Buntes Fest zum zehnten Geburtstag des Kindermuseums

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Kindermusiker Heiner sorgt für gute Laune.

Syke - Von Maik Hanke. Musik, Malen, Modellieren: Dass sich Kinder am besten über Interaktivität für Museen begeistern lassen, hat das Kreismuseum am Sonntag wieder einmal bewiesen. Beim Fest zum zehnjährigen Bestehen des Kindermuseums gab es für die Kleinen wieder etliche Angebote zum Ausprobieren und Mitmachen.

So muss das für Kinder also sein, schreiben zu lernen. Gucken, schreiben, absetzen, und von vorn. . – Sich noch einmal in die Rolle von Kindern versetzen und eine aus heutiger Sicht fremde Schrift lernen, konnten auch Erwachsene im nachgebauten Klassenzimmer des Kreismuseums.

Sütterlin ist eine Schreiblernschrift, die bis vor etwa 75 Jahren in deutschen Klassenzimmern gelehrt wurde. Diese Schrift konnten Eltern mit ihren Kindern mit Griffel auf Tafel oder mit Gänsekiel und Stahlfeder auf Papier lernen und schreiben. Aber nicht in Schulatmosphäre, sondern ganz locker.

Junie (9) und Jannik (11) haben Spaß am Schreiben und Malen auf der Tafel. Ist schon was Anderes, finden sie. Aber regelmäßig in der Schule so zu arbeiten? Das muss nun doch nicht sein.

Zwei Räume weiter: Madita (10) malt ein großes gelbes M auf ihr Papier, tupft mit einem Schwamm Rot hinein, umrahmt es mit Blau und malt den Hintergrund rot. Dann nimmt sie einen Kamm und streicht in Wellenformen über das Papier. „Hier entstehen richtig schöne Bilder“, sagt Museumspädagogin Ute Kolander und legt Maditas Bild zum Trocken auf einen Wäscheständer. Kolander zeigt den Kindern, wie man Kleisterbilder gestaltet.

Madita ist mit ihrem Vater Peter Ittmann da. Er ist begeistert vom Angebot des Museums. „Die geben sich hier richtig Mühe“, sagt er. Und er findet: „Alles ist besser, als sonntags vorm Fernseher zu sitzen.“

Um 15 Uhr betritt Heiner, der Rockmusiker für Kinder, das Klassenzimmer. Er zieht schon einen ganzen Schwarm von Kindern hinter sich her und sammelt die verbliebenen Kleinen ein. Dann geht es in der Diele mit Liedern und Tänzen richtig rund. Die Kinder machen bereitwillig mit, und auch einige Erwachsene lassen sich zum Mitmachen hinreißen.

Wieder einmal kommt auch der kleine Süßigkeitenladen mit den großen runden Bonbongläsern gut an. „Am Tante-Emma-Laden kommen die Kinder ganz schwer dran vorbei“, weiß Ruth Oldenburg, die die Tante Emma spielt.

So gut die Angebote bei den Besuchern auch ankamen: Wirklich zufrieden mit dem Tag waren die Museumsmitarbeiter aber nicht. Etwa 250 Erwachsene und 150 Kinder waren bis 16 Uhr gekommen. „Es hätte schon mehr sein können“, sagt Wochenend-Aufsicht Christine Budelmann. Schuld sei das regnerische Wetter.

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