Coaching-Projekt „Stärker werden“ ist ein Erfolg / Noch kein Tandem auseinandergegangen / „Sinn bereits nach dem ersten Jahr erfüllt“

Am Wichtigsten ist eine gute Chemie

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Mit einem Fest wurde der positive Verlauf des Projektes „Stärker werden“ gefeiert. Gemeinsam mit Andrea Godehus-Ochtmann (hinten rechts), Schulleiterin Ursula Buchwald-Wachendorf (hinten 4.v.r.) und Rolf Borchers (hinten 5.v.r.) feierten die Kinder und deren Coaches.

Syke - Von Heiner Büntemeyer. Das Coaching-Projekt „Stärker werden“ hat sich bewährt. Alle Beteiligten sind begeistert, denn die in dieses Projekt gesetzten Erwartungen haben sich erfüllt. „Das war zwar unser Wunsch, doch es war ein Versuch mit Risiken“, berichtete die Lernpsychologin Andrea Godehus-Ochtmann am Freitag, als sich alle Beteiligten zur Abschlussfeier trafen. Sie begleitete das von Ursula Buchwald-Wachendorf, Leiterin der Grundschule Am Lindhof, angeschobene und durch den Lions-Club Syke finanzierte Projekt als Koordinatorin und Supervisorin.

Entscheidend für das Gelingen war die Arbeit der acht Coaches Ingeborg Wilke, Jutta Koopmann, Heinz-Georg Lindhoff, Medard Andrae, Deike Gutbrod, Hella Schulz, Elfriede Hollander und Ursula Netzel.

Sie hatten sich bereit erklärt, Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen und sie zu stärken, indem sie ihnen viel Zeit und Zuwendung schenkten. „Für viele dieser Kinder ist es schon etwas Besonderes, dass sich Erwachsene für sie Zeit nehmen“, erklärte Godehus-Ochtmann.

Für die Arbeit der Coaches gab es keine Blaupause, es sei ein Pilotprojekt, so Godehus-Ochtmann. Das von ihr entwickelte Konzept sah die Bildung von Tandems, bestehend aus einem Coach und einem Kind, vor. Die Klassenlehrer der 3. und 4. Klassen wählten Kinder aus, zu denen passende Begleiter gefunden wurden.

Wichtig für das Gelingen waren gründliche Vorbereitungen und intensive Gespräche. Es ging dabei um gemeinsame Vorlieben und Angebote, aber noch viel mehr um „die Chemie“. Um den ersten Kontakt herzustellen, besuchte Andrea Godehus-Ochtmann mit den Coaches jede Familie. Dieser Aufwand hat sich gelohnt: Es ist kein Tandem auseinandergegangen.

Die Inhalte der Zusammenarbeit blieben offen. „Am Anfang war ich mit meiner Schülerin nur unterwegs, um zu shoppen“, berichtete Elfriede Hollander. Es habe gedauert, bis das Eis geschmolzen und die Zeit reif war, etwas zu verändern und das Kind auch mal zu kritisieren.

Heinz-Georg Lindhoff baute das Vertrauen seines zunächst ängstlichen Schützlings an der Seilbahn auf einem Kinderspielplatz auf. „Wie sie miteinander umgehen, was sie gemeinsam unternehmen, das entwickelt sich erst beim konkreten Zusammentreffen“, sagte Godehus-Ochtmann. Bei regelmäßigen Gesprächen wurden auch mögliche oder tatsächliche Konflikte gelöst. Auch zu den Eltern entwickelten sich Kontakte.

Der Lions-Club Syke finanziert das Projekt zunächst für vier Jahre. „Es hat seinen Sinn bereits nach dem ersten Jahr mehr als erfüllt“, erklärte Lions-Pressewart Rolf Borchers. Er werde beim Lions-Treffen jedenfalls „engagiert darüber berichten“.

Die bestehenden Tandems werden im nächsten Schuljahr fortgesetzt, auch wenn die Schüler die Schule wechseln. Zugleich werden für zehn Schüler der jetzigen 2. Klassen weitere Coaches gesucht. Wer Interesse daran hat, meldet sich bei Buchwald-Wachendorf.

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