr über die Bühne geht, wird sich nun in den nächsten Wochen der Corona-Krise entscheiden.

Update, 22. März, 10.10 Uhr: Bayern verhängt weitreichende Ausgangssperren für einen Zeitraum von zwei Wochen. Das hat der Ministerpräsident des Freistaats angekündigt. Sollte eine Ausgangssperre aufs ganze Land ausgeweitet werden, so dass sie auch in Weyhe gilt? „Wenn sie kommen sollte, wird sie umgesetzt“, sagt Bürgermeister Frank Seidel

Bilder von überfüllten Supermärkten und Baumärkten seien ihm präsent. Die vielen Appelle fruchten nicht, äußert er seine Einschätzung. Da sich zu viele Menschen nicht an die Appelle halten, seien Einschränkungen der Bewegungsfreiheit unausweichlich, sagt er. (sie)

Corona im Landkreis Diepholz: Zahl der Infektionen erneut angestiegen

Update, 16.40 Uhr: Erneut ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen im Landkreis Diepholz angestiegen. Die Kreisverwaltung spricht in der neuesten Meldung von 75 bestätigten Fällen. Im Vergleich zu den Zahlen von Freitag sind das zwölf neue Infektionen, die durch einen Abstrich bestätigt worden.

Update, 21. März, 11.30 Uhr: Das Coronavirus breitet sich im Landkreis Diepholz aus. Die Kreisverwaltung zählte bis Freitagabend 63 Covid-19-Infektionen. Auch die Situation der  Zahnärzte im Landkreis ist in Zeiten der Corona-Pandemie extrem belastend. Das merkt man Christian Schomaker auch an.

Der Bassumer Zahnarzt will seinen Auftrag erfüllen. Aber er sagt auch ganz klar: „Wir können uns nicht schützen, wir können unsere Mitarbeiter nicht schützen und wir können unsere Patienten nicht schützen. Das sollen die Leute wissen. Zahnärzte sind Multiplikatoren.“

Diese Zahnärzte sorgen sich um die Sicherheit ihrer Patienten und ihrer Angestellten in Zeiten der Corona-Krise: Gabriel Magnucki (links) und Christian Schomaker betreiben eine Praxis in Bassum.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Zahl der Infektionen steigt rasant

Update, 17.15 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infizierten im Landkreis Diepholz ist weiter angestiegen. Wie die Kreisverwaltung am Freitagnachmittag mitteilte, wurden in nicht einmal 24 Stunden 16 neue Erkrankungen mit Covid-19 gemeldet.

Die Gesamtzahl der Infizierten erhöht sich damit auf 63 – ein Anstieg von rund 34 Prozent im Vergleich zum Vortag.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Polizei verschärft Kontrollen

Der Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus im Landkreis Diepholz läuft derweil unvermindert weiter. Die Kreisverwaltung berichtet, die Polizei sei nun verstärkt im Kreis unterwegs, um die aktuellen Auflagen zu kontrollieren.

So sei bereits ein Restaurant-Besitzer erwischt worden, der sein Geschäft trotz Verbots noch geöffnet hatte. Am Donnerstag seien zudem Kinder auf Spielplätzen und Schulhöfen gesichtet worden, die dort Fußball spielten und somit gegen die derzeitigen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verstießen. Die Polizei habe die Heranwachsenden ermahnt und nach Hause geschickt, hieß es.

Im Landkreis Diepholz steigt die Zahl der Corona-Infizierten weiter an.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Kirchen in Stuhr starten besondere Aktion

Update, 14.30 Uhr: Weil wegen der Corona-Krise die Gottesdienste im Landkreis Diepholz ausfallen, hat sich die Kirchengemeinde Stuhr eine besondere Aktion einfallen lassen. So sollen am Sonntag um 18 Uhr alle Kirchenglocken in der Gemeinde Stuhr läuten.

Die evangelischen und katholischen Kirchen laden die Menschen dann ein, einen Moment Stille zu halten und zu beten. Das Geläut biete auch einen schönen Rahmen, um in Zeiten des Coronavirus an Freunde, Familie, medizinisches Personal, Tote oder Personen, denen es nicht gut geht, zu denken, heißt es in der Ankündigung.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: YouTube-Gottesdienst im Nachbarkreis

Harpstedt im Nachbarkreis Oldenburg geht derweil andere Wege und veranstaltet während der Corona-Pandemie einen digitalen Gottesdienst. Bereits am vergangenen Sonntag wurde die gesamte Veranstaltung auf YouTube live ins Internet übertragen – mit Erfolg.

Jetzt will die Kirche an dem Konzept festhalten. „Die Kirchengemeinde wird ihr Gottesdienstangebot auch unter den gegenwärtigen Umständen aufrechterhalten. Jeden Sonntag um 10 Uhr, also zur normalen Gottesdienstzeit, hat die Gemeinde die Möglichkeit, am Bildschirm den Gottesdienst zu feiern. Auch die Zusatzangebote in der Passions- und Osterzeit wie Andachten, die Gründonnerstagsfeier und der Gottesdienst am Karfreitag werden live aus der ansonsten leeren Kirche übertragen“, heißt es.

Am kommenden Sonntag soll es an dieser Stelle eine erneute Übertragung des Gottesdienstes geben.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Tierpark sendet Hilferuf

Update, 14 Uhr: Während zahlreiche Selbstständige und mittelständische Betriebe wegen finanzieller Einbußen durch die Ausbreitung des Coronavirus um ihre Existenz bangen müssen, schickt nun auch eine bekannte Einrichtung aus Ströhen bei Wagenfeld einen Hilferuf ab.

Eigentlich startet der Tierpark Ströhen zu dieser Zeit in die neue Saison und verzeichnet steigenden Besucherzahlen – doch die bleiben wegen des Coronavirus aktuell aus. Auf Facebook hat der Leiter des Tierparks Ströhen jetzt einen Aufruf gestartet.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Diesel-Preis drastisch gefallen

Gute Nachrichten gibt es derweil aus Kirchdorf. Weil die Desinfektionsmittel wegen der Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 zur Neige gehen, stellt der Apotheker Tim Piasta das kostbare Mittel kurzerhand selber her – und er ist damit nicht alleine.

Eine weitere gute Nachricht, zumindest für alle Autofahrer, kam Ende der Woche von den Tankstellen-Betreibern im Umland. Wegen des Coronavirus ist der Diesel-Preis zuletzt drastisch gefallen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Zahlreiche Initiativen gegründet

Update, 12 Uhr: Die Corona-Krise hat im Landkreis Diepholz einige Hilfsinitiativen hervorgebracht, die sich um die virusanfälligeren Mitglieder der Gesellschaft kümmern wollen. So hat sich in Weyhe etwa eine Gruppierung mit dem Motto „Corona in Weyhe – Wir helfen!“ gegründet. Unter der Rufnummer 04203/71188 kann hier nachbarschaftliche Hilfe angefordert werden, so Mit-Initiator und Bürgermeister Frank Seidel.

In Syke gibt es ein ähnliches Projekt. So wurde die Initiative „Syke für Syke – füreinander da!“, um Senioren vor den Folgen der Coronavirus-Pandemie zu schützen. In Barrien hat die Kirchengemeinde unter dem Stichpunkt „Kirche Barrien hilft“ ein Netzwerk zur Nachbarschaftshilfe in Zeiten der Corona-Krise aufgebaut.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Wie lebt es sich mit Ausgangssperre?

Schlechte Nachrichten gab es jetzt für ein Ehepaar aus Bassum. Seine Traumreise zur Goldenen Hochzeit nahm durch die Ausbreitung von Sars-CoV-2 ein jähes Ende.

Glücklicher schätzen können sich hier eigentlich Rita Soostmeyer und Oliver Behring, die sich schon im Urlaubsparadies befinden – allerdings in häuslicher Quarantäne. Das Coronavirus zwang die beiden Unternehmer, ihre Aktivitäten im Freien einzustellen. Die ehemaligen Weyher berichten von Mallorca, wie es sich in mit einer Ausgangssperre lebt.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Kleingruppen werden verboten

Update, 20. März: Landrat Cord Bockhop hat noch einmal an die Bürger im Landkreis Diepholz appelliert: „„Bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie soziale Kontakte“, sagte der Chef der Kreisverwaltung.

Unterdessen werden weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen und konkretisiert.„So sind nun auch Versammlungen unter freiem Himmel mit mehr als zehn Teilnehmenden verboten“, schrieb die Kreisverwaltung am Donnerstag.

„Von Tag zu Tag gibt es auch im Landkreis Diepholz immer mehr bestätigte Corona-Erkrankungen. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, ist der Beitrag jedes einzelnen erforderlich“, so Landrat Cord Bockhop.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Volksbank schließt Filialen

Update, 17.50 Uhr: Die Volksbank Aller-Weser schließt wegen der Ausbreitung des Coronavirus ab Montag ihre Filiale in Asendorf (Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen). Dies gab die Bank in einer Pressenotiz am frühen Donnerstagabend bekannt. Neben der Niederlassung in Asendorf werden auch die Geschäftsstellen in Kirchlinteln, Thedinghausen, Dörverden und Eystrup geschlossen, heißt es.

„Die Gesundheit der Mitglieder, Kunden und unserer Mitarbeiter hat in der aktuellen Lage höchste Priorität“, so die Vorstände der Volksbank Aller-Weser.

Der SB-Bereich mit den Geldautomaten und Kontoauszugsdruckern soll für die Bargeldversorgung während der Corona-Krise weiter geöffnet bleiben. Die Briefkästen würden regelmäßig geleert. Die Berater sind telefonisch während der üblichen Servicezeiten unter 04251/8280 erreichbar, heißt es weiter. Für den Zugang zum Schließfach wird um eine vorherige Terminvereinbarung gebeten.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Zehn neue Fälle bestätigt

Update, 17.30 Uhr: Innerhalb von nur einem Tag ist die Zahl von Coronavirus-Infizierten im Landkreis Diepholz um fast 30 Prozent angestiegen. Die Kreisverwaltung meldete am späten Donnerstagnachmittag mit insgesamt 47 positiv getesteten Fällen einen neuen Höchststand an Sars-CoV-2-Infektionen. Damit sind es noch einmal zehn mehr, als am Mittwochabend.

Außerdem teilte der Landkreis Diepholz mit, dass sich derzeit mehr als 100 Personen in häuslicher Quarantäne befinden.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Ochtum Park in Stuhr bei Bremen schließt

Update, 16.30 Uhr: Die von der Regierung angeordneten Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus haben auch die Geschäfte im Ochtum Park in Stuhr-Brinkum zum Schließen gezwungen. Viele Inhaber hätten die Maßnahmen von sich aus umgesetzt, berichtet der Inhaber des Ochtum Parks, Rolf Müllmann.

Für ihn selbst entstehe dabei als Vermieter kein finanzielles Risiko, lediglich für die Geschäftsinhaber, so Müllmann. Während das benachbarte Möbelkaufhaus Ikea wegen der Ausbreitung des Coronavirus vor Kurzem bundesweit den Betrieb eingestellt hat, ist der Lebensmittelhandel Kaufland noch dem üblichen Kundenandrang ausgesetzt.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: „Wir spielen mit dem Leben“

Update, 15.30 Uhr: „Das Coronavirus wird unterschätzt. Wir spielen mit dem Leben.“ Das sagte der Allgemeinmediziner Dr. Christoph Kirchberg aus Diepholz. In seiner Gemeinschaftspraxis tragen mittlerweile alle Ärzte und Arzthelferinnen als Vorsichtsmaßnahme einen Mundschutz. Außerdem arbeiten sie in zwei Teams.

Während die Innenstadt in Diepholz dieser Tage weitgehend verwaist ist, unterstreicht Dr. Kirchberg noch einmal die Bedeutung der aktuellen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Viele hätten derzeit noch zu wenig Angst vor Sars-CoV-2 und verhielten sich zu sorglos. Kirchberg fordert, dass Kunden in Supermärkten einen Mindestabstand unter sich und zum Personal einhalten sollten.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: CDU-Politiker in Quarantäne

Erstmeldung, 19. März: Das neuartige Coronavirus ist im Landkreis Diepholz angekommen. Während es bundesweit am Donnerstagvormittag 12.707 bestätigte Infektionen gab, zählt der Landkreis Diepholz mittlerweile 37 Coronavirus-Fälle (Stand: Mittwochabend). Von den Infizierten befinden sich nach Angaben des Klinikverbund-Geschäftsführers Uwe Lorenz jedoch nur zwei Menschen in stationärer Behandlung im Krankenhaus. Die übrigen Infizierten sind in häuslicher Quarantäne. Todesfälle gab es hierzulande bislang nicht.

Nachdem am Montag bekannt wurde, dass sich ein Mitglied der Kreisverwaltung mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert hat, ließen sich auch weitere Lokalpolitiker, die Kontakt zu der Person hatten, auf das Coronavirus testen. Während Landrat Cord Bockhop sich auf einer Kreisausschuss-Sitzung in Barnstorf vergangene Woche Donnerstag nachweislich nicht bei der ebenfalls anwesenden, infizierten Person angesteckt hat und auch Kreisrat Jens-Hermann Kleine negativ getestet wurde, gibt es möglicherweise einen neuen Corona-Fall in Weyhe.

CDU-Fraktionsvorsitzender Dietrich Struthoff aus Weyhe

Der CDU-Fraktionsvorsitzende aus der Gemeinde, Dietrich Struthoff, zeigte Anfang der Woche deutliche Grippe-Symptome und begab sich daraufhin in häusliche Quarantäne. Derzeit wartet er darauf, auf einen Coronavirus-Test machen zu können. Struthoff war ebenfalls auf der Kreisausschuss-Sitzung vergangene Woche und saß für mehrere Stunden in der Nähe des infizierten Verwaltungsmitglieds. Ob es hier zu einer Ansteckung kam, lässt sich jedoch nicht mit Sicherheit sagen. (ls)

Rubriklistenbild: © dpa

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