Bürgerstiftung stellt zu den Kulturtagen zum sechsten Mal Wunschzettelbaum auf

Geschenk von Unbekannt

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Carola Damm-Heuser und Michael Lux haben schon etliche Wunschzettel gesammelt. Etwa 60 bis 80 hängen jedes Jahr am Wunschzettelbaum der Bürgerstiftung.

Syke - Von Michael Walter. Die Syker Bürgerstiftung wartet auf die letzten Zettel für den Wunschzettelbaum, der während der Weihnachtlichen Kulturtage am kommenden Wochenende im Foyer der Kreissparkasse steht.

Der Gedanke dahinter: Kindern, die sonst zu Weihnachten vermutlich leer ausgehen würden, einen Herzenswunsch zu erfüllen. Das macht die Bürgerstiftung jetzt schon im sechsten Jahr. Eisernes Prinzip dabei: Sowohl Schenkende als auch Beschenkte bleiben anonym.

Die Kinder kommen aus den Familien, in denen das Geld am knappsten ist. Entsprechende Vorschläge macht der Stiftung die Stadtverwaltung. Die Mitglieder der Bürgerstiftung schreiben diese ausgewählten Familien dann an und machen das Angebot, dass jedes Kind einen Wunschzettel für Weihnachten schreiben oder malen kann. Jeder, der möchte, kann sich dann einen Wunschzettel vom Baum nehmen und diesen Wunsch erfüllen. Die fertig verpackten Geschenke können bis spätestens 17. Dezember abgegeben werden.

Wie das genau funktioniert, erklären die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Bürgerstiftung, die Samstag und Sonntag neben dem Wunschbaum als Ansprechpartner bereit stehen.

„Auf dem Wunschzettel sollten nur der Vorname und das Alter des Kindes stehen, damit man etwas altersgerechtes schenken kann“, sagt Carola Damm-Heuser vom Vorstand der Bürgerstiftung und betont damit: Niemand ist gezwungen, den Wunsch vom Zettel auch 1:1 zu erfüllen, wenn er ihn für unpassend oder schlicht zu teuer hält. „30 Euro halten wir als Obergrenze für passend“, sagt Michael Lux vom Stiftungsrat. Denn nicht immer finden die Wünschenden auch das richtige Maß.

Carola Damm-Heuser ist in den vergangenen Jahren mit der gesamten Bandbreite des menschlichen Seins konfrontiert worden. „Da waren zum Teil rührende Wunschzettel dabei, die und die Tränen in die Augen getrieben haben. Aber zum Teil haben wir uns auch sehr wundern müssen.“ Etwa voriges Jahr, als die Bürgerstiftung Wünsche nach Dampfbügeleisen, Staubsaugern oder Anzügen in Größe 50 erreichten. „Wir haben dann mal bei der Stadt recherchiert und herausgefunden, dass die Kinder in diesem Fall 35 und 49 Jahre alt waren“, sagt Damm-Heuser und betont, dass diese Wunschzettel dann nicht mehr auf dem Baum gelandet sind.

Ihr Blick fällt auf ein kleines bunt bemaltes Pappschild: „Baum ist leergepflückt“ steht darauf. „Ich würde mich freuen, wenn wir dieses Schild wieder aufhängen könnten“, sagt sie. Erst einmal ist das gelungen. Ansonsten sind immer ein paar Zettel am Wunschbaum geblieben. Diese Wünsche sind dann von der Bürgerstiftung erfüllt worden.

Die Mitglieder der Bürgerstiftung sind es auch, die die Pakete letztlich zu den entsprechenden Familien bringen. Michael Lux: „Wir werden alle rechtzeitig bis Heiligabend austeilen.“

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