Bundesverdienstkreuz für Peter Cohrsen / „Wir sind auf solche Menschen angewiesen“

Der Mann, der einfach Ordnung macht

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Stolz wie Oskar: Helga und Peter Cohrsen.

Barrien - Von Michael Walter. Rein rechnerisch erhält pro Jahr einer von 40000Bürgern in Deutschland das Bundesverdienstkreuz. In Syke leben gerade mal gut halb so viele. Und wenn davon dann in einem Jahr gleich zwei das Verdienstkreuz erhalten, ist das schon etwas ganz Besonderes.

Nach Ludwig Stöver im Juni war es am Donnerstag Peter Cohrsen, der den „Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland“ – so die offizielle Bezeichnung – aus der Hand von Landrat Cord Bockhop entgegennehmen konnte. Ausgezeichnet wurde Peter Cohrsen damit für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement bei der Arbeiterwohlfahrt und in der Kommunalpolitik.

Vorgeschlagen für diese Ehrung hatte ihn der Chef der SPD-Fraktion im Syker Rat, sein langjähriger politischer Weggefährte Heinfried Schumacher. Und bei seiner Laudation in der Barrier Kirche betonte Schumacher: „Ich bin stolz, dass es einer aus unseren Reihen ist.“

Kennengelernt habe er Cohrsen vor über 40 Jahren, als beide für die erste Ausgabe der SPD-Hauspostille „Syker Kieker“ gearbeitet hatten. Cohrsen habe damals Anzeigen akquiriert. „Ich habe ihn damals als diskussionsfreudig, zuverlässig und berechenbar schätzen gelernt, aber auch als einen geselligen Menschen, der ohne Probleme allein eine ganze Runde unterhalten kann.“ Schumacher wünschte Cohrsen alles Gute „und eine wunderbare neue Hüfte“.

Bürgermeisterin Suse Laue betonte Cohrsens „Verdienste um die soziale Gerechtigkeit“ und unterstrich: „Wir sind auf solche Menschen angewiesen.“ Sie skizzierte aber auch anschaulich Cohrsens Charakter. Dabei schilderte sie eine Begebenheit, die sich bei einem Besuch in Sykes polnischer Partnerstadt Wabrzezno zugetragen hatte: Man habe mit den Polen gemeinsam am Lagerfeuer gesessen und gesungen – was allerdings nicht so recht gelingen wollte. Bis Peter Cohrsen dazwischen fuhr: „So geht das nicht! Das ist ja ein ganz furchtbares Durcheinander“, zitierte sie ihn. „Und dann hat er das Durcheinander geordnet. Er ergreift die Initiative und macht einfach.“

Cohrsen selbst stellte in seiner kurzen Ansprache vor allem seine Weggefährten in den Mittelpunkt, von denen er viele zu seiner Ehrung eingeladen hatte. Namentlich erwähnte er Helmut Kastens, mit dem er seit den 1970er-Jahren parteipolitisch gearbeitet, aber auch Bildungsreisen begleitet habe. Unter anderem eine Exkursion durch die Sahara. Ebenso Bernd Richter, seinen Vorgänger beim Awo-Kreisverband, und Uschi Marone, die ihn nach einer längeren Auszeit in den 1990er-Jahren wieder in die Kommunalpolitik zurückgeholt habe. Vor allem betonte er aber den großen Rückhalt, den ihm seine Frau Helga in all den Jahren gegeben habe.

Cohrsen schloss mit den Worten: „Allen Weggefährten herzlichen Dank, dass ihr mich getragen habt – und manchmal auch ertragen habt.“

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