Celina Gieseke berichtet von Praktikum in der Verwaltung von Logroño

Die spanische Karton-Ordnung

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Celina Gieseke, Ausdzubildende bei der Stadt Syke, war mehrere Wochen zum Praktikum in der Verwaltung der spanischen Stadt Logroño. -

Syke - Von Frank Jaursch. Wer sich für ein paar Wochen auf den Weg nach Spanien macht, der ist für gewöhnlich auf der Suche nach Erholung, Sonne und Spaß. Für Celina Gieseke galt das nicht: Die 19-Jährige hat ein vierwöchiges Praktikum absolviert – und zwar in der Stadtverwaltung der 150. 000-Einwohner-Stadt Logroño.

Die Wahl ihres Praktikums-Arbeitgebers kommt nicht von ungefähr: Die Arbeit im Rathaus ist ihr tägliches Brot. Gieseke macht derzeit bei der Syker Stadtverwaltung eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. Als sie im Rahmen des EU-Förderprogramms Erasmus das Angebot erhielt, griff sie zu.

Rückenwind gab es dafür von Bürgermeisterin Suse Laue: „Wenn junge Leute kommen und sagen, ‘wir wollen so was machen’, dann sollen sie es machen. Das ist ein wichtiger Blick über den Tellerrand, mit dem sie die Arbeit vergleichen können.“

Sie war in einer Außenstelle des Rathauses tätig, beschäftigte sich mit den Musikangeboten. So entwarf sie einen Flyer für die Veranstaltungen im örtlichen Jugendhaus.

Für Gieseke gab es eine ganze Reihe von Vergleichsmöglichkeiten. Und Unterschiede ohne Ende, wie sie nach der Rückkehr berichtete. „Die Abläufe waren total anders“, schildert sie. Von den ungewöhnlichen Arbeitszeiten über viel zu spätes Abendbrot bis hin zu einem Ausbildungssystem, das mit dem gut durchorganisierten deutschen Gegenstück überhaupt nicht vergleichbar ist.

Ein ganz wesentlicher Unterschied war darüber hinaus der Umgang mit Unterlagen. „Es ist da nicht so wie hier, dass man einen Ordner für alle Sachen hat“, lacht die 19-Jährige. „Da werden die Sachen irgendwann rausgenommen und in einen Karton reingelegt.“

Wenn man dann später noch einmal eine Info von den abgelegten Unterlagen benötigt, heißt es: im Karton wühlen. „Da gab es überhaupt keine Struktur. Da gefällt es mir hier besser.“

Das, so findet auch Laue, sei doch auch eine schöne Erkenntnis. „Es ist doch schön, die Vor- und Nachteile in den Ländern kennenzulernen“, findet Laue. Das sei schließlich auch für die eigene Entwicklung wichtig.

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