„Fenster zur Bibel“ 

70 Chagall-Originale im Gemeindehaus Syke

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Renate Frank (v.l.), Katja Hedel und Susanne Heinemeyer mit einem Bild, wie es im Malworkshop der Ausstellung „Fenster zur Bibel entstehen kann. Das Bild „Jakob und die Himmelsleiter haben die Jüngsten bei der Kinderkirche nachgemalt.

Syke - Von Robin Grulke. Rund 70 Originale von Marc Chagall sind im April im Syker Gemeindehaus zu sehen. Eine Woche lang zeigt die Ausstellung „Fenster zur Bibel“ Motive des weltbekannten Künstlers. Die Besucher haben sogar die Möglichkeit, Lithografien und Kunstdrucke zu erwerben.

„Für uns ist es ein relativ großes Projekt“, erzählt Katja Hedel, Pastorin in Barrien. Gestern präsentierte sie gemeinsam mit Susanne Heinemeyer, ebenfalls Barrier Pastorin, und der Ehrenamtlichen Renate Frank die siebentägige Ausstellung.

Von Montag bis Sonntag, 3. bis 9. April, herrscht im Gemeindehaus Syke reger Betrieb. Etwa 70 Werke des russischen Künstlers, dessen Verbindung zur Religion prägend für seine Arbeit war, werden dort zu sehen sein. Mehrmals am Tag sind Führungen durch die Ausstellung möglich, zudem gibt es Vorträge rund um die Personalie Chagall. Eine einmalige Gelegenheit – doch wie bekommt man eigentlich einen Chagall nach Syke?

Heiner Eberhardt macht‘s möglich

Das Geheimnis lautet Heiner Eberhardt. Der 67-Jährige gehört zur Leitung der Klostermühle, einem Freizeitheim mit Bibelschule in Rheinland-Pfalz. Eberhardt pflegt engen Kontakt mit einer Galerie in Frankfurt, die Chagalls Werke mehrmals jährlich für Kurzausstellungen verleiht. Katja Hedel und Susanne Heinemeyer haben ihn erfolgreich eingeladen.

Mit Heiner Eberhardt kommt also ein wahrer Chagall-Experte nach Syke. In der Ausstellungswoche leitet er die Führungen und hält fünf Vorträge sowie eine Predigt über den 1985 verstorbenen Künstler.

„Das ist dann ‘ne Fälscherwerkstatt“

Am Samstag, 8. April, ist er außerdem verantwortlich für einen Malworkshop für Kinder und Erwachsene. Dabei beschäftigen sich die Teilnehmer mit den ausgestellten Bildern, lassen sich von ihnen inspirieren und bringen selber ein Werk aufs Papier. „Das ist dann ‘ne Fälscherwerkstatt“, scherzt Renate Frank. Die Besucher werden gebeten, die dafür nötigen Maluntensilien selber mitzubringen.

Neben den Führungen, für die Frank noch Anmeldungen unter 04242/169 52 42 annimmt, ist das „Chagall-Café“ ein weiteres Angebot rund um die Ausstellung. Im Café Alte Posthalterei besteht die Möglichkeit, die Kunst mit einem Café-Besuch zu verbinden.

Die Ausstellung wird am Montag, 3. April, um 19.30 im Syker Gemeindehaus eröffnet. Heiner Eberhardt gibt den Besuchern dann einen Crash-Kurs in Sachen Chagall.

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