Am Café Alte Posthalterei steht die erste „Luft-Tankstelle“ im Landkreis

Kannste mir mal ein bisschen Luft pumpen?

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Bürgermeisterin Suse Laue zeigt schon mal, wie‘s geht – kinderleicht nämlich. Hans-Heinrich Kellner (r.), der geistige Vater der Luft-Tankstellen, Johannes Huljus (v.) vom Café Alte Posthalterei und Landrat Cord Bockhop sind beeindruckt.

Von Frank Jaursch. Manchmal werden scheinbar selbstverständlich Dinge zur Mangelware. Luft zum Beispiel. Genug davon ist ja da, aber wie kriegt man es ohne Hilfsmittel in diesen doofen Fahrradschlauch?

Abhilfe schafft die erste „Luft-Tankstelle“ im gesamten Landkreis Diepholz. Was auf den ersten Blick ein bisschen wie ein Scherz anmuten mag, wird bei näherer Betrachtung eine sehr sinnvolle und zudem ziemlich pfiffige Angelegenheit. An einer von Fahrradfahrern viel frequentierten Stelle – in diesem Fall beim Café Alte Posthalterei – wird eine stationäre Fahrradpumpe installiert. Sie sorgt bei Bedarf für den nötigen Reifendruck: ohne großen Kraftaufwand und punktgenau. Das eingebaute Manometer macht‘s möglich.

Seit kurzem steht das erste von zunächst fünf landkreisweit geplanten Exemplaren beim Café Alte Posthalterei. Ein schlichtes Edelstahlgehäuse, ein Gummischlauch, die Luftdruckanzeige und der Griff – mehr ist nicht nötig. Technischen Schnickschnack sucht man vergebens. „Wir haben auf alles, was störanfällig ist, verzichtet“, erläutert Landrat Cord Bockhop. Das heißt: Für das „Betanken“ der Fahrrad- und E-Bike-Reifen ist schon ein kleines bisschen Muskelkraft nötig.

Geistiger Vater der Idee ist Hans-Heinrich Kellner vom Fachdienst Kreisentwicklung des Landkreises. Bei einer Tagung zum Thema Fahrradtourismus in Delmenhorst war er im Herbst auf die Luft-Tankstellen gestoßen.

Sein Vorschlag, eine kleine Tankstellen-Kette im Landkreis zu installieren, stieß auf Gegenliebe beim Chef: In den kommenden Wochen werden weitere Exemplare in Bruchhausen-Vilsen, Aschen, Ströhen und Hüde aufgebaut.

Johannes Huljus vom Verein „Rund ums Syker Rathaus“, dem Betreiberverein des Cafés, hält den Standort für hervorragend ausgesucht. „Wir haben hier am Wochenende locker 120 Gäste, und viele von ihnen kommen mit dem Rad.“ Zudem sei hier eine gewisse „soziale Kontrolle“ und damit ein Schutz vor Vandalismus gegeben

Bürgermeisterin Suse Laue pumpte Probe – und zeigte sich als begeisterte Radlerin angetan von der Idee. „So was hatten wir auf unseren Touren noch nicht so oft gesehen.“

Wenn es nach Cord Bockhop geht, darf das Luft-Tankstellen-Netz durchaus noch ausgebaut werden. „Das kann man doch auch als Restaurant oder Café machen“, regt er an. Hans-Heinrich Kellner (05441/ 9761290) stellt gern den Kontakt her.

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