„Oxidativer Stress“ für den Körper

BUND will auf der Syker Gesundheitsmesse über Elektrosmog informieren

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Die Messgeräte wollen nicht so richtig. Von links: Elisabeth Jess-Knecht, Alexandra Guillot, Wiltrud Henning und Henning Greve möchten auf der nächsten Syker Gesundheitsmesse über Elektrosmog informieren. 

Syke – Von Michael Walter. Das kleine Messgerät spinnt: Eigentlich wollte Elisabeth Jess-Knecht damit zeigen, wie stark die elektromagnetische Strahlung im Spieker beim Café Alte Posthalterei ist. Aber sie bekommt keine klare Anzeige. Ihr gegenüber sitzt Henning Greve. Auch sein Messgerät zeigt nichts an. „Das ist allerdings auch schon ein ganzes Stück älter“, sagt der Syker Umweltaktivist.

Bis zum 9. Februar werde das aber einwandfrei funktionieren, sind beide überzeugt. Dann wollen sie unter dem Siegel des BUND an der nächsten Messe vom Gesundheitskreis Syke teilnehmen und an ihrem Stand über das Thema Elektrosmog informieren. Als einer von rund 50 Ausstellern im Rathaus und umzu.

„Elektrosmog ist oxidativer Stress“, sagt Henning Greve. „Der Körper übersäuert.“ Nicht automatisch und nicht bei jedem. „Manche Menschen sind robust. Jeder weiß, wie schädlich Rauchen ist. Helmut Schmidt ist trotzdem fast 97 geworden.“

Wer jedoch auf elektromagnetische Strahlung sensibel reagiert, hat im Zeitalter von WLAN, schnurlosen Telefonen und Handys echte Probleme, sind die Mitglieder des Arbeitskreises Elektrosmog im BUND überzeugt. Greve: „Ich kenne eine Zahnärztin, die sagt, sie kann sehen, auf welcher Seite die Kinder ihre Handys halten. Da entwickelt sich der Kiefer anders.“

Für seine Mitstreiterin Elisabeth Jess-Knecht kein Wunder: Handys senden auf den gleichen Frequenzen, mit denen auch der Körper arbeite, ist sie überzeugt. Das erzeuge Resonanzen und Störstrahlungen, und die führten zu Fehlsteuerungen im Körper. „Bei Kindern ist das ganz besonders schlimm“, meint sie. Denn bei ihnen dringe die Strahlung viel stärker in den Körper ein als bei Erwachsenen.

Sie glaubt außerdem: Grundsätzlich seien alle Lebewesen elektrosensibel. Menschen, Tiere und Pflanzen. Wie stark, hänge im Wesentlichen von drei Faktoren ab. Erstens von der Intensität der Strahlung, zweitens von der Dauer und drittens von der persönlichen Konstitution.

„Wir können das nicht wissenschaftlich beweisen“, räumt sie ein. „Wir stützen uns dabei unter anderem auf Erfahrungswerte aus Selbsthilfegruppen.“ Demzufolge wären auch Frauen stärker betroffen als Männer.

Sie selbst reagiere ebenfalls sensibel auf elektromagnetische Strahlung, sagt Elisabeth Jess-Knecht. Weshalb sie seit geraumer Zeit auch immer ein Messgerät bei sich trage. „Ich habe keine Lust, im Café genau neben einem WLAN-Router zu sitzen, nur weil ich ihn nicht sehen kann, wenn er auf der anderen Seite der Wand ist“, sagt sie.

„Wir wollen dieses Thema bei der Gesundheitsmesse am 9. Februar hier im Spieker bündeln“, sagt Henning Greve. Veranstalter der Messe ist der Gesundheitskreis Syke unter Federführung von Wiltrud Henning und Alexandra Guillot. Das Programm haben sie inzwischen fertig. Ausstellungsbereich sind das Rathaus, die Bibliothek, das Seminarhaus Waldstraße 1 und der Spieker. Neben den bereits erwähnten 50 Ausstellern präsentiert der Gesundheitskreis an diesem Tag auch noch 30 Vorträge zu verschiedenen Themen.

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