Konzert im Rahmen des Gartenkultur-Musikfestivals 

Carport wird zur Konzerthalle

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Eva Pressl und Sigrun Busch sorgten als Duo Flauto e Arpa auf dem Landsitz Wachendorf für einen gelungenen Abschluss der Syker Konzertreihe im Rahmen des Gartenkultur-Musikfestivals.

Wachendorf - Von Anika Bokelmann. Harmonische Harfen- und Flötenklänge waren über das Gelände des Landsitz Wachendorf und noch darüber hinaus zu hören und luden zum Träumen ein, als das Duo Flauto e Arpa am Sonntagnachmittag sein Konzert gab. Neben der klingenden Kunst gab es Bilder und Skulpturen im Rahmen der Ausstellung „Kunst-Zeug“ zu sehen, denn die Landsitz-Eigentümer Rene Rameil und seine Frau Sabine Greulich öffneten auch dafür ihre Türen.

Über das Konzert im Rahmen des Gartenkultur-Musikfestivals freute sich Rameil besonders. Der Gastgeber kündigte damit „eine Premiere für den Landsitz“ an, zu der rund 300 Gäste angereist waren. Glücklicherweise hatten einige Campingstühle und Decken dabei – andernfalls hätten nicht alle Kunstinteressierten einen Sitzplatz gefunden. Doch Platz gibt es im Garten am Rande des Naturschutzgebiets reichlich. Im Schatten der Bäume oder im großen Carport, der zur Konzerthalle umfunktioniert wurde, genossen die Besucher die Darbietung von Eva Pressl und Sigrun Busch.

Im ersten Teil stimmte das Bremer Duo Sonaten aus dem 18. und 19. Jahrhundert an, im zweiten Teil erklangen auch jüngere Stücke und schlossen den Bogen, der Musik verschiedener Epochen umspannte. Unter anderem bei Johann Sebastian Bachs Sonate in Es-Dur harmonierte die Harfe von Eva Pressl mit der großen Querflöte von Sigrun Busch. Und eine friedliche Stille legte sich über den Landsitz, den das Ehepaar Rameil-Greulich seit gut einem Jahr bewohnt.

Inzwischen ist das große Anwesen zu einem Veranstaltungsort für kulturelle Events sowie zu einem Seminarhaus geworden. Für die Organisatoren des Garten-Kultur-Musikfestivals offenbar Grund genug, ein Konzert dort spielen zu lassen.

Harmonie von Harfe und Querflöte

Im andächtigen Schweigen verharrten die Zuhörer, als Busch und Pressl, die seit 1995 als Duo Flauto e Arpa auftreten, die Sonate C-Dur KV 14 anstimmten. Diese hatte „das Wunderkind“ Wolfgang Amadeus Mozart bereits als Achtjähriger komponiert. Und so erfreuten sich die beiden Musikerinnen ebenso wie das Publikum an den kindlich-fröhlichen Tönen und Trillern der Querflöte.

Nachdem die flatternden Töne, die gut zum Sommerwetter passten, verklungen waren, folgten langsame und zum Teil dunklere Melodien. Aber nicht nur Klassiker wie Claude Debussys Clair de Lune fanden Anklang beim Publikum: Mit der Harfe als typischem Engelinstrument, an dessen Saiten Eva Pressl gleichmäßig zupfte, und dem Holzblasinstrument zur Unterstützung brachten die Frauen die Histoire du Tango von Astor Piazolla zu Gehör, in der sich schnelle und langsame Sätze abwechseln und das viele Facetten der Instrumentalmusik enthält.

Rund 300 Besucher fanden im Carport und im idyllischen Garten des Landsitzes einen Platz. 

Die Pause zwischen den Konzertparts nutzten viele, um sich am Kuchenbüfett zu stärken, das Rene Rameil und Sabine Greulich mit der Unterstützung von Bekannten auf die Beine gestellt hatten. Gegen eine Spende kamen die Besucher des Konzerts in den Genuss der selbst gebackenen Leckereien und einer Tasse Kaffee.

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