Bürgerstiftung stellt am Wochenende Wunschzettel-Baum in Syke auf

Für jedes Kind ein Weihnachtsgeschenk

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Symbolbild

Syke - Von Michael Walter. Auch die Kinder aus sozial benachteiligten Familien sollen Heiligabend ein Geschenk bekommen – Das war der Grundgedanke, aus dem heraus die Bürgerstiftung im Dezember 2009 das erste Mal einen Wunschbaum bei den Weihnachtlichen Kulturtagen aufgestellt hat.

Die Idee hat sich bewährt. Und deshalb steht am kommenden Wochenende zum siebten Mal so ein Wunschbaum bei der Kreissparkasse. „Mit 54 Wunschzetteln haben wir damals angefangen“, erinnert sich Carola Damm-Heuser vom Vorstand der Bürgerstiftung. „Letztes Jahr waren es über 100 – da waren schon die ersten Flüchtlinge dabei. Und dieses Jahr dürften wir uns in einer ähnlichen Größenordnung bewegen.“

In Zusammenarbeit mit Schulen, Familienpaten und anderen Organisationen lädt die Bürgerstiftung gezielt einzelne Familien ein, ihre Kinder einen Wunschzettel schreiben zu lassen. Diese Wunschzettel kommen an den großen Tannenbaum, der während der Weihnachtlichen Kulturtage bei der Kreissparkasse steht. Wer einem armen Kind eine Freude machen will, kann sich einen Wunschzettel vom Baum nehmen, ein Päckchen packen und das bei der Sammeladresse der Bürgerstiftung abgeben. Die Mitglieder liefern die Geschenke dann rechtzeitig bis Heiligabend aus.

„Der entscheidende Punkt dabei ist, dass sowohl die Wunschzettel als auch die Schenkenden anonym bleiben“, erklärt Michael Lux als Vorsitzender des Stiftungsrats. „Es ist in keiner Weise gedacht, dass da Kontakte entstehen.“

Rund 60 Wunschzettel hat die Bürgerstiftung jetzt schon. „Der größte Schwung kommt erfahrungsgemäß aber immer erst kurz vor Schluss“, sagt Carola Damm-Heuser.

Die Wünsche selbst umfassen das gesamte Spektrum von geradezu rührender Bescheidenheit bis „ambitioniert“. Es gibt Kinder, die wünschen sich lediglich ein paar Wachsmalstifte. Es finden sich aber durchaus auch Smartphones und Tablet-Computer auf den Zetteln wieder. Da kann man schon mal blass um die Nase werden, wenn man unverhofft so einen vom Baum pflückt. „Das ist auch der Grund, warum wir direkt daneben stehen“, sagt Michael Lux. „Wünschen darf man sich alles. Aber nicht jeder Wunsch muss auch erfüllt werden“, spielt er auf Augenmaß und Verhältnismäßigkeit an.

Aber was passiert, wenn am Ende noch Zettel am Baum übrig bleiben? Lux: „Jedes Kind, das einen Wunschzettel abgibt, bekommt auch ein Geschenk. Zur Not springt die Stiftung ein.“ Und dann huscht ein Lächeln durch sein Gesicht, bevor er nachschiebt: „Wir nehmen dafür gegebenenfalls auch Geldspenden an.“

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