Cooler Hüne mit Zigarre

Hollywood-Schauspieler Fred Williamson stellt seinen aktuellen Film im Hansa Kino vor

Mit seinen 1,91 m macht Fred Williamson immer noch eine gute Figur – trotz mittlerweile 80 Jahren. - Foto: Detlef Voges

Syke - Von Detlef Voges. Ein kleines bisschen wie Hollywood ist es schon. Die Fans sind da. Als er kommt (Frage: kommt er wirklich?), erklingen Begrüßungsrufe. Kameras und Smartphones sind in Betrieb. Der Mann trägt ein helles Sommerhemd mit dem Aufdruck „This girl is fresh“, Goldkette, schlanke sportliche Figur. Mit seinen 191 Zentimetern ist er nicht zu übersehen: Fred Williamson, US-amerikanischer Schauspieler aus Los Angeles.

Am Samstagabend war der 80-Jährige der Star im Hansa Kino. Gemeinsam mit Regisseur Nico Sentner und Co-Produzent Kevin Zindler stellte er in Syke seinen neuesten Film „Atomic Eden“ vor.

Die Fangemeinde ist klein, aber engagiert. Ein junger Mann möchte ein Autogramm, reicht Williamson eine DVD-Hülle vom Film „From Dusk till Dawn“. Mit seiner Rolle als Frost neben Hauptsdarsteller George Clooney hat Williamson 1996 seine Karriere in Deutschland richtig angestoßen.

Seine Schauspielkarriere startete Williamson Ende der 1960er-Jahre im US-Fernsehen mit Gastrollen in Serien. 1970 hatte er seinen ersten Auftritt als Schauspieler im Film „Mash“. Haupt- und Nebenrollen in Film und Fernsehen folgten. Der hünenhafte ehemalige Profi-Footballspieler war begehrt. In den 80er-Jahren übernahm er auch Rollen in italienischen Filmen. Seit Mitte der 70er-Jahre führte er auch Regie in Actionfilmen. Die Hauptrolle spielte er stets selbst.

Kontakt über Weyher Filmemacher

Der Mann hat mit seinen 80 Jahren immer noch etwas Lässiges. Sein Markenzeichen ist eine Zigarre, die er cool zwischen den Fingern hält. Eine kubanische? „Nein, die kostet zu viel“, sagt er mit Bass-Stimme und lächelt.

Silvia Kahle, seit 22 Jahren Chefin im Hansa Kino, freut sich über die Abwechslung. So oft komme es ja nicht vor, dass sich ein leibhaftiger Schauspieler vorstelle, schon gar nicht aus Hollywood.

Die Kontakte zu Williamson, dem Mann aus Gary (Indiana), erfolgten über Filmemacher in Deutschland, über Nico Sentner aus Sachsen-Anhalt und Kevin Zindler aus Weyhe. Sentner hat das Drehbuch für „Atomic Eden“ geschrieben und auch Regie geführt. Er ist einer von vielen deutschen Independent-Filmern, der mit seiner Firma „Generation X Group“ Filme ohne Förderung produziert. Auch mit Schauspielern wie Fred Williamson, Lorenzo Lamas und Lance Henriksen. Williamson und Lamas gehören auch zur Hauptcrew des Films „Atomic Eden“.

Der Weyher Zindler hat viel Arbeit in den Film gesteckt

Fertig gestellt schon 2015, ist die deutsche Fassung jetzt erst realisiert worden. Daran hat Co-Produzent Kevin Zindler maßgeblichen Anteil. Er sorgte unter anderem für die Synchronsprecher und die Nachbearbeitung in einem Berliner Studio. Eine kosten- und zeitaufwendige Arbeit.

Dass Zindler den Film in Syke zeigt, stand für ihn von vornherein fest, hat er doch in der Hachestadt so manchen Film gesehen und seine Leidenschaft zum Genre entwickelt.

Sehr zur Freude von Silvia Kahle, da das Hansa Kino eines von nur 20 Kinos in Deutschland ist, die Zindler für die Vorführung angemietet hat. Das „Atomic Eden“-Plakat hängt auch werbewirksam in einem Schaukasten neben den Plakaten von „Mamma Mia“ und „Sicario 2“.

Am 27. September erwartet die Syker Kino-Chefin einen weiteren bekannten Gast: Eike Besuden. Der Bremer Regisseur, Autor und Produzent stellt seinen Film „All-inclusive // Hotel Weserlust“ vor. Besuden hat unter anderem die Filme „Verrückt nach Paris“ und „Aufgeben? Niemals! – Die Geschichte der Familie Bamberger“ gedreht.

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