Bundesverdienstkreuz für Johannes Helms

Motivation für alle Ehrenamtler

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Johannes Helms ist jetzt Träger des Bundesverdienstkreuzes.

Von Dieter Niederheide. Es war nicht nur für Johannes Helms ein bewegender Moment, als ihm Landrat Cord Bockhop im Namen des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz im Feuerwehrgerätehaus verlieh. Die Kameraden der Ortsfeuerwehr Wachendorf und die Gäste waren für diesen festlichen Akt aufgestanden. In den Dank und die Anerkennung an Helms schloss der Landrat dessen Familie mit Ehefrau Annegret an der Spitze ein.

Der neue Träger des Bundesverdienstkreuzes gab die Anerkennung weiter, als er sagte, dass die Auszeichnung als Motivation zu sehen sei für alle, die im Ehrenamt stehen.

Namens der Stadt Syke gratulierte Bürgermeisterin Suse Laue. Sie hob unter anderem heraus, dass Wachendorf ein lebhafter Ort ist mit zufriedenen Menschen und einer intakten Gemeinschaft. Dazu habe Johannes Helms, der sich insgesamt für seinen Heimatort einsetzt, unter anderem im Zuge der Dorferneuerung oder beim Bau des Dorfgemeinschaftshauses, in hohem Maße beigetragen.

Der Landrat ging in seiner Laudatio auf die aktive Dienstzeit von Johannes Helms ein, der als Zwölfjähriger in die damals gerade gegründete Wachendorfer Jugendfeuerwehr eintrat. Schon sein Großvater Johann und sein Vater Kurt waren in der Feuerwehr des Dorfes aktiv gewesen.

Es war 1981, als Helms stellvertretender Ortsbrandmeister wurde. Als Karl-Heinz Schumacher 1996 zum Stadtbrandmeister ernannt wurde, übernahm Helms das Kommando in Wachendorf und wurde Ortsbrandmeister.

Bockhop hob in seiner Ansprache unter anderem hervor, dass es Johannes Helms war, der einen behinderten Jungen in die Jugendfeuerwehr aufnahm. Der jetzige Ehrenbrandmeister habe insgesamt für die Feuerwehr sehr viel bewegt. Bockhop bezeichnete Helms als Vorbild für das Ehrenamt.

Im Gespräch mit Pressevertretern sagte Helms zur Aufnahme des Jungen mit der körperlichen Einschränkung: „Da habe ich damals nicht lange nachgefragt, das ist doch einer von uns.“ Der Junge von damals ist in zwischen 25 Jahre engagiert in der Ortsfeuerwehr.

Helms erinnert sich noch daran, dass die Mitglieder der Jugendfeuerwehr durchaus bei Einsätzen schon mal eingespannt wurden, zum Beispiel beim Verlegen der Leitungen. Schmunzeln muss er noch, wenn er zurückdenkt an einen Scheunenbrand auf dem Anwesen von Rudi Carrell, als er sich nicht nur als Einsatzleiter um die Löscharbeiten zu kümmern hatte, sondern so „nebenbei“ noch den zahlreichen Medienvertretern Rede und Antwort stand.

Zur Frage, wie er sich jetzt als Mitglied der Altersabteilung fühlt, wenn alarmiert wird sagte er: „Dann bleibe ich ganz ruhig. Ich weiß, es ist jetzt alles in guten Händen. Da muss ich mir keine Sorgen machen.“

Wenn die Sirenen die Bürger aufschrecken, rücken jetzt Helms‘ Söhne Kersten und Jannick, die schon längst die Feuerwehruniform tragen, aus. Nur einmal, sagt er, habe er erstaunt aufgeschaut, nämlich als die zweijährige Enkelin Jelena ihm bei einem Alarm zurief: „Opa, Feuerhose anziehen!“

Zur Auszeichnung gratulierten auch Stadtbrandmeister Stefan Schütte, Ortsbrandmeister Jörg Seifert und Ortsbürgermeister Jochen Harries.

Natürlich hat der Ehrenbrandmeister schon eine neue Aufgabe in der Wachendorfer Ortsfeuerwehr übernommen. Er ist jetzt Leiter der Altersabteilung.

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