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Bürgerstiftung Syke will mit Vortragsreihe in die Wahrnehmung der Menschen zurück

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Von: Frank Jaursch

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Kai Burmeister (l.) und Ralf Michel vom Vorstand der Bürgerstiftung Syke wollen mit einer neuen Vortragsreihe die Präsenz der Bürgerstiftung in der öffentlichen Wahrnehmung wieder erhöhen.
Kai Burmeister (l.) und Ralf Michel vom Vorstand der Bürgerstiftung Syke wollen mit einer neuen Vortragsreihe die Präsenz der Bürgerstiftung in der öffentlichen Wahrnehmung wieder erhöhen. © Frank Jaursch

Wegen der Corona-Krise sind viele Veranstaltungen ausgefallen: Der neu formierte Vorstand der Bürgerstiftung Syke möchte mit einer losen Vortragsreihe nun in das Bewusstsein der Menschen zurückkehren.

Syke – Die Aufgabe einer Bürgerstiftung ist es, sich fördernd für das lokale Gemeinwohl einzusetzen. Blöd nur, wenn die Stiftung genau das nicht machen darf. Die Corona-Krise hat der Bürgerstiftung Syke quasi das Rückgrat ihrer Tätigkeit herausgerissen: keine Veranstaltungen – kein Spendengeld – kein Gemeinwohl. Jetzt ist es aber genug, sagte sich der neu formierte Vorstand und möchte mit einer losen Vortragsreihe in das Bewusstsein der Menschen zurückkehren.

Der Vorsitzende Ralf Michel weiß, dass die Stiftung „im Stadtbild nicht mehr auftaucht. Aber wir wollen präsent bleiben!“ Michel blickt mit Argwohn auf die Entwicklung der Inzidenzen. Mit ihr steht und fällt die Möglichkeit, in diesem Jahr das Bürgermahl zu veranstalten.

Diese festliche Veranstaltung war stets nicht nur ein gesellschaftlicher Höhepunkt des Jahres in Syke, sondern auch eine „feste Größe“, wenn es um Einnahmen für die Stiftung geht. Das bewährte Rezept: ein prominenter Redner, hochklassiges Essen und eine launige Frage-und-Antwort-Runde. „Dann kam Corona“, blickt Michel zurück, „und 2020 war passé. Dann blieb Corona, und 2021 war auch passé.“

Unabhängiger von Corona werden

Für den mittlerweile dritten Termin am 6. November in diesem Jahr sei man „guter Hoffnung“, so der Vorsitzende. Aber weil gerade der gastronomische Aspekt in der Planung nicht so einfach zu händeln sei, habe man sich überlegt, sich mit Veranstaltungen „von Corona unabhängiger zu machen“.

An dieser Stelle kommt Kai Burmeister ins Spiel. Der 62-jährige Syker ist seit der Jahreshauptversammlung neu im Vorstand der Stiftung. Er brachte eine Reihe von Vorschlägen mit, die helfen sollen, die Stiftung nicht in Vergessenheit zu geraten.

Ein Bürgermahl, nur ohne Essen

Eine davon: Die Stiftung organisiert Vorträge zu Themen, die aktuell in Syke diskutiert werden. „Quasi ein kleines Bürgermahl, nur ohne das Essen“, bemerkt Michel lächelnd. Die Pilotveranstaltung ist für den kommenden Mittwoch geplant.

Ab 19 Uhr spricht Avacon-Kommunalreferent Hermann Karnebogen im Syker Vorwerk zum Thema „Energie und Energieversorgung“. Der rund 45-minütige Vortrag soll aber nicht die Avacon-Sichtweise darstellen, sondern Fragen beantworten wie: Was können wir als Bürger in Syke tun? Wie wirkt sich die Situation im lokalen Bereich aus?

Im Anschluss an den Vortrag soll es eine Diskussion geben. Der Eintritt für diese Veranstaltung ist kostenlos, im Anschluss soll ein Spendenhut für die Bürgerstiftung herumgehen. „Die Idee ist, das, was wir damit erwirtschaften, in neue Projekte zu stecken“, so Burmeister.

Wir wollen uns bemühen, die Themen so weit wie möglich auf Syke runterzubrechen

Ralf Michel

Michel und Burmeister sehen den Start als Experiment an. Etwa zweimal im Jahr soll es derartige Vortragsabende geben. An Themenideen, so versichert Burmeister, mangele es nicht – von Schockanruf bis Zukunftsforschung. „Wir wollen uns bemühen, die Themen so weit wie möglich auf Syke runterzubrechen“, erklärt Michel.

Anmeldung

Die Besucherzahl der Teilnehmer ist auf etwa 30 begrenzt. Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt und werden über die E-Mail-Adresse kai.burmeister@ buergerstiftung-syke.de entgegengenommen.

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